Rubirk85Ausgabe 20.2014TitelthemaThomas Rabe: Unser Herzschlägt in GüterslohTechnologieIntelligenz für die Maschine –it´s OWL macht es möglichTourismusSieben Tourentipps in derRadregion Teutoburger WaldRegion im Aufwind OstWestfalenLippe profiliert sich als Wirtschafts- und TechnologiestandortOWL-Das Magazin 20.2014


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Editorial03Erfolg ist kein ZufallMit dem vom Bundesforschungsministerium geadelten Technologienetzwerk „Intelligente TechnischeSysteme OstWestfalenLippe“ – kurzit’s OWL – als Spitzencluster gehörtOstWestfalenLippe zu den Top-Hightech-Referenzen Deutschlands. Dassdieser Erfolg keine Eintagsfliege ist,zeigen zwei weitere Auszeichnungen,mit denen unsere Region jüngst aufBundesebene reüssieren konnte. DasBundeswirtschaftsministerium kürteOWL im Februar als eine von fünf TopInnovationsregionen in Deutschland.Und beim Wettbewerb des Stifterverbandes für die Deutsche Wissenschaftwar OWL im vergangenen Jahr mitdem Konzept „Bildungscluster OWL“erfolgreich.Die Botschaften sind deutlich. OstWestfalenLippe gehört zu den innovativsten Regionen in Deutschland. UndOstWestfalenLippe hat kluge Konzeptefür Nachwuchsförderung und Fachkräftesicherung.Diese Erfolge sind Ergebnis einer zielgerichteten Strategie und ihrer konsequenten Umsetzung. Auf der Basis dergewachsenen und stabilen Wirtschaftsstrukturen setzen wir auf den gezieltenAusbau der Innovationsinfrastrukturund nutzen dabei die hochentwickelteKooperationskultur in der Region, diesich insbesondere im Zusammengehenvon Wirtschaft und Wissenschaft zeigt.Wir gehen in dieser neuen Ausgabe von„OstWestfalenLippe – Das Magazin“ denErfolgsgeheimnissen der Region nachund zeigen, was OWL zu dem macht,was es heute ist: ein starker Wirtschaftsund Technologiestandort „ganz oben inNordrhein-Westfalen”.Zum Beispiel aus der Perspektive einesTop-Managers. Bertelsmann-Vorstandschef Thomas Rabe berichtet im Interview, warum das Herz des Weltkonzernsin Gütersloh schlägt und wie dieser dieRegion sieht. Der renommierte Wirtschaftshistoriker Werner Abelshauserbeleuchtet die strukturellen und historischen Hintergründe des ErfolgsmodellsOstWestfalenLippe.Mit dem Spitzencluster it’s OWL als Zugpferd baut unsere Region ihre Positionals Standort für Spitzentechnologie weiter aus. Wir stellen Ihnen am Beispiel derAutomatisierungstechnik vor, welchePerspektiven it’s OWL bietet, um denTechnologie- und ProduktionsstandortDeutschland zu stärken und signifikanteBeiträge zu Industrie 4.0, zur Fabrik derZukunft zu leisten.Nicht nur in der Zukunft, schon jetztspielt Software eine große Rolle. OhneIT läuft nicht mehr viel – weder im privaten Umfeld noch unterwegs noch inder Wirtschaft. An vielen Stellen wirktSoftware aus OstWestfalenLippe. UnserBranchenporträt stellt Ihnen bekannteund weniger bekannte Beispiele vor –und zeigt, dass Netzwerke und Kooperationskultur auch die IT-Branche derRegion stärker machen.Netzwerke befruchten ebenso die kulturelle Vielfalt der Region. Neben demLiteratur- und Musikfestival „Wegedurch das Land“ und dem Netzwerk„Tanz OWL“ schickt sich ein weiteresKooperationsprojekt an, einen festenPlatz im Kulturkalender zu reservieren:Ende Mai 2014 findet die 2. OWLBiennale statt. Wir haben für Sie vorabhinter die Kulissen geblickt.Darüber hinaus finden Sie in diesemHeft einen Streifzug durch die Hochburg des deutschen Handballsports undsieben Tourentipps für eine Radentdeckungsreise durch die grünen Gebieteunserer Region – für sportlich Aktiveebenso wie für Genussradler geeignet.Das und vieles mehr präsentieren wirIhnen in dieser neuen Ausgabe von„OstWestfalenLippe – das Magazin”.Viel Freude beim Lesen und Entdeckenwünscht IhnenHerbert Weber(Geschäftsführer OstWestfalenLippe GmbH)OWL-Das Magazin 20.2014


04InhaltEditorial................................................. 03Panorama............................................... 06Unser Herz schlägt in Gütersloh............ 08Interview: Bertelsmann-Chef Thomas Rabeüber den Konzern und seine HeimatregionSo kommt die Intelligenzin die Maschine..................................... 26it´s OWL: Automatisierungsspezialistengestalten die Fabrik der ZukunftWissenschaft – Meldungen.................. 32Neues Kulturnetzwerk begeistert.......... 34Die OWL-Biennale geht in die zweite RundeOWL – Region im Aufwind.................... 16Ein Beitrag von Prof. Dr. Werner AbelshauserEinzigartiges Zentrumfür OWL-Handwerk................................ 19Software made in OWL bringtdie Dinge ins Rollen............................... 2008OWL-Das Magazin 20.2014Panorama............................................... 40Das Glück auf dem Sattel...................... 42Sieben Touren durch die Radregion Teutoburger WaldDie Seele des Mutterlandes.................. 48OWL ist das Zentrum des deutschen Handballs3448


InhaltDie pure Lust, Bier zu brauen................. 5405Unternehmens-News............................. 72OWL-Porträt: Friederike, Simone und Renate StrateEine Stadt erfindet sich neu................... 56Bielefeld feiert seinen 800. Geburtstag undbekommt allmählich ein neues ProfilPanorama............................................... 61Zahlen und Fakten................................. 80OWL – ganz oben in Nordrhein-WestfalenImpressum............................................. 81Ausgezeichnet/OWL-Preise................... 62Kulturkalender....................................... 66OWL-Kulturtermine 2014 im Überblick2014-02_OWL-Magazin_180x126.indd 1Titelfoto: Patrick Piecha/Bielefeld Marketing27.02.2014 11:32:44OWL-Das Magazin 20.2014


06PanoramaBundeswirtschaftsministerium zeichnet Region für ihre Innovationskraft ausOstWestfalenLippe unter den Top 5 in DeutschlandODie von der OstWestfalenLippe GmbHund dem Branchennetz InnoZent OWLe.V. eingereichte Bewerbung stellteunter anderem die enorme Innovationskraft der Region in den BereichenIngenieurwesen, Informatik und Naturwissenschaften heraus, die sichbeispielhaft im Technologie-Netzwerkit’s OWL in Bezug auf IntelligenteTechnische Systeme zeigt. Auch dievorbildliche Kooperationskultur inFoto: Bundesministerium für Wirtschaft und EnergiestWestfalenLippe gehört zu denfünf innovativsten und effizientesten Regionen in Deutschland. Dasist das Ergebnis eines Wettbewerbs, zudem das Bundeswirtschaftsministeriumaufgerufen hatte.Ausgezeichnet: Staatssekretär Uwe Beckmeyer (Mitte) übergibt die Auszeichnung anAndreas Keil (Geschäftsführer InnoZent OWL e.V., links) und Herbert Sommer(Vorsitzender der Gesellschafterversammlung OstWestfalenLippe GmbH).der Region wird mit Blick auf denSpitzencluster und die zahlreichenBranchennetzwerke deutlich.Mit dem Wettbewerb suchte das Bundeswirtschaftsministerium deutscheRegionen, die besonders erfolgreicheNetzwerkarbeit in den Bereichen Innovation, Rohstoff- und Materialeffizienzbetreiben und dabei einen Schwerpunkt auf kleinere und mittlere Unternehmen legen. (JS)Nachwuchs sichern: Stifterverband prämiert neuen BildungsclusterRegion in bundesweitem Wettbewerb erfolgreichreiche Bewerbung mit 250.000 EuroPreisgeld prämiert.Foto: Vanessa Dreibrodt/Universität PaderbornDer Bildungscluster OWL besteht auseinem Traineeprogramm für BachelorAbsolventen, dem studienbegleitendenProgramm „Mit dem Master in denMittelstand“ und dem Programm „Regionalentwicklung durch gesellschaftliches Engagement“.Zeigen gemeinsam mit Unternehmen Karrierechancen in OWL auf: (v.l. Friederike Ruwisch(Stiftung Studienfonds OWL), Karl-Heinz Gerholz (Universität Paderborn), Ferdinando Piumelli(mindsquare GmbH), Dörte Husmann (Universität Bielefeld), Stefan Collet (Initiative fürBeschäftigung OWL e.V.) und Universitätspräsident Nikolaus Risch (Universität Paderborn).Studierende und Wirtschaft inKontakt bringen, Karrierechancenin der Region aufzeigen, FachkräfteNachwuchs sichern: Diese Ziele verfolgtder neue Bildungscluster OstWestfalenLippe. Das unter FederführungOWL-Das Magazin 20.2014des Studienfonds OWL entwickelteKonzept wird bundesweit beachtet. Sohat der Stifterverband für die DeutscheWissenschaft den Bildungscluster OWLals einen von insgesamt vier Bewerbernausgezeichnet. Zudem wird die erfolg-In dem für zwei Jahre vom Stifterverband geförderten Bildungsclusterarbeiten fünf Hochschulen der RegionOstWestfalenLippe, Regionalrat undBezirksregierung, Brancheninitiativen,Kammern, Arbeitgeberverbände sowiedas it’s OWL Clustermanagement unddie OstWestfalenLippe GmbH zusammen. (JS)www.bildungscluster-owl.de


in RietbergllerKlimaparkdemieFoto: Markus KrügerFoto: Universitdigital-park.deät BielefeldWeidmüllerAkaFoto: WeidmüFoto: Stadt RietbergPanoramaerbornikt und GewaltInstitut für KonflefeldUniversität Bielforschung derAusgezeichnet: Fünf„Orte des Fortschritts”hat die NRW-Landesregierung in OstWestfalenLippe gewürdigt.Foto: Universität PadUniversität PaderboGilde in DetmoldrnLandesregierung zeichnet„Orte des Fortschritts“ in OWL ausAntworten auf ZukunftsfragenFünf neue „Orte des Fortschritts“ in OstWestfalenLippehat das nordrhein-westfälische Wissenschaftsministeriumausgezeichnet. Die Forschungseinrichtungen, Unternehmenund Projekte wurden ausgewählt, weil sie innovative Antworten auf zentrale gesellschaftliche Zukunftsfragen liefern.So würdigt das Ministerium die GILDE Wirtschaftsförderung,die sich für Beschäftigungssicherung im Kreis Lippe einsetztund Konzepte für soziale und gesellschaftliche Verantwortung(Corporate Social Responsibility) in kleine und mittelständische Unternehmen trägt.MessearchitekturSchauräumeMobile Präsentationenwww.conform.ccWeitere „Orte des Fortschritts“ in OWL sind die Weidmüller Akademie in Detmold, der Klimapark Rietberg (KreisGütersloh), das Direct Manufacturing Research Center derUniversität Paderborn und das Institut für interdisziplinäreKonflikt- und Gewaltforschung der Universität Bielefeld.NRW-weit hat ein Expertengremium der Landesregierunginsgesamt 19 „Orte des Fortschritts“ ausgewählt. (VH/JS)www.wissenschaft-nrw.deFaktor3_85x260_9.9.indd 109.09.13 08:46OWL-Das Magazin 20.2014


Foto: Bertelsmann088TitelthemAManagement Meeting 2012: Auf der Bühne des TheatersGütersloh stellt Thomas Rabe 500 Bertelsmann-Führungskräften eine neue Konzernstrategie vor.


titelthema09Herz„Unserschlägt in Gütersloh“Bertelsmann-Chef Thomas Rabeüber den Konzern und dessen HeimatregionAus Gütersloh in die Welt: Das Familienunternehmen Bertelsmann ist längstein global agierender Konzern geworden. Vorstandschef Thomas Rabeberichtet im Interview mit „OstWestfalenLippe – das Magazin”, welcheZiele der Konzern ansteuert, wie er die Heimatregion vonBertelsmann sieht und wie OWL den Weltkonzern prägt.


10TitelthemaBiografische DatenThomas RabeGeboren 1965 in LuxemburgAbitur an der EcoleEuropéenne, BrüsselStudium Universität Kölnund RWTH AachenPromotion zum Doktor derWirtschaftswissenschaften2000 Finanzchef RTL Group2012 VorstandsvorsitzenderBertelsmannLieber Herr Rabe, im März habenSie in Berlin die Geschäftszahlenvon Bertelsmann für das vergangeneJahr vorgestellt. Wie steht Bertelsmann aktuell da?Bertelsmann ist so stark wie lange nichtmehr. Wir haben unseren Umsatz imvergangenen Jahr gesteigert, so vielverdient wie seit sieben Jahren nichtmehr und trotz hoher Investitionen unsere Schulden halbiert. Wichtiger nochals die finanzielle Bilanz sind mir diestrategischen Fortschritte der vergangenen Monate: die Komplettübernahmeunseres Musikrechtegeschäfts BMG,die Akquisitionen von Arvato in denBereichen Finanzdienstleistungen undE-Commerce und der Zusammenschlussunserer Buchsparte Random House mitPenguin. Wir haben damit aus GüterslohOWL-Das Magazin 20.2014heraus unter unserer Führung die größte,erste wirklich globale Publikumsverlagsgruppe der Welt geschaffen.Bertelsmann ist als Familienunternehmen ein weltweit agierenderKonzern. Wie passt das unter einemDach zusammen?Sie sehen ja: Es passt hervorragend.Bertelsmann ist heute im 179. Jahrerfolgreich unterwegs. Unsere Eigentümer sind am dauerhaften Wohl desKonzerns interessiert und verfolgenlangfristige Ziele. Ich tausche mich regelmäßig mit Liz Mohn und ihrem SohnChristoph, dem Vorsitzenden unseresAufsichtsrates, aus. Christoph Mohnverkörpert die sechste Generation derGründerfamilien Bertelsmann/Mohn.Ich bin überzeugt: Eine solch langfristigeFoto: Bertelsmann2006 Finanzvorstand undLeiter Corporate CenterBertelsmannPerspektive und die damit verbundeneVerlässlichkeit zahlen sich aus. BeiBertelsmann und bei vielen anderenerfolgreichen Familienunternehmen inOWL und anderswo.Die Medienbranche verändert sichin atemberaubendem Tempo. Wiekann ein Unternehmen da vorn mitdabei sein?Indem das Unternehmen sich selbst auseiner Position der Stärke verändert undVeränderungen als Chance begreift.Dies erfordert, Innovationen aktiv zu betreiben, sich auf Neues einzulassen undzu fordern. Bei meinem Antritt als Vorstandsvorsitzender vor gut zwei Jahrenhabe ich gesagt: Bertelsmann muss sichverändern, konkret wachstumsstärker,digitaler und internationaler werden.>>


Technik lässt Sieweiterdenken ?Abilash Appanvel –begeisterter RoboterProgrammierer undMitarbeiter amHauptstandortBlomberg, NRWErleben Sie Phoenix Contactals international agierendes Familienunternehmen leben wir innovationen – täglich. Weltweit machen12.900 Mitarbeiter Phoenix Contactmit ihrem Know-how und persönlichen engagement zu einem führenden entwickler für hochwertigeLösungen in elektrotechnik, elektronik und automation.Gestalten Sie mit uns Lösungen fürdie Zukunft:phoenixcontact.de/career© Phoenix ContaCt 2014


TitelthemAFotos: Bertelsmann12Arbeiten eng zusammen: Liz Mohn als Vertreterinder Eigentümerfamilie und Thomas Rabe.>>Das geht nicht von heute auf morgen,sondern ist ein Marathonlauf, der fünfbis zehn Jahre dauern wird. Der Startschuss fiel im September 2012 auf einemManagement-Meeting im GütersloherStadttheater. Und seitdem sind wir mithohem Tempo in der Umsetzung.Stichwort Veränderung: Der Buchmarkt verändert sich, Zeitungen undZeitschriften kämpfen ums Überleben. Ist das Geschäft mit Druckmedien am Ende?Die Welt der Medien verändert sich rasant – und wir gestalten die neue Weltaktiv. RTL ist neben dem traditionellenFernsehgeschäft inzwischen im OnlineVideo-Geschäft aktiv und mit über 16Milliarden Videoabrufen im Jahr einerder größten Spieler auf YouTube. UnsereBuchverlagsgruppe Penguin RandomHouse ist der führende Anbieter vonE-Books mit insgesamt mehr als 100Millionen verkauften Einheiten weltweit. Die Zeitschriften von Gruner +Jahr sind als App inzwischen ebensoverfügbar wie am Kiosk. Wir haben auchimmer an das Musikgeschäft geglaubt,hielten allerdings einen Neustart fürnötig. Klar ist: Es wird auch in 30 JahrenOWL-Das Magazin 20.2014noch gedruckte Bücher, Magazine undZeitungen geben, das Haptische bleibtwichtig. Ich bin selbst begeisterterZeitungs- und Zeitschriftenleser, überwiegend übrigens in gedruckter Form.Gibt es ein Rezept, um weiter erfolgreich Printmedien zu produzieren?Wie stellen sich die BertelsmannTöchter hier auf?Ob in digitaler oder gedruckter Form,letztlich zählt derselbe Rohstoff: interessante, gut gemachte Inhalte, die Nutzenstiften. Bertelsmann ist das Haus mitden vielfältigsten medialen Inhalten derWelt – und wir arbeiten täglich daran,dies weiter auszubauen.Kann man angesichts dieser vielfältigen Veränderungen überhauptnoch langfristig planen?Ich halte es für unerlässlich, sich langfristige Ziele zu stecken und zu planen,allerdings mit der Bereitschaft, diesePläne geänderten Realitäten anzupassen.Meine Vision von Bertelsmann habe ichgerade skizziert. Im Dialog mit vielen Kolleginnen und Kollegen haben wir vierstrategische Stoßrichtungen definiert:Stärkung unserer Kerngeschäfte, dieDie Bertelsmann Konzernzentralein Gütersloh.digitale Transformation, den Auf- undAusbau von Wachstumsplattformen– also Geschäfte, die von globalenMegatrends wie der Digitalisierung oderBildung profitieren – sowie den Ausbauunserer Präsenz in Wachstumsregionenwie Asien und Lateinamerika. Wirhaben einen umfassenden Plan, durchwelche Maßnahmen wir vorankommenmöchten. Das bedeutet jedoch nicht, dasswir dogmatisch geradeaus laufen, ohnefür Möglichkeiten links und rechts desWeges offen zu sein. Die Richtung mussstimmen – und das tut sie bei Bertelsmann.Angesichts des rasanten Wandelshat sich Bertelsmann von vielenTraditionsgeschäften getrennt – zumBeispiel den Buchclubs oder demklassischen Musikgeschäft. Läuft einUnternehmen Gefahr, damit seineWurzeln zu kappen?Eindeutig nein. Nehmen Sie die Musik: Gleich nach der Trennung vomklassischen Musikgeschäft haben wirBMG Rights Management auf der grünen Wiese und mit einem innovativenGeschäftsansatz gestartet. Heute sindwir bereits die Nummer vier im Markt.Oder nehmen Sie das Clubgeschäft – aus


titelthemaden Kompetenzen der Mitarbeiter sindzahlreiche neue Geschäfte entstanden,insbesondere bei Arvato. Unsere Wurzeln kappen wir durch diese notwendigenAnpassungen nicht. Diese sind und bleiben Kreativität und Unternehmergeist.Wo wird Bertelsmann inzehn Jahren stehen?Unser Ziel für Bertelsmann ist es, dasswir langfristig auf drei Säulen stehen:mediale Inhalte, Dienstleistungen undBildung. Wir werden Bertelsmann insgesamt breiter aufstellen – internationaler,digitaler und wachstumsstärker.Bertelsmann ist ein internationalesUnternehmen und ich fühle michüberall sehr wohl. Ich wohne seit2006 in Gütersloh und habe dort meinBüro, bin aber viel unterwegs, weil sichdas Unternehmen nur vom Schreibtisch aus nicht führen lässt. Stadt undRegion hier mögen beschaulich sein,aber das ist auch ein guter Ausgleich,insbesondere wenn man die Natur magund Sport treibt. Und wenn eine Region beweist, wie man wirtschaftlicherfolgreich sein kann, ohne Metropolezu sein, dann ist es sicher OstWestfalenLippe.Sie sind in Belgien aufgewachsen,haben in den Metropolen Brüssel undBerlin gelebt und gearbeitet. Jetztsteht ihr Schreibtisch im vergleichsweise beschaulichen Gütersloh.Ihre Aufgabe an der Spitze einesKonzerns ist eine große Herausforderung. Wie gehen Sie damit um?Ein Unternehmen wie Bertelsmann zuleiten, ist eine Herausforderung, es ist13aber auch ein Privileg. Um den Anforderungen gerecht zu werden, müssensie Verantwortung übernehmen, aktivführen, Überzeugungsarbeit leistenund Entscheidungen treffen. Ich kannmich dabei auf ein Team mit vielenausgezeichneten Kolleginnen und Kollegen stützen. Ausgleich finde ich zumBeispiel beim Lesen, bei der Musik undbeim Sport, etwa beim Laufen, Bergsteigen oder Rudern.Früher haben Sie in einer PunkBand gespielt. Bleibt für so etwasnoch Zeit?Für die Punk-Band nicht und auch dieGitarre hängt zurzeit an der Wand, ichwill sie aber reaktivieren. Die Liebe zurMusik ist ungebrochen – es gibt wohlkein Medium, das so starke Emotionenund Erinnerungen weckt.>>QUOTOR.COMYou are welcomeLUFTHANSA BILDETZum Kolosseum nach Rom, zur Oper in die Mailänder Scala oder zu Tapas und Antoni Gaudí nach Barcelona.Europas Kulturschätze ab Paderborn-Lippstadt über München mit Lufthansa entdecken. Entspannte Anreisezum Flughafen, sparen beim Parken und kurze Umsteigezeiten in München – all das wartet auf Sie!airport-pad.comRZ_LH_bildet_180x126.indd 124.02.14 16:13OWL-Das Magazin 20.2014


TitelthemAGrafik: Bertelsmann14Bertelsmann ist ein internationales Medienunternehmen, das mit den Kerngeschäften Fernsehen(RTL Group), Buch (Penguin Random House), Zeitschriften (Gruner + Jahr), Dienstleistungen (Arvato)und Druck (Be Printers) in rund 50 Ländern der Welt aktiv ist. Zum Bereich Corporate Investmentszählen die übrigen operativen Aktivitäten von Bertelsmann wie beispielsweise das Musikrechteunternehmen BMG sowie der Bereich Education.>>Die OWLer gelten als zurückhaltendund prahlen nicht gern. Wie erlebenSie diese Region?Diese Haltung gefällt mir und sie liegtmir. Das Prahlerische ist auch Bertelsmann fremd. Ich habe OstWestfalenLippe als sehr spannende und vielseitigeRegion kennengelernt.Der Wettbewerb der Regionen nimmtzu, egal ob es um die Ansiedlungvon Unternehmen oder das Anwerben von Fachkräften geht. Hat dieRegion OWL eine Chance, in diesemWettbewerb erfolgreich zu sein?Wichtige Voraussetzungen dafür sindgegeben: Es gibt in OWL viele international erfolgreiche Unternehmen, dieattraktive Arbeitsplätze und Entwicklungsmöglichkeiten bieten. Aber klarist: Der Wettbewerb um Fachkräfte wirdschärfer, die demografische Entwicklungist nicht aufzuhalten. Wir müssen inAus- und Weiterbildung investierenebenso wie in die Arbeitsfähigkeitunserer Mitarbeiter. Das ist eine riesigeAufgabe.Welche Stärken kannOWL ins Feld führen?Unsere Region hat erfolgreiche Unter-OWL-Das Magazin 20.2014nehmen, häufig seit Generationen inFamilienbesitz. Viele dieser Unternehmen sind fest in OWL verankert, aberweltweit tätig. Wir werden für dieseUnternehmen bewundert, sie geltenals das Rückgrat der deutschen Wirtschaft. Zuletzt hat dies der „Economist“anerkannt – mit dem Hinweis, dass sichdas deutsche Erfolgsmodell nicht ohneWeiteres kopieren lässt. Entscheidendist, dass Deutschland – und damit auchOWL – seine Wettbewerbsfähigkeiterhält. Dafür sind vernünftige Rahmenbedingungen erforderlich, zumBeispiel bezahlbare Energie sowie dieBereitschaft, massiv in Bildung zuinvestieren und die Infrastruktur zumodernisieren.Sehr wichtig ist zudem die Fortsetzung des erfolgreichen Modells derTarifpartnerschaft, das einen wesentlichen Beitrag zur wirtschaftlichenGesundung Deutschlands geleistethat. Deutschland ist nicht mehr derkranke Mann Europas, sondern wirsind eine Zugmaschine, die Europadringend braucht. Das müssen wiruns erhalten und dafür sind Anstrengungen der Unternehmen, aber auchder Politik erforderlich.Bertelsmanns Zentrale liegt inGütersloh. Gelingt es ausreichend,kluge Köpfe in die Region zu holen?Ohne offensives Werben um Fachkräfte,sogenanntes Employer Branding, gehtes heute nicht mehr. Das ist allerdingskein spezielles Gütersloh-Problem. Wirhaben das Thema früh erkannt und tuneiniges. Zum Beispiel unsere mehrfachausgezeichnete Kampagne „Create YourOwn Career“, verschiedene NetzwerkEvents für junge Studenten wie „TalentMeets Bertelsmann“ und natürlichMaßnahmen, die uns als Arbeitgeberattraktiver machen: ein umfangreichesSport- und Gesundheitsprogramm, Betreuungsmöglichkeiten für Kinder und– vor allem anderen – unsere ausgeprägteUnternehmenskultur. Außerdem profitieren wir natürlich von der Zugkraftunserer starken Marken.Wird das Herz von Bertelsmannweiterhin in Gütersloh schlagenoder locken die Metropolen?Wenn Sie für Bertelsmann arbeitenmöchten, dann können Sie das in Gütersloh, Berlin, New York, Barcelona,Peking und vielen weiteren Städten tun.Wir sind in rund 50 Ländern dieser Weltvertreten und wollen in den kommenden Jahren noch internationaler werden. Ich kann Ihnen jedoch versichern:Gütersloh bleibt unsere Heimat. Hierschlägt unser Herz, hier liegen unsereWurzeln. Und hier beschäftigen wir fast11.000 Mitarbeiter.n Gegründet: 1835n Aktiv in rund 50 Ländernn Umsatz im Geschäftsjahr 2013: 16,4 Mrd. Euron Mitarbeiter: 111.763 weltweitn davon in OWL: rund 10.900www.bertelsmann.de


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Quelle: FrommholzEine der traditionell starken Branchen in OWList die Möbelindustrie. Das Bild zeigt ein Sofavon Frommholz (Spenge) vor dem MuseumMarta Herford, Standort mehrere Fachverbändeder deutschen Möbel- und Küchenindustrie.OWL – Region im AufwindWie konnte OstWestfalenLippe den Sprung unter die Top-Wirtschaftszentren in Deutschland schaffen?Diese Frage beleuchtet für OstWestfalenLippe – das Magazin Prof. Dr. Werner Abelshauser.Der renommierte Wirtschaftshistoriker ist seit 1991 Professor an der Universität Bielefeld.von Werner AbelshauserOstWestfalenLippe gehört zu denam meisten unterschätzten Wirtschaftsräumen Deutschlands. Es ist inder Öffentlichkeit kaum bekannt, dassder Bezirk der Industrie- und Handelskammer Ostwestfalen zu Bielefeld undseine lippische Schwester zu Detmoldunter den 83 deutschen Kammerbezirkenim vergangenen Jahrzehnt immer in derOWL-Das Magazin 20.2014Spitzengruppe lagen, gleichgültig ob mansie an ihrer Wirtschaftskraft oder an derZahl ihrer Betriebe im verarbeitendenGewerbe misst. Aus einer alten, vorindustriellen Gewerberegion ist hier einnachindustrieller regionaler Wirtschaftsverbund aufgestiegen, der sich seitdemüber alle Krisen hinweg gut behauptet.In vielerlei Hinsicht entspricht OWLdamit der deutschen Wirtschaft alsGanze: Einer scheinbar anachronistischen Fixierung auf die verarbeitendeIndustrie stehen bemerkenswerte Erfolgeauf nationalen und internationalenProduktmärkten gegenüber. Wer dieseDynamik verstehen will, muss deshalbhier in einem für das „deutsche Modell“typischen Wirtschaftsraum beginnen.>>


Sie gestalten ZukunftWir gestalten die beste VerbindungLet’s connect.Jeden Moment hat jemand auf der Welt eine neue Idee.Wir bringen Menschen mit Ideen zusammen –für innovative Lösungen im industriellen Umfeld.Wir sind Partner der Industrial Connectivity.Unser globales Netzwerk von Produktions-, Vertriebs- und Forschungsstandortenermöglicht es Ihnen, sich mit Menschen in anderen Ländern und Kulturen zu verbinden.Als Partner im Spitzencluster Intelligente Technische Systeme OstWestfalenLippe„it’s OWL“ sind wir engagiert, anspruchsvoll und immer überzeugend.Starten Sie mit uns in die Zukunft. Ihre Bewerbung ist willkommen.Let’s connect.www.weidmueller-jobs.de


>>TitelthemASeine Besonderheiten lassen sich sobeschreiben:n Das verarbeitende Gewerbe ist aufdiversifizierte Qualitätsprodukte spezialisiert, nicht auf Massengüter. Qualitätist dabei das äußere Zeichen hoherimmaterieller, also nachindustriellerWertschöpfung.n Die Unternehmenslandschaft ist vonKlein- und Mittelbetrieben mit innovativen Eigentümer-Unternehmerngeprägt. Heute ist OstWestfalenLippeeine klassische Mittelstandsregion, inder weniger als 5 vH aller Unternehmenim produzierenden Gewerbe mehr als500 Beschäftigte aufweisen.n Angesichts der schmalen Rohstoffbasis und des regionalen Wirkungsgradesdes finanziellen Sektors war der Aufbaueiner vielseitigen Wirtschaft von derintensiven Nutzung des menschlichenVermögens abhängig. Die regionaleAusbildung und Qualifizierung beruhtauf dem dualen System mit Berufsund Fachschulen – auch wenn dieuniversitäre Ausbildung an Bedeutunggewonnen hat. Der komparative Vorteilder Region liegt in ihrem Potenzial anselbstständigen Unternehmern und gutausgebildeten Facharbeitern.n Es herrschen kooperative Arbeitsbeziehungen. Der Gegensatz zwischenKapital und Arbeit war hier schon immer schwach ausgeprägt und bot seltenAnlass zu Konflikten.Alle Bestandteile des regionalen Produktionsregimes bedingten einanderfür den wirtschaftlichen Erfolg. Diversifizierte Qualitätsproduktion setzthochqualifizierte Stammarbeiter voraus.Hohe Investitionen in das menschlicheVermögen verlangen nach langfristigenArbeitsverhältnissen. Voraussetzungfür eine langfristige unternehmerischeOWL-Das Magazin 20.2014Perspektive ist ein Kreditwesen, dasdiese spezifischen Grundlagen mit „geduldigem Kapital“ unterstützt.Komplexes, unternehmensbezogenesWissen der Arbeitnehmer lässt sichnicht allein durch Kontrolle für denBetrieb mobilisieren. Die Lösungdieses Prinzipal-Agent-Problems setztkooperative Arbeitsbeziehungen imUnternehmen voraus. Die CorporateGovernance mittelständischer Unternehmen fordert eine engere Bindungan den Produktionsprozess, weil jedeEntscheidung über Investitionen vonGewicht das Schicksal des Unternehmens besiegeln kann. Die in OWLverbreitete Fähigkeit zu wirtschaftlicher Soziabilität schafft Vertrauen,das Marktbeziehungen zu niedrigenTransaktionskosten möglich macht.Es ist das ideale Umfeld für innovationsfreudige Unternehmen, die das regionaleProduktionsprogramm mit passgenauenLösungen versorgen und darüber hinauseinen wettbewerbsfähigen und exportorientierten Spezialmaschinen- und Werkzeugmaschinenbau betreiben. Diesesregionale System der Produktion unterscheidet sich nicht wesentlich, sonderneher durch Intensität und Homogenitätvom nationalen Produktionsregime.In OstWestfalenLippe geben traditionell Familienunternehmen den Tonan. Auch solche, deren Namen nichtjeden Tag in der Zeitung stehen, dieaber in ihren Branchen zu den Bestengehören – nicht selten als HiddenChampions des Weltmarktes. Nichtnur in Krisenzeiten produzieren sie als„Agenturen der Sinnstiftung“ das immaterielle Kapital, das die Wirtschaftim Innersten zusammenhält.Und dies macht den Charakter derOWL-Unternehmer aus. Kaum einertanzt aus der Reihe, aber jeder machtkraftvoll sein Ding. Vertrauen ist hierendemisch. Eine Gegend wie ein festerHändedruck. Was hier produziert wird,hält fast immer, was es verspricht.Foto: Petra-Monika Jander18Prof. Dr.Werner Abelshauser,Jahrgang 1944, isteiner der führendendeutschen Wirtschaftshistoriker. Von 1991 bis2010 war er Professorfür Wirtschafts- undSozialgeschichte an derUniversität Bielefeld.Seit 2010 ist er dort alsForschungsprofessor fürHistorische Sozialwissenschaft tätig.


WirtschaftEinzigartiges Zentrumfür OWL-HandwerkEFoto: Handwerkskammer Ostwestfalen-Lippeinen Steinwurf vom Bielefelder Hauptbahnhof entfernt wächst ein bundesweit einmaliges Bauwerk: derCampus Handwerk, das neue Herz der HandwerkskammerOstwestfalen-Lippe zu Bielefeld. Auf 22.000 Quadratmeternfinden neben der Verwaltung ein modernes Bildungszentrumund ein neues Kompetenzzentrum für intelligente Gebäudetechnologien Platz.BERAT ERBlick in die Zukunft: So wird der neue Campus Handwerk aussehen.Der Campus Handwerk führt die derzeitigen Standorte inBielefeld, Lemgo und Gütersloh zusammen und bündeltVerwaltung und Berufsbildung unter einem Dach – eindeutschlandweit einzigartiges Konzept. „Der Neubau istzentraler Baustein der Strategie, den Bedarf an Fach- undFührungskräften im Handwerk zu decken“, erläutert Kammerpräsidentin Lena Strothmann MdB.Die Handwerkskammer Ostwestfalen-Lippe zu Bielefeldbetreut knapp 21.000 Handwerksbetriebe mit 155.000 Beschäftigten, darunter mehr als 11.000 Auszubildende. DerUmsatz des regionalen Handwerks beträgt rund 15,5 Milliarden Euro. (JS)www.campus-handwerk.dewww.hps-consulting.deOb angehende Elektrotechniker, Metallbauer, Konditorenoder Friseure – sie alle werden ab Herbst 2015 unter optimalen Bedingungen lernen können. Auf sieben Ebenenentstehen für 63,4 Millionen Euro moderne Lehrwerkstätten, Seminarräume und Zimmer für Übernachtungsgäste. FürEnergieeffizienz sorgen eine Be- und Entlüftungsanlage undein Blockheizkraftwerk.SteuerberatungWirtschaftsprüfungRechtsberatungUnternehmensberatungHerford Lage Löhne Bad OeynhausenTelefon: 0 52 21/10 53-0info@hps-consulting.dewww.hps-consulting.de3OWL-Das Magazin 20.2014


BranchenporträtFoto: Claas20OWL-Das Magazin 20.2014


Branchenporträt21Ohne Software geht fast nichts mehr. Sie ist unverzichtbar für Innovationen, egal ob im Maschinenund Anlagenbau, im Finanzwesen oder im Haushalt. OstWestfalenLippe ist ein Schwerpunkt derSchlüsselbranche IT – mit erfolgreichen Unternehmen und starker Forschung.Software made in OWLbringt die Dingeins RollenVON Gerald ScheffelsWer erfahren möchte, welcheBedeutung die Software fürdas tägliche Leben hat, kann das imSelbstversuch „Ein Tag ohne Software“ausprobieren. Auf den morgendlichenCappuccino aus dem Vollautomatenwird die Testperson als Erstes verzichtenmüssen. Das Auto bleibt stehen, dennohne Software würde schon der Klick,der die Fahrertür entriegelt, ins Leerelaufen.Auch die Alternative E-Bike kommtnicht richtig ins Rollen, denn dort sorgtSoftware im Steuergerät für die richtigeZusammenarbeit von Pedal- und Motorkraft. Einkaufen ist nahezu unmöglich.Und ohne Software rührt sich im Büround in der Fertigung nur noch wenig.Selbst der Claas-Mähdrescher auf demGetreidefeld kann ohne Software nichtrichtig arbeiten.Hightech in der Ernte: Der LandmaschinenSpezialist Claas aus Harsewinkel (KreisGütersloh) sorgt mit spezieller Software dafür,dass Erntefahrzeuge präzise gesteuert werdenkönnen. Das steigert die Effizienz und spartRessourcen ein.Dieses Gedankenspiel zeigt: Softwareist heute allgegenwärtig. Das gilt nichtnur für unser tägliches Leben, sondernauch für Forschung und Wirtschaft. UndTechnologie aus OstWestfalenLippebringt an vielen Stellen die Dinge insRollen – zum Beispiel in Produktionsanlagen aller Art.Weltweit führende SpezialistenDie Industrial IT der Region hat großeBedeutung für die Fabrik der Zukunft.Schließlich sind in OWL weltweitführende AutomatisierungstechnikSpezialisten wie Beckhoff, Harting,Phoenix Contact, Wago und Weidmüller zu Hause, die zum Teil mehrere Hundert Softwareentwickler beschäftigen.dSpace ist mit IT für die Industrie weltweit erfolgreich. Das Paderborner Unternehmen entwickelt hochkomplexeSoftware, mit deren Hilfe zum Beispieldie Entwicklung von Autos beschleunigtwird. Rapid Control Prototyping undHardware-in-the-Loop-Simulation sindVerfahren, die das Testen von mechatronischen Regelungssystemen erleichtern. So können Autos, Flugzeuge undMaschinen schneller auf den Marktgebracht werden – angesichts immerkürzerer Produktzyklen ein enormerVorteil. Nicht nur die 1.200 Mitarbeitervon dSpace stehen für Software made inPaderborn. Auch die Forschung ist inPaderborn bestens ausgebaut – und siebekam im Herbst 2013 noch Zuwachs.Im neuen Software Innovation Campus arbeitet die Universität Paderborngemeinsam mit zehn Unternehmen– darunter auch dSpace – und derFraunhofer-Projektgruppe Entwurfstechnik Mechatronik an Softwaresystemen der Zukunft. Im Jahr 2020 sollder Forschungscampus mit der überauspassenden Adresse Zukunftsmeile 1 bereits 200 Mitarbeiter beschäftigen.Damit festigt Paderborn seine Positionals IT-Standort Nummer eins in Nordrhein-Westfalen. Nirgendwo im größtendeutschen Bundesland ist der Beschäftigungsanteil der IT-Branche so hoch. DenGrundstein für diese Erfolgsgeschichtelegte Heinz Nixdorf, der 1952 den erstenRöhrencomputer baute und sich 1959 inseiner Heimatstadt selbstständig machte.1957 stellte Nixdorf auf der HannoverMesse den weltweit ersten Tischcomputervor – made in Paderborn.OWL-Das Magazin 20.2014>>


22BranchenporträtFoto: dSpaceSoftware für Simulationen: Damit ist dasPaderborner Unternehmen dSpace erfolgreich.1972 beschäftigte die Nixdorf ComputerAG mehr als 10.000 Mitarbeiter. In dieser Zeit erschloss das Unternehmen denMarkt für elektronische Kassensysteme,der heute mit der Wincor Nixdorf AG inPaderborn präsent ist. Diese beschäftigtweltweit mehr als 9.000 Mitarbeiter undgehört zu den international führendenHerstellern von IT-Lösungen für Bankenund Einzelhandel.SAP-Spezialist: die Firmenzentrale der itelligence AG in Bielefeld.Neben diesen Global Playern gibt es inOWL zahlreiche kleinere Spezialisten,die sich in der Industrial IT zu Hausefühlen und sehr erfolgreich sind. EinBeispiel ist die symmedia GmbH inBielefeld. Führende Maschinenbauerbetreuen die Maschinen ihrer Kundenweltweit mit symmedia-Software undentwickeln innovative Servicekonzepte, die auf dem „Internet der Maschinen“ beruhen.Geschäftsführer Peter Barkowsky erklärtdie Vorteile so: „Maschinen überall aufder Welt erzählen dem Hersteller haarklein, wie ihr aktueller Servicezustandaussieht: Wann steht die nächste Wartung an, welche Fehlermeldungen tretenauf, gibt es Hinweise auf Verschleiß oderBedienungsfehler? Einige Maschinensind sogar schon in der Lage, einenvirtuellen Einkaufszettel zu schreibenund ihre Teilebestellung direkt an denFoto: itelligence>>Was hat Bünde mit dem FBI zu tun?Woher kommt die Software, mit der das amerikanische FBI beschlagnahmteComputer und Smartphones von Verdächtigen ausliest? Aus dem Silicon Valley, aus Chicago oder New York? Nein, aus Bünde im Kreis Herford. Dort hatdie X-Ways Software Technology AG ihren Sitz, die sich auf die Entwicklungvon forensischer Software konzentriert. Polizeibehörden weltweit setzen dieseSoftware ein, um elektronische Beweismittel zu sichern und auszuwerten.Firmengründer Stefan Fleischmann ist ein international gefragter Experte fürdie kriminaltechnische Untersuchung von Computern.OWL-Das Magazin 20.2014Hersteller zu schicken.“ Kein Wunder,dass Symmedia-Software in mehr als 80Ländern arbeitet.Kommunikation zwischenMensch und RoboterNicht nur in Paderborn, auch andernorts in OWL wird intensiv geforscht.Im Bielefelder Forschungsinstitut fürKognition und Robotik (CoR-Lab)und dem Exzellenzcluster KognitiveInteraktionstechnologie (CITEC)arbeiten Wissenschaftler aus verschiedenen Fakultäten unter andereman Modellen für die Interaktion vonMensch und Roboter. Der exzellenteRuf der Bielefelder Forscher und ihresinterdisziplinären Ansatzes zeigt sichauch darin, dass die Stadt im März 2014Veranstaltungsort der weltweit führenden Mensch-Roboter-Konferenz war.Ein weiteres Beispiel für praxisnaheForschung an industrieller IT undSoftware ist die Modellfabrik Lemgo.Hier erproben und demonstrieren dasInstitut für industrielle Informations->>


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24BranchenporträteBusiness-Lotse OWL: Anlaufstelle für Unternehmen>>„Wie können IT-Lösungen helfen, meinUnternehmen wettbewerbsfähiger zumachen?“ Wer sich diese Frage stellt,ist beim eBusiness-Lotsen OWL gut aufgehoben. Er dient als Anlaufstelle undWissensvermittler, stellt Informationsmaterialien in Form von Leitfäden undChecklisten zur Verfügung, organisiertein vielfältiges Veranstaltungsangebotund bietet persönliche Informationsgespräche an. Dieses Angebot richtetsich an alle Unternehmen in OWL.Es wird umgesetzt von InnoZent OWLe.V. sowie dem s-lab – Software QualityLab der Universität Paderborn inKooperation mit den Industrie- undHandelskammern Ostwestfalen undLippe sowie der HandwerkskammerOstwestfalen-Lippe.technik der Hochschule OWL unddas Fraunhofer-AnwendungszentrumIndustrial Automation die Integrationvon geeigneten Informations- undKommunikationstechnologien in Produktionssysteme: eine denkende Fabriksozusagen. Selbstverständlich sind auchdie Projekte des Hightech-Spitzenclusters it´s OWL stark softwaregetrieben(siehe Seite 26).Zum führenden SAP-Systemhaus hatsich die itelligence AG entwickelt. DasBielefelder Unternehmen beschäftigtmehr als 3.000 Mitarbeiter in 22 Ländern. Beide itelligence-Vorstände habenübrigens an der Universität Paderbornstudiert.Spezialisten für Branchenund NischenlösungenSoftware aus OWL spielt nicht nurfür die Produktion der Zukunft einezentrale Rolle, sondern auch in Betriebswirtschaft und Finanzbranche. Soentwickelt Diamant Software seit fast35 Jahren Programme für Rechnungswesen und Controlling. Die Bielefeldergehörten von Beginn an zu den Technologieführern in diesem anspruchsvollenBereich – ein Beispiel für die HiddenChampions in OWL.Neben den Großen wie itelligencetummeln sich zahlreiche kleinereSoftware-Spezialisten in OWL. ZweiBeispiele: Die HJP Consulting GmbHin Borchen – ebenfalls ein Partner desSoftware Innovation Campus Paderborn– entwickelt komplexe Lösungen fürelektronische Reisepässe und ist dabeiso international aufgestellt, dass sieauf eine deutsche Fassung ihrer Homepage verzichtet. Resolto Informatik inHerford entwickelt unter anderemWissensmanagement-Systeme, die ingroßen Unternehmen wie dem Energiekonzern E.ON zum Einsatz kommen.Die genannten Beispiele zeigen, wiewichtig gerade in der IT-Branche derTransfer zwischen Wissenschaft undAnwendung ist. Und: Die IT-Welt istextrem arbeitsteilig. Deshalb gehört eszu den Erfolgsfaktoren, dass in OWLdie gesamte Prozesskette präsent ist– einschließlich der vielen mittelständischen Spezialisten, die Branchen- undNischenlösungen entwickeln.Remote Services ist eine gefragte neue Dienstleistung derIndustrial IT. Die SymmediaGmbH in Bielefeld hatsich auf dieses Wachstumsfeld spezialisiert undarbeitet dabei mit weltweitführenden Maschinenbauunternehmen zusammen.OWL-Das Magazin 20.2014www.ebusinesslotse-owl.deGanz entscheidend für den Erfolgeiner Region in der IT-Welt ist dieVernetzung der Unternehmen sowohluntereinander als auch mit Wissenschaft und Forschung. Hier ist OWLvorbildlich – mit Brancheninitiativenund Netzwerken wie InnoZent OWL,Bikonet, Paderborn ist Informatik,ITMW und dem „Meta-Netzwerk“ ITDialog OWL. Und ganz besonders mitdem Technologienetzwerk it’s OWL, dasauch der IT-Branche der Region neuePerspektiven eröffnet.Um die Spitzenposition zu sichern,brauchen die OWL-Unternehmen vielekluge Köpfe. Darum investiert die Regionauch in die Nachwuchsförderung. Sobieten die Hochschulen Studiengänge wieetwa das internationale MasterstudiumInformation Technology in Lemgo. NeueSoftware-Spezialisten wachsen heran undsorgen auch zukünftig dafür, dass Hightechaus OWL die Dinge ins Rollen bringt.


WWW.HANDWERK-OWL.DEWWW.HANDWERK-OWL.DEDie Zukunftwird rechtzeitigfertig.


26Technologieit´s OWL: Automatisierungsspezialisten gestalten die Fabrik der ZukunftSo kommt dieIntelligenzin die MaschineVon Gerald ScheffelsIm Projekt „FlexiMon“ arbeiten Hartingund das CoR-Lab an automatisiertenProduktionsmodulen, die sich ohne Programmieraufwand flexibel an veränderteAnforderungen anpassen lassen.OWL-Das Magazin 20.2014


TechnologieKonkurrenz nicht nur aus Fernost,immer anspruchsvollere Kunden,kürzere Produktlebenszyklen, komplexere Produkte und kleinere Stückzahlen:Das sind einige von vielen Faktoren, diees den produzierenden Unternehmennicht leicht machen, sich zu behaupten.Das gilt nicht nur für OWL, sondernfür ganz Europa. Experten sind sicheinig: Wer angesichts dieser Situationim verschärften Wettbewerb bestehenwill, muss bereit sein, neue Wege in derProduktion zu gehen.Wie werden diese Wege aussehen? InOstWestfalenLippe gibt es viele Unternehmen, die sich dazu Gedankenmachen. Im Spitzencluster „IntelligenteTechnische Systeme – it´s OWL“ arbeiten sie an den Produktionstechnikenvon morgen. 174 Unternehmen, Forschungseinrichtungen und Organisationen sind beteiligt. Sie investierenrund 60 Millionen Euro und erhaltenzusätzlich Fördermittel von 40 Millionen Euro. Damit treiben sie eineEntwicklung voran, die unter demStichwort Industrie 4.0 zurzeit intensivdiskutiert wird. Gemeint ist die nächste,die vierte industrielle Revolution.wir 46 Projekte um, in denen konkreteBausteine für Industrie 4.0 entwickeltwerden. Und mit einem neuen Transferkonzept bringen wir diese Lösungenauch in die kleinen und mittelständischen Unternehmen. Dieser Ansatzist in Deutschland einzigartig.“Ziel: intelligente Produktionssysteme entwickelnHarting: flexible AutomationOWL ist hier ganz vorn dabei. Dr. Roman Dumitrescu, Geschäftsführer derit´s OWL Clustermanagement GmbH:„Weltmarkt- und Technologieführerin der Fabrikausrüstung und in derProduktion arbeiten hier eng zusammenmit den Forschungseinrichtungen derRegion. Auf der Grundlage eines innovativen Technologiekonzeptes setzenMit ihren Projekten verfolgen die Unternehmen ein klares Ziel: Sie wollendie Wettbewerbsfähigkeit der einheimischen Industrie stärken – und dasdauerhaft. Das klingt zunächst abstrakt.Sechs Beispiele zeigen konkret, wiesich globale Marktführer der Automatisierungstechnik aus OWL engagieren.Gerade im Hochlohnland Deutschlandist die automatisierte Produktion einMuss. Aber die Nachfrage der Kundennach individualisierten Produktenin kleinen Mengen steigt. Deshalbbrauchen viele Unternehmen eineAutomation, die Flexibilität zulässt.Das ist kein Widerspruch. Gemeinsammit Wissenschaftlern vom CoR-Labder Universität Bielefeld entwickeltHarting (Espelkamp) im it´s OWL->>Foto: HartingIm Spitzencluster „IntelligenteTechnische Systeme – it´s OWL“arbeiten Weltmarktführer derAutomatisierungstechnik ausOstWestfalenLippe an der Fabrikvon morgen. Ziel ist es, mehrIntelligenz in die Maschinen zubringen. So wird die industrielleProduktion flexibler, effizienterund nachhaltiger.27


SpitzenclusterFoto: Beckhoff AutomationFoto: Wago28Automatisierungslösungen von Beckhoffwerden auch in der Möbelproduktioneingesetzt, zum Beispiel beim größtendeutschen Küchenhersteller Nobilia.Eine für alles: Wago entwickeltKomponenten für verschiedeneStandards.Hightech-Produktion: Eine selbstoptimierende Fertigungsanlageist das Ziel von Weidmüller.nicht nur Verschleiß erkennen, sondernauch Emissionen reduzieren, ihrenEnergieverbrauch optimieren und Produktionsfehler vermeiden. Auf dieseWeise kann der Anwender Ausschussund Durchlaufzeiten senken und dieLebensdauer der Werkzeuge sowie dieNachhaltigkeit der Anlagen steigern.Foto: WeidmüllerPhoenix Contact: Die Produktionwird anpassungsfähig>>Projekt „FlexiMon“ intelligente Automatisierungslösungen für die Montage,mit denen unterschiedliche Produktehergestellt werden können, ohne dasseine aufwendige manuelle Umstellungerforderlich wird.Beckhoff: auf dem Wegzur intelligenten MaschineDazu werden Verfahren der Mensch-Maschine-Interaktion und des maschinellenLernens in die Automatisierungstechnikintegriert. Erste Ergebnisse sind schonvorzeigbar: Auf der Hannover Messe2014 stellt Harting drei autonome Fertigungsmodule für die Prozesse Schrauben,Prägen und Prüfen vor, die sich flexibel andie jeweilige Aufgabenstellung anpassenkönnen – ohne dass jemand die Steuerung der Module neu programmierenmüsste. Zudem werden die Nutzer derAnlage so in die Bedienung eingebunden,Normale Maschinen sind dumm. Sieerkennen nicht, wenn ihre Werkzeugeverschleißen oder wenn Produktionsfehler gemacht werden. Das Projekt,an dem Beckhoff (Verl) gemeinsammit dem Heinz Nixdorf Institut derUniversität Paderborn und Partnernaus der Möbelfertigung arbeitet, hatdie Entwicklung von „schlauen“ Automationslösungen zum Ziel. Unterdem Stichwort Scientific AutomationPlatform entstehen Maschinen undAnlagen, die sich kontinuierlich selbstoptimieren. Diese Anlagen werdenOWL-Das Magazin 20.2014dass ihr Wissen und ihre Anforderungendurch maschinelle Lernfunktionen mitberücksichtigt werden können.Maschinen und Anlagen müssen schneller konstruiert, häufiger angepasst undvorausschauend entwickelt werden.Heute können die von den Anwenderngewünschten flexiblen Maschinen nurin dem Umfang an neue Anforderungenangepasst werden, der zum Entwurfszeitpunkt der Maschine festgelegt wurde.Phoenix Contact (Blomberg) arbeitetmit dem Institut für industrielle Informationstechnik (InIT) in Lemgo anintelligenten Komponenten der Automatisierungstechnik, die sich und dieMaschine selbst optimieren können. Dasheißt ganz einfach gesagt: Die Maschinewird auch Komponenten fertigen können, an die man bei ihrer Entwicklungnoch gar nicht gedacht hat. Das erhöhtdie Flexibilität und senkt auch Kosten,weil die Maschinen und Anlagen nichtzum alten Eisen gehören, wenn ein Produkt nicht mehr hergestellt wird.Wago: universelle Komponentenfür alle StandardsAutomatisierungskomponenten inMaschinen und Anlagen kommunizieren ähnlich wie Computer überNetzwerke. Hier hat sich eine Vielzahlvon Standards etabliert, die auf unterschiedliche Anforderungen des Infor->>


Q-MEDIA: PERFEKTE OPTIK,VERSTECKTE TECHNIK,GEWALTIGER KLANG.in Kooperation mitMEHR DAZU IN UNSEREMAKTUELLEN KINOSPOT:


30TECHNOLOGIEKünftige Maschinengenerationen werden Produkte fertigen, die bei ihrerEntwicklung noch gar nicht bekannt sind. Daran arbeitet Phoenix Contactgemeinsam mit Partnerfirmen aus OWL.Lenze: energieeffizienteIntralogistik made in OWLmationsaustauschs ausgerichtet sind.Das erhöht den Entwicklungsaufwandund erschwert oft auch den Umbauoder die Anpassung von Anlagen anneue Anforderungen. Dem ein Endezu setzen, hat sich Wago (Minden)gemeinsam mit zwei Projektpartnernvorgenommen: dem AnlagenbauerBison.tec und dem Fraunhofer InstitutIOSB-INA in Lemgo. Im Rahmen desProjektes werden intelligente Automatisierungskomponenten entwickelt,die für verschiedene Netzwerkstandardseinsetzbar sind und sich selbstständig andie Produktionsbedingungen anpassen.Weidmüller: selbstoptimierendeUmformprozesseWie kann man bei der automatisiertenProduktion von kleinen Teilen – zumBeispiel von Beschlägen und Scharnieren für die Möbelindustrie – einehohe Qualität und Genauigkeit gewährleisten? Das ist die Aufgabe desProjektes von Weidmüller (Detmold)gemeinsam mit dem CITEC in Bielefeld,OWL-Das Magazin 20.2014Der wachsende Internethandel hatunter anderem zur Folge, dass es immermehr hoch automatisierte Warenlagermit vollautomatischen Lager- und Verteilsystemen gibt. Hier sind Hunderte,oft auch Tausende von Antrieben imEinsatz. Deren Energieverbrauch wirdbislang von den Unternehmen kaumbetrachtet, obwohl hier großes Optimierungspotenzial besteht. Nicht nurdie Betriebskostenrechnung, sondernauch die Umwelt profitiert, wenn Antriebsenergie gespart wird.Ziel des it´s OWL-Projekts von Lenze(Aerzen) ist die Entwicklung einesintelligenten Baukastensystems füreffiziente Antriebslösungen, das fürjeden Prozessschritt im Warenlager die optimale Lösungbereitstellt. Prof. Dr.Holger Borcher-ding, fachlicher Leiter des BereichsInnovation bei Lenze: „Wir investierenin dieses Projekt drei Millionen Euro undarbeiten mit namhaften Herstellern desMaschinenbaus und der Automationsowie mit Hochschulen und Forschungseinrichtungen der Region zusammen.Damit leisten wir einen Beitrag, umden Technologiestandort OWL mitintelligenten technischen Systemenvoranzubringen.“Die Welt der Industrieautomationschaut auf OWLDas sind nur sechs von insgesamt 46Projekten und jedes einzelne wirdder automatisierten Produktion neueImpulse geben. Deshalb schauen nichtnur die deutschen Automationsexperten, sondern Spezialisten weltweit aufOstWestfalenLippe. Mit ihrem dichtenBesatz an Weltmarktführern der Automatisierungstechnik, leistungsfähigenMaschinenbauern und Produktionsunternehmen sowie Universitäten undInstituten bringt die Region besteVoraussetzungen mit, der nächstenindustriellen Revolution wichtige Impulse zu geben. www.its-owl.deDurch intelligente Antriebs- und Steuerungstechnik sorgt das it´s OWL-Projekt von Lenze fürenergieeffiziente Intralogistik.Foto: LenzeFoto: Phoenix Contactder Universität Paderborn und demMöbelbeschläge-Hersteller Hettich(Kirchlengern) als Anwender. Zieldes Projektes ist die Entwicklung vonUmformanlagen, die z.B. beim Stanzenund Biegen Abweichungen im Fertigungsprozess und in den Werkstoffeneigenständig erkennen und sich dannselbst korrigieren. Auf diese Weisewerden nicht nur die Produktivität derMaschinen und die Produktqualitätverbessert. Der Anwender kann auchdie Einricht- und Rüstzeiten minimierenund somit wirtschaftlicher fertigen.


Fotografie: Jim RaketeBertelsmann ist ein internationales Medienunternehmen, das mitden Geschäftsfeldern Fernsehen (RTL Group), Buch (Penguin RandomHouse), Zeitschriften (Gruner + Jahr), Dienstleistungen (Arvato) undDruck (Be Printers) in über 50 Ländern der Welt aktiv ist. Mit mehrals 100.000 Mitarbeitern steht das Unternehmen für Kreativität undUnternehmergeist. Mit dieser Kombination schaffen wir erstklassigeMedien- und Kommunikationsangebote, die Menschen auf derganzen Welt begeistern und Kunden innovative Lösungen bieten.www.bertelsmann.de


32WissenschaftKulturpreis für Fotografie-ExpertenDGPh würdigt die Arbeit von Gottfried JägerFoto: Franziska RentzschDAusgezeichnet: Prof. Dr. Gottfried Jägervor einer eigenen Fotoarbeit mit dem TitelLochblendenstruktur (1967).ie Deutsche Gesellschaft für Photographie (DGPh) ehrt den BielefelderKünstler und Wissenschaftler Prof. Dr. Gottfried Jäger mit dem Kulturpreis2014. Jäger hat seit den 1970er-Jahren wichtige Impulse für die Fotografie gegebenund maßgeblich die „Bielefelder Schule der Fotographie“ begründet. Der Künstler,Vermittler, Kurator, Wissenschaftler und Ideengeber hat auch die Ausrichtung desStudiums der Fotografie an der Fachhochschule Bielefeld geprägt, wo er von 1972bis 2002 als Professor für Fotografie mit dem Lehrgebiet künstlerische Grundlagender Photografie, Photografik und Generative Bildsysteme tätig war. Über seineEmeritierung hinaus blieb Professor Jäger bis 2004 Sprecher des Forschungs- undEntwicklungsschwerpunktes Fotografie und Medien an der FH. 2011 promovierteer an der Universität Bielefeld. Der Kulturpreis wird seit 1959 vergeben und ehrtbedeutende Leistungen in der Fotografie. (VH) www.dgph.deHochschule OWL und Kreis Höxter beteiligen sich an einzigartigem ProjektDie Kreise Höxter und Holzmindenliegen in verschiedenen Bundesländern. Doch sie haben gemeinsameFragen: Welche Folgen hat der demografische Wandel? Wie kann man daraufreagieren? Antworten soll ein bundesweit einmaliges, länderübergreifendesProjekt liefern: das ZukunftszentrumHolzminden-Höxter. Die HochschuleOstwestfalen-Lippe und die niedersächsische Hochschule für angewandteWissenschaft und Kunst bauen das Zentrum gemeinsam auf und bündeln ihreunterschiedlichen wissenschaftlichenKompetenzen. Kreise, Städte und unternehmen der Nachbarregionen habenfür die nächsten fünf Jahre 660.000 EuroFördermittel zusammengetragen.Themen, die sich aus dem demografischenWandel ergeben, sind zum BeispielFachkräftesicherung, Studienangeboteund Familienfreundlichkeit, aber auchdie Verbesserung des öffentlichen Nahverkehrs. Das Zentrum soll auf diesenFeldern neue Konzepte entwickeln. (JS)www.hs-owl.deFoto: Florian Aue/HS für angewandte Wissenschaft und KunstAntworten auf zentrale Zukunftsfragen findenStartschuss für das Zukunftszentrum: Repräsentantender beiden Hochschulen sowie der beteiligten Städteund Kreise eröffnen die neue Einrichtung.NRW-Innovationspreis an Wilhelm Heitmeyer verliehenKonfliktforscher für Lebenswerk ausgezeichnetordrhein-Westfalen ehrt Prof. Dr.Wilhelm Heitmeyer. Der langjährige Leiter des renommierten Institutsfür interdisziplinäre Konflikt- und Gewaltforschung (IKG) an der UniversitätBielefeld erhält für sein Lebenswerk denInnovationspreis des Landes.Heitmeyer, geboren 1945, gründete dasInstitut 1996 und machte es zu einerinternational führenden InstitutionOWL-Das Magazin 20.2014der Konfliktforschung. Die Forschungsschwerpunkte des Wissenschaftlersliegen in den Bereichen Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit, Gewalt,Rechtsextremismus und Sozialisation.Heitmeyer hat die Leitung des Instituts2013 an Prof. Dr. Andreas Zick übergeben. Er ist weiterhin als Senior ResearchProfessor in Bielefeld tätig.www.uni-bielefeld/ikgFoto: Uni BielefeldN


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34KULTURViele Köche verderben den Brei. Diese Binsenweisheitgilt jedenfalls nicht für die OWL-Kulturszene – im Gegenteil.Seit 2011 bürgen gleich fünf Köche für kulturellen Hochgenuss. Die Biennale land.schafft.kultur ist auf dembesten Weg zum Sterneruhm.Von Stefan Brams


KULTURDseseid–Maletmin DoldtpezerreustlsuüKneseGueN öchstehrfüWie OL-Bielennagehtienn diäcRuhstendeOWL-Das Magazin 20.2014Foto: Horst KrückemeierAußergewöhnliches Event: Der „Wald der Liebenden.35


36KULTURSchauplatz: Das Konzerthaus der Hochschule für Musik in Detmold gehörtzu den Veranstaltungsorten der diesjährigen OWL-Biennale.Foto: Horst KrückemeierMusik zur Nacht: Studierende der Hochschule für Musik Detmold spielenwährend der 1. OWL Biennale in der Kapelle von Schloss Rheda.Fünf feine Adressen stehen hinterdem erstklassigen Kulturmenü, dasin diesem Jahr zum zweiten Mal serviertwird: das Theater Bielefeld samt seiner„Philharmoniker“, das Landestheater unddie Hochschule für Musik in Detmold,das Theater Paderborn und die Nordwestdeutsche Philharmonie aus Herford. Siezaubern alle zwei Jahre kulturelle Hochgenüsse aus der Region für die Region aufdie Bühne. Eine starke Komposition, diebereits weit über die Grenzen OstWestfalenLippes hinaus wirkt.Nun wird das regionale Gemeinschaftsprojekt vom 27. bis 31. Mai zumzweiten Mal über die Bühne gehen.Schauplatz ist in diesem Jahr Detmold.Die Biennale steht unter dem Motto„Mein Herz ist grün von Wald“ – einZitat aus dem Werk von ChristianFriedrich Grabbe.Es waren drei Theaterbegeisterte, diedie Biennale land.schafft.kultur imJahr 2011 mit einem Prolog ins Lebenriefen. Von Anfang an trieb die Vorsitzende der Theater- und KonzertfreundeBielefeld, Christiane Pfitzner, denUnternehmer Dr. Wolfgang Böllhoffund den Wirtschaftsprüfer Dr. UlrichGreiffenhagen ein gemeinsames An-OWL-Das Magazin 20.2014liegen um: das kulturelle PotenzialOstWestfalenLippes alle zwei Jahrekonzentriert sichtbar zu machen unddazu die großen kulturellen Akteure derRegion zusammenzubringen.Christiane Pfitzner, die den dazu gegründeten Verein OWL Biennale leitet,schwebte ein Dreiklang vor: „Ansprechende Kultur in schöner Umgebung,unterstützt von der heimischen Wirtschaft.“ Und sie betonte: „Wir wollen sodazu beitragen, dass OWL in NRW nochstärker wahrgenommen wird. Deshalbwollen wir die regionalen Möglichkeitenmit der Biennale kompakt und konzentriert vorstellen.“Dr. Wolfgang Böllhoff, der ebenfallsdem Vorstand angehört, möchte mitder Biennale zeigen, dass die kulturellen Institutionen in OWL „nicht nurWettbewerber“ sind, sondern auch „gutzusammenarbeiten“ können. Und nichtzuletzt auch eine für den Arbeitsmarktinteressante Attraktion darstellen. Vorstandskollege Dr. Ulrich Greiffenhagenwar sich bei der Gründung sicher, dassdie Biennale zeigen wird, „dass OWLeine kulturell starke Region ist.“Mit einem Prolog testeten die Akteureim Jahr 2011 die Akzeptanz ihrer Idee.2.500 Zuschauer verfolgten auf SchlossRheda das Programm, zu dessen Höhepunkten sicherlich die Licht- undKlanginszenierung „Der Traum vonAkkon“ zu zählen ist. Besonders beeindruckend war aber auch, dass das Festivalspartenübergreifend angelegt war undKultur für jedermann bot.Ein Jahr später folgte die erste Biennale.4.000 Besucher ließen sich am gleichenOrt begeistern von einem acht Veranstaltungen umfassenden Programm,das klassische Konzerte ebenso bietetwie musikalisch-literarische Inszenierungen, Schauspiel, Tanztheater undTheater für junge Menschen. Leisesund Lautes, Großes und Kleines fandenebenso zusammen wie die fünf großenkulturellen Einrichtungen der Region.Die gelungene erste Auflage offenbarteüberaus deutlich das große künstlerischePotenzial der Region. Gastgeber Erbprinz Maximilian zu Bentheim-Tecklenburg sprach zu Recht von einem Projekt, >>


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„das auch die Schönheitund Vorzüglichkeit von OstWestfalenLippe dargestellt hat.“Foto: Horst KrückemeierFoto: Horst KrückemeierEin Auftakt nach Maß, dem im MaiAuflage zwei folgt – in Detmold. Dennauch das zeichnet die Biennale aus: Siewandert durch die Region, „um so dieBiennale als Kulturveranstaltung vonüberregionaler Bedeutung langfristigzu etablieren“, wie Pfitzner das Zielumreißt. Dies sei Reiz und Herausforderung zugleich, da damit immer auchkünstlerische Leitung und das Organisationsteam wechseln, verschiedeneHandschriften sichtbar werden undfür eine zusätzliche Attraktion sorgen.Dreiklang: Auf der Waldbühne am Hermannsdenkmal spielendas Orchester des Landestheaters Detmold, die BielefelderPhilharmoniker und die Nordwestdeutsche Philharmonie Herford.Musikalischer Alpentransfer: Die Bielefelder Philharmoniker,dirigiert von Alexander Kalajdzic, eröffnen die 1. OWL-Biennale.Spektakuläre Inszenierung: „Der Traum von Akkon“ führtedie Künstler im Boot auf die Gräfte des Schlosses Rheda.OWL-Das Magazin 20.2014Der Wald als MythenraumKünstlerische Leiter sind in diesem JahrLandestheater-Intendant Kay Metzgerund Musikhochschul-Rektor Prof.Martin Christian Vogel. Im Zentrumder Biennale „Mein Herz ist grün vonWald“ steht der Mythenraum Wald.Berühmte „Natur-Kunstwerke“ sollenneu entdeckt werden. Bislang unbekannte künstlerische Pfade sollen mitfaszinierenden Ausdrucksformen neuerschlossen werden.musik von Schumann, Mendelssohn undMessiaen, eine poetisch-musikalischeWanderung zur Falkenburg sowie Mitmachaktionen für Kinder.Das Abschlusskonzert, in dem die BigBand der Hochschule für Musik unteranderem eine Bearbeitung der „Peer GyntSuite“ durch Duke Ellington präsentiert,wird von Thomas Quasthoff mit Textenangereichert, der an die Stelle seinesfrüheren Wirkens zurückkehren wird.Armin Prinz zur Lippe beschwört den„Genius Loci“ Detmolds, der im Theaterund der Musik begründet sei und dieResidenz der lippischen Fürsten zumgeeigneten Schauplatz für das wanderndeFestival mache.450.000 Euro fließen in das Festival.Finanziert wird es durch Eigenleistungender beteiligten Einrichtungen, Einnahmeerlöse sowie mithilfe öffentlicher undprivater Unterstützung. Unternehmender Region steuern fast die Hälfte desBudgets bei – auch das ein Kennzeichender OWL-Biennale: Sie bringt Wirtschaft und Kultur zusammen.Eines dürfte bereits vor dem Start derzweiten Biennale sicher sein. Von diesem sparten- und städteübergreifendenProjekt geht ein starkes Signal aus, dasda heißt: Wenn OWL seine künstlerischen Potenziale bündelt, die kulturellen Einrichtungen den jeweils eigenen,gut bestellten Garten verlassen, um aufneuen Pfaden den Kulturgarten OWLgemeinsam zu bestellen, dann wirddieser sicher schon bald weit über dieRegion hinausstrahlen.Ein Höhepunkt wird dieses Mal sicherlichdie Uraufführung des Werkes „Das Narrenschiff“ von Heinrich Unterhofer sein.Christian Vogel verspricht: „Das wird einmultimediales Spektakel, das sich ausKlängen, Bildern und Emotionen speist.“Zudem werden auf der Waldbühne amHermannsdenkmal sinfonische Werkeerklingen, die sich – so Metzger – auf denAspekt der Natur beziehen: „BeethovensSechste, Bruckners Vierte und MahlersErste – gespielt vom SymphonischenibtOrchester des Landestheaters Detmold,le g teraneaenden Bielefelder Philharmonikern-Bi en: Th ld,LoOW tioneetmund der NWD – werden dorteite nstitu sik D utschwzeuIedizu hören sein.“ Unteresttenrdür M.n fü eteilig hule f Nordw rbornethalb des Hermannsre,ddKa llen b ochsclammatmoer P rograwird es eine musikaPbei feld, H er De Theattleatamlische Lesung geben,Bie esthe ie und nen sdniodie sich auf den ErstenLan armo rmat unterohfltdeinWeltkrieg beziehen wird.Ph ere Irneur.nte ftkultitIeW es imAußerdem im Programmafschtbdingasind ein Ballett zu Orgelw.lww


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40PANORAMA35 Jahre IHC Industrie- und Handelsclub Ostwestfalen-LippeBedeutendes Forum feiert GeburtstagEin bedeutendes Forum für Diskussion, Austausch und Ausgleich feiertGeburtstag: Der IHC Industrie- undHandelsclub Ostwestfalen-Lippe wird35 Jahre alt. Mit seinen rund 835 Mitgliedern gehört der IHC zu den größtenund erfolgreichsten Clubs seiner Art inganz Deutschland.wirtschaft, Internationalität und Toleranz ein. So begreift sich der IHC alsKraft des politischen und gesellschaftlichen Ausgleichs.Im Club haben sich Unternehmeraus Industrie, Handel und Dienstleistung, Führungskräfte aus Wirtschaft,Wissenschaft, Politik und Verwaltungsowie Angehörige freier Berufe zusammengeschlossen. Sie setzen sich für dieWeiterentwicklung der sozialen Markt-Fotos: IHC Industrie- und Handelsclub OWLMit rund 40 Veranstaltungen im Jahrsetzt der Club viele Akzente. Die Listeder Referenten liest sich wie ein Whois who der deutschen Politik, Wirtschaftund Gesellschaft, von Kanzlern undMinistern bis zu Chefs großer deutscherUnternehmen. „Unser Anspruch ist es,von den Besten zu lernen“, betont IHCPräsident Dr. Reinhard Ch. Zinkann,Geschäftsführender Gesellschafter vonMiele. (JS) www.ihc-owl.deProminente Gäste beim IHC: Der ausLippe stammende BundesaußenministerFrank-Walter Steinmeier und Kabinettskollegin Ursula von der Leyen.Regionales Branchennetz InnoZent OWL wird 15 Jahre altSie prägen InnoZent OWL: VorstandsvorsitzendeTanja Krüger, ihr Vorgänger Dr. Wolfgang Kern (links)und Geschäftsführer Andreas Keil.Impulse für die IT-BrancheFoto: InnoZent OWLWirtschaft und Forschung vernetzen, neue Technologien nutzbar machen:Seit 15 Jahren arbeitet InnoZent OWL daran – in OstWestfalenLippe unddarüber hinaus. Die Initiative hat sich längst als Anlaufstelle für Unternehmen,Wissenschaft und Politik rund um Informations- und Kommunikationstechnologien(IKT) etabliert. „Unsere Netzwerkaktivitäten passen wunderbar in die Region OWL“,betont Geschäftsführer Andreas Keil. Das „Informationszentrum für Internettechnologie und Multimediakompetenz“ fördert mit vielfältigen Initiativen, Projektenund Angeboten die Nutzung innovativer IKT-Anwendungen in der Praxis. Künftigwill sich das Branchennetz, das von rund 70 Unternehmen, Organisationen undHochschulen unterstützt wird, verstärkt auch dem Innovationsmanagement, demTechnologie- und Produktmarketing widmen. (JS) www.innozent-owl.de„Gemeinsam immer einen Schritt voraus“OWL Maschinenbau e.V. feiert zehnjähriges Jubiläumukunftsfragen gemeinsam beantworten: Darum wurde im Herbst 2003 der OWLMaschinenbau e.V. gegründet. Heute hat das Branchennetz über 100 Mitgliedsunternehmen aus Maschinenbau und Automatisierungstechnik – Grund genug, den10. Geburtstag zu feiern. „Gemeinsam immer einen Schritt voraus“ war die Überschriftdes Jubiläums, zu dem 300 Gäste nach Bielefeld gekommen waren. Die Festrede hieltMartin Kannegiesser, Unternehmer aus Vlotho und Ehrenpräsident des Arbeitgeberverbandes Gesamtmetall. Das Motto des Jubiläums beschreibt treffend das Ziel desVerbandes. Die mittelständischen Unternehmen in OWL bündeln ihre Kräfte, umgemeinsam den technologischen Fortschritt voranzutreiben, die Innovationskraft zustärken und den Herausforderungen des globalen Wettbewerbs gewachsen zu sein. Auchim Bereich Nachwuchs ist der Verein sehr aktiv. (JS) www.owl-maschinenbau.deOWL-Das Magazin 20.2014Foto: Hans-Werner Büscher/Westfalen-BlattZ10 Jahre OWL Maschinenbau: (v.l.) die stellvertretenden Vorstandssprecher Dirk Littmann (Kannegiesser)und Dr. Eberhard Niggemann (Weidmüller), Vorstand Brigitte Meier (WEGE Bielefeld mbH), VorstandssprecherHans-Dieter Tenhaef (MIT Moderne Industrietechnik) und Geschäftsstellenleiter Gerald Pörschmann.


panorama41Neue Autoteststrecke in Bad Driburg gut gestartetGrünes Licht am Bilster BergDAls Partner hat das Bilster Berg Drive Resort bereits die MVIGroup gewonnen, die Fahrerprobungen für die Industriedurchführt. Der niederländische Sportwagenbauer Donkervoort siedelt seine Deutschland-Niederlassung am BilsterBerg an. Gemeinsam mit dem Hotel & Spa Gräflicher Parkder Unternehmensgruppe Graf von Oeynhausen-Sierstorpffwerden zudem Angebote für Events und Präsentationenentwickelt. (JS) www.bilster-berg.deFoto: Bilster Berg Drive Resortie Ampel steht auf Grün: Die Autoteststrecke BilsterBerg bei Bad Driburg ist im Sommer 2013 in Betriebgegangen. Schon jetzt ist die Nachfrage groß. Neben Tests fürAutoindustrie und Zulieferer entwickelt sich der Bilster Bergzum gefragten Ort für Präsentationen, Events und Schulungen.Der Unternehmer Marcus Graf von Oeynhausen-Sierstorpffhatte das Projekt auf einem ehemaligen Militärgelände angestoßen und zahlreiche Investoren angeworben. Insgesamtwurden 34 Millionen Euro in Teststrecke, Off-Road-Parcours,Clubhaus, Hallen und Gastronomie investiert.Zukunftsinvestition: Auf einem ehemaligenMilitärgelände im Kreis Höxter ist das Bilster BergDrive Resort entstanden.OWL-Das Magazin 20.2014


Foto: Touristikzentrale Paderborner LandBeeindruckendes Panorama am Wegesrand: das mächtige Eisenbahn-Viaduktin Altenbeken.OWL-Das Magazin 20.2014


Sieben angesagte Touren durchdie Radregion TeutoburgerWald im grünen NordostenNordrhein-WestfalensAktiv sein, entspannen, den Alltaghinter sich lassen: Für viele Menschen liegt das Glück auf dem Sattelihres Fahrrades. In der UrlaubsregionTeutoburger Wald gibt es gute Wege,auf denen man dieses Glück erfahrenkann – für Sportler oder Genussradler,Mountain- oder E-Biker, Naturgenießeroder Kulturfreunde. OstWestfalenLippe– das Magazin stellt sieben angesagteRadrouten durch den grünen NordostenNordrhein-Westfalens vor.DasGlückaufAlle Touren haben thematische Schwerpunkte, sodass die Radler unterwegs vielzu entdecken haben – Schönheiten derNatur, Schätze der Kultur oder Zeugender Vergangenheit. Für Genussradlergibt es auf Wunsch auch Rückenwind:Dank gut ausgebautem Verleihnetz fürElektrofahrräder lassen sich auch hügelige Touren bequem bewältigen.dem SaT- teLOWL-Das Magazin 20.2014>>


TourismusFoto: F. Grawe, Kulturland Kreis Höxter44Der Nethe-RadwegVon der Quelle bis zur Mündung erkunden die Radler auf 65 Kilometern dasFlüsschen Nethe und erleben das Kulturland Kreis Höxter von einer besondersschönen Seite. Die Netheaue zeigt sich in weitenBereichen naturnah und ist nicht umsonst Teil deseuropäischen Schutzgebietssystems Natura 2000.Entlang des Radweges laden Bänke, Picknickplätzeund Uferstellen zur Rast ein und dazu, Eisvögel oderPrachtlibellen zu beobachten. Die Strecke ist einfachzu fahren und familienfreundlich. www.kulturland.orgFoto: Ulrich MärtinGrünes Schmuckstück: das Weidenpalaisam Ufer der Nethe.„Adel verpflichtet”Auf die Spuren der blaublütigen Menschen führt „Adel verpflichtet“ im Norden desKreises Gütersloh. Burgen, Wasserschlösser und Herrenhäuser liegen am Wegesranddes knapp 40 Kilometer langen Rundkurses durch das Ravensberger Land, zumBeispiel das Wasserschloss Tatenhausen bei Halle oderdie Ruine der Ravensburg hoch über Borgholzhausen.Weite Teile der Strecke führen durch grünes Flachland,aber etwas Sportsgeist ist auch hilfreich. Wer den Kammdes Teutoburger Waldes erklimmt, wird mit einem herrlichen Ausblick bis weit ins Münsterland belohnt.www.erfolgskreis-gt.de/adel-verpflichtetFoto: A. Hub/OstWestfalenLippe GmbHDem Adel auf der Spur: WasserschlossTatenhausen bei Halle.Imposante Landmarke in Lippe: dieExternsteine in Horn-Bad Meinberg.OWL-Das Magazin 20.2014Die Fürstenroute LippeSchlösser und Gutshöfe entdecken, historische Städte erkunden: Auf derFürstenroute Lippe steuern die Radler zahlreiche Sehenswürdigkeiten desehemaligen Fürstentums an, zum Beispiel die Residenzstadt Detmold. Die 147Kilometer lange Strecke verbindet insgesamt siebensehenswerte historische Stadtkerne. Wer noch mehrmöchte, der kann Abstecher in neun weitere Ortemachen. Unterwegs genießen die Radler die landschaftliche Vielfalt des Lipperlandes, wo sich grünesFlachland und sanfte Höhenzüge wie der TeutoburgerWald abwechseln. www.land-des-hermann.de


Tourismus45Foto: Bielefeld Marketing GmbHDas „grüne Netz” in BielefeldEine Großstadt zeigt ihre grüne Seite. Auf gut 25 Kilometern lässt sich Bielefeldmit dem Fahrrad aus ungewohnter Perspektive entdecken. Das als Rundtourkonzipierte „grüne Netz“ verbindet Sehenswürdigkeiten wie die Sparrenburg und Geheimtipps wie denNordpark mit Naturoasen, zum Beispiel dem Oberseeim Stadtteil Schildesche. Die Route führt zum Großteildurch Grünzüge und ist auch für Familien gut geeignet.Grillplätze und Spielgeräte laden die Radler an vielenStellen zur Rast ein. www.bielefeld.de>>Der Obersee mit dem imposantenEisenbahnviadukt lädt zur Rast ein.Alles Wissenswerte rund um die sieben Routen,weitere Tourentipps und Infomaterial im Internet:www.radregion-teutoburgerwald.deSchädlingsbekämpfung auf den PunktBundesweit!Das können Sie von uns erwarten:Bundesweite Schädlingsbekämpfungaller Art für Industrie, Gewerbe undPrivathaushalteTaubenabwehrSchimmelpilzbeseitigungHolz- und BautenschutzDesinfektionBegasung von Containern und Räumenökologisch und konventionellzertifiziert nach DIN EN ISO 9001:2008TÜV-geprüftAlle bundesweiten Stützpunkte kostenlos erreichbar aus dem dt. Festnetz:www.vermin.deBeckheide 9 33689 Bielefeld Tel.: 05205 9838-0 Fax: 05205 9838-30 vermin@vermin.deOWL-Das Magazin 20.2014


TourismusFoto: F. Grawe/Kulturland Kreis Höxter46Die Paderborner Land Route255 Kilometer Natur, Geschichte und Kultur warten im Paderborner Land aufaktive Urlauber. Die abwechslungsreiche Landschaft ist geprägt von der einzigartigen Senne, den Wäldern des Eggegebirges, der Paderborner Hochfläche,weitläufigen Feldern und Fluren und dem SteinhorsterBecken. Die Route führt auch durch die Niederungenvon Ems, Lippe, Pader und Alme. Sehenswürdigkeitensind unter anderem die dreieckige Wewelsburg, dasMuseum im ehemaligen Kloster Dalheim, die Kurparksvon Bad Lippspringe, das mächtige Eisenbahnviaduktin Altenbeken oder das größte Computermuseum derWelt in Paderborn. www.paderbornerlandroute.deFoto: Mühlenkreis Minden-LübbeckeDie Paderborner-Land-Route führt die Radlerauch zum LWL-Museum Kloster Dalheim.Die MühlenrouteWarum sich Minden-Lübbecke Mühlenkreis nennt, zeigt sich eindrucksvoll aufder Mühlenroute. Sie verbindet über 40 historische Anlagen, die mit Wind,Wasser, Pferdekraft oder Motoren angetrieben werden, zu einem einzigartigenFreilichtmuseum der Mühlentechnik. Der 320 Kilometer lange Rundkurs führtauf weitgehend verkehrsarmen Wegen durch eine abwechslungsreiche Kulturlandschaft mit malerischen Dörfern und lebendigenStädten, geprägt von Weser- und Wiehengebirge, demÜbergang zur norddeutschen Tiefebene und dem Weserstrom. Die Tour lässt sich gut in mehrere Etappenaufteilen, sodass genügend Zeit für die Erkundung derMühlen und anderer Sehenswürdigkeiten bleibt.www.muehlenkreis.deFoto: Staatsbad Salzuflen GmbHUngewöhnliches Baudenkmal: die Schiffmühleauf der Weser in Minden.Geschichte erleben: der Salzsieder in derhistorischen Altstadt von Bad Salzuflen.OWL-Das Magazin 20.2014Die WittekindsrouteWer war eigentlich Widukind? Wie sind die Fachwerkkotten entstanden?Was können alte Grenzsteine erzählen? Die Antworten auf diese und andereFragen kann man auf der Wittekindsroute erfahren undGeschichte und Geschichten aus dem Kreis Herfordkennenlernen. Die Strecke ist 142 Kilometer langund orientiert sich an der Grenze des Kreises. Diespannende Tour führt durch Herford, Bad Salzuflen,Vlotho, Löhne, Kirchlengern, Bünde, Rödinghausen,Spenge und Enger. www.fahr-im-kreis.deDie aktuelle Karte Radregion Teutoburger Wald mit Tourentipps und Angeboten sowieweiteres Infomaterial gibt es bei der OstWestfalenLippe GmbH, Tel. 0521/96733-25,Mail info@teutoburgerwald.de., www.teutoburgerwald.de/kataloge (JS)


DER KONGRESS für Weltmarktführer,Familienunternehmer und Gründer3. und 4. Juni 2014 | BIELEFELDMADE IN GERMANYDie Strategie der BestenSCHATZSUCHEMitarbeiter gewinnen, fördern und haltenDIE VERANSTALTUNG RICHTET SICH AN ALLE,DIE AUS DEM MITTELSTAND KOMMENUND VOM MITTELSTAND LERNEN WOLLEN.Weitere Informationen und Anmeldemöglichkeiten erhalten Sie aufwww.klassentreffen-mittelstand.de oder persönlich bei Ricarda HerrmannTel.: + 49 8191 125-872 · ricarda.herrmann@sv-veranstaltungen.deMit fachlicher Unterstützung von:Aussteller:gedacht. getan.Kooperationspartner:www.klassentreffen-mittelstand.deEine Veranstaltung von:Süddeutscher Verlag Veranstaltungen GmbHJustus-von-Liebig-Str. 1 ∙ 86899 Landsberg am Lech


sportFoto: Oliver Krato48Die Seele desMutterlandesOstWestfalenLippe ist das Zentrum des deutschen Handballsvon Jörg Hagemann


sport49Wo schlägt das Herz des deutschen Handballs? Ein Blick in die Tabelle der Herren-Bundesligagibt Aufschluss: TBV Lemgo, TuS N-Lübbecke, GWD Minden. Drei Nachbarn geben gemeinsammit den Erstligafrauen der HSG Blomberg-Lippe dem Mutterland des Handballs eine Seele.Nirgendwo anders in der Republikist eine derartige Konzentrationan handballerischer Qualität zu beobachten. Neben vier Erstligisten sind inder Saison 2013/2014 acht Drittligistenund drei A-Jugend-Bundesligateamsam Ball. Zirka jedes achte Mitglied desDeutschen Handball-Bundes (DHB)stammt aus OWL.Faszination Handball: Lemgos Benjamin Herthrauscht an den Mindenern Dalibor Doder (links) undNils Torbrügge vorbei.Foto: Jörg HagemannDass die vermeintliche Provinz denMetropolen Paroli bieten kann, ist fürHarald Wallbaum (58) auf „die riesigeTradition“ zurückzuführen. „FrüherMarktchancen muss man erkennen,um sie erfolgreich zu nutzen.Familienunternehmen denken weiter: über Generationen hinweg und über Grenzen hinaus.Dies eröffnet neue Chancen – aber auch neue Handlungsfelder in der Organisation und Unter­nehmenskultur. Unsere Spezialisten unterstützen Sie gern und geben Ihnen die notwendigeSicherheit für Ihre Wachstumsstrategie. Sprechen Sie mit uns.Ihre AnsprechpartnerMichael A. RehnenT +49 521 9631­1250mrehnen@kpmg.comKay KlöppingT +49 521 9631­1390kkloepping@kpmg.comwww.kpmg.de/connectedworld© 2014 KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft. Alle Rechte vorbehalten.OWL-Das Magazin 20.2014>>


50sportGründungsjahr:1912, Neugründung: 1945Heimspielstätte:Merkur-Arena (3.300 Plätze)Nationale Erfolge:Pokalsieger 1981Internationale Erfolge:Europacup der Pokalsieger 1981,Euro-City-Cup 1997 und 1998Gründungsjahr: 1924Heimspielstätte:Kampa-Halle (4.059 Plätze)Nationale Erfolge:Deutscher Meister Feld 1967, 1970,1971, Deutscher Meister Halle1971 und 1977, Pokalsieger 1975,1976, 1979Internationale Erfolge:Europacup der LandesmeisterFeld 1968, 1969, 1970Gründungsjahr: 1911Heimspielstätte:Lipperlandhalle (4.950 Plätze)Nationale Erfolge:Deutscher Meister 1997 und 2003,Pokalsieger 1995, 1997, 2002Internationale Erfolge:Europacupsieger der Pokalsieger1996, EHF-Cup-Sieger 2006und 2010Gründungsjahr: 1993 durchZusammenschluss zwischen TVHerrentrup und TV BlombergHeimspielstätte:Sporthalle Ulmenallee (900 Plätze)Nationale Erfolge:Aufstieg in die 1. Liga 1996, 2006,Deutscher A-Jugend-Meister 2008Internationale Erfolge:Viertelfinale Europacup derPokalsieger 2010OWL-Das Magazin 20.2014wurde auf fast jedem kleinen DorfFeldhandball gespielt. In OstWestfalenLippe haben die Vereine den Wechselin die Halle geschafft“, sagt der imlippischen Herrentrup groß gewordeneDHB-Geschäftsführer und verweist aufdas typische Beispiel Grün-Weiß Dankersen. Das heutige GWD Minden galtEnde der 60er-Jahre als eine Hochburgim Feldhandball. Spannuth, Lübking,Meisolle oder Horstkötter hießen dieIdole – sie stammten allesamt vom Dorf.Drei Dankerser Feld- und zwei Hallentitel riefen schnell Nachahmer hervor.In den späten Siebzigerjahren schoss derTuS Nettelstedt als Kreisligist nach obenund zog nach sechs Aufstiegen in Folgein die Bundesliga ein. In den Achtziger jahren folgte der TBV Lemgo, was dieRivalität untereinander weiter anstachelte. So puckern die Handball-Herzenzwischen Spenge, Hille oder Unterlübbenoch heute besonders heftig, wennzweimal im Jahr das Mühlenkreis-Derbyansteht. GWD Minden kontra TuS NLübbecke. Grün gegen Rot. BückeburgWest gegen Blasheim Ost. Dankersenvs. Nettelstedt.ist das Mindener Handball-Gesichtder Neuzeit. Der Ex-Bundestrainerist Vorsitzender, Bundesliga-Managerund E-Jugend-Trainer von GWD inPersonalunion.Zugleich zählt er neben Lübking zuden „Entwicklungshelfern“, die denTBV Lemgo 1983 in die Bundesligahievten. Nachdem Lübking die Lipperim fortgeschrittenen Handballeraltervon 38 Jahren in die 2. Liga „gebombt“hatte, folgte unter Bredemeier zwei Jahrespäter der Aufstieg ins Oberhaus, wosich der TBV ununterbrochen seit 31Jahren behauptet.Behutsam an die SpitzeBehutsam und unaufgeregt gingen dieLipper ihren Weg bis in die europäischeSpitzenklasse. Die Identifikation mitdem zweifachen Deutschen Meisterwar derart groß, dass die Anfang der1970er-Jahre eingeweihte Lüttfeldhalleviermal um- und ausgebaut wurde undals Lipperlandhalle heute knapp 5.000Zuschauern Platz bietet. Allein 15 Millionen Euro verschlang 2005 die letzteErweiterung, die Platz für 18 VIP-Logensowie ein Kongresszentrum schaffte.Enorme EmotionalitätAuslöser für die enorme Emotionalitätwar Herbert Lübking. Als der damalige Rekordnationalspieler nach derdritten Feldhandball-Meisterschaft mitDankersen 1970 plötzlich die Frontenwechselte, weil ihm der Lübbecker Textilfabrikant Hans Hucke eine beruflichePerspektive in Aussicht stellte, gerietdie Handball-Welt zwischen Weserund Wiehen ins Wanken. „Die alte B65 ist seitdem eine Einbahnstraße. 95Prozent der Spieler sind von Mindennach Lübbecke gezogen. Zurückgekehrtist eigentlich nur Talant Duschebajew“,hat sich Horst Bredemeier häufig überdie dickere Börse des Erzrivalen ärgernmüssen. Der 61-jährige MultifunktionärParallel hielt auch die sportliche Entwicklung Schritt. Mit Stephan, Schwarzer, Zerbe, Baur, Kehrmann und Ramotatrug 2003 die halbe Nationalmannschaftzur damaligen Rekordmeisterschaft mit62:6 Punkten bei. Doch irgendwann kamder „TBV Deutschland“ in die Jahre.Trauriger Tiefpunkt war 2012 das Chaosin der Geschäftsführung. Der Vereinstand über Nacht vor der Insolvenz.Wesentlich zur Rettung trug mit Phoenix Contact einer der größten lippischenArbeitgeber bei. Bezeichnend, dassauch die Hauptsponsoren der OWLKonkurrenz aus der Region stammen.„Gauselmann und Harting sind sogar


sport51Auf der Bundestrainerbank: Ex-Nationalcoach Horst Bredemeier (rechts) mit seinenNachfolgern Heiner Brand und dem aktuellen Bundestrainer Martin Heuberger (ganzlinks: Betreuer Tom Schneider).beide in Espelkamp ansässig“, verweistHorst Bredemeier auf eine der wenigenGemeinsamkeiten zwischen Lübbeckeund Minden.Foto: Jörg HagemannUnterschiede gibt es in der personellenAusrichtung der drei Nachbarn. Während der TuS vornehmlich gestandeneSpieler köderte, setzt GWD auf eineflorierende Jugendabteilung. Aus derstammt mit Rolf Hermann auch einerder wenigen Spieler, der die Trikotsaller drei OWL-Rivalen trug. 1999/2000wurde der heute 32-jährige Linkshändermit GWD Minden A-Jugend-Meister.„Damals galt Magdeburg mit seinenspeziellen Strukturen als Nonplusultra >>ZwischenTür und ZargeSIMONSWERK – führender Hersteller vonBändern und Bandsystemen aus Rheda-Wiedenbrück – steht für Qualität, Ästhetik undInnovation. Alle hochwertigen Produkte vonSIMONSWERK verleihen Räumen eine besondere Wertigkeit. Verschiedene Oberflächenund Ausführungen unterstreichen den Charakter spezifischer Raumstrukturen – so etwadas Bandsystem VARIANT® VX mit polierterMessingoberfläche. Mit SIMONSWERK öffnen und schließen sich Türen – unter Berücksichtigung von Dynamik, Balance undStabilität. SIMONSWERK bringt Bewegungin Räume.WÄLDERHAUS, HAMBURGwww.simonswerk.deARCHITEKTUR Andreas Heller SIMONSWERK VARIANT® VX


sportFoto: Jörg Hagemann52Erfolgreich:Die Damen derHSG BlombergLippein der Nachwuchsförderung. Wir warenriesig stolz, dass wir ohne Internat Meistergeworden sind“, erinnert sich Hermann.Der TBV Lemgo, bei dem Rolf Hermannseit 2007 unter Vertrag steht, hat sichnach der internen Finanzkrise völlig neuerfunden. Trainer Niels Pfannenschmidthat die gute Nachwuchsarbeit vonGWD Minden auf Lemgoer Verhältnisseadaptiert und mit JungnationalspielerFinn Lemke, Marcel Niemeyer, JulianPossehl, Arjan Haenen und Max Höning fünf Talenten den Sprung zu denProfis geebnet. Einmalig in Deutschland ist auch die altersübergreifendeVerzahnung im TBV-Konstrukt. MitTimm Schneider, Thomas Bauer, ArjanHaenen und Benjamin Herth vermitteln gleich vier Profis ihre Kenntnisseals Trainer an Lemgoer Jugendteamsweiter. Spielführer Florian Kehrmann,Weltmeister von 2007, coacht dasDrittligateam der Lemgoer Youngsters.Die Fortschritte sind für Rolf Hermannsignifikant. „Neben dem Tempo ist auchdie Athletik um ein Vielfaches gestiegen.Als ich mir kürzlich mal ein Spiel aus denNeunzigerjahren angeschaut habe, musste ich erst mal nachschauen, ob ich nichtversehentlich den Knopf für die Zeitlupegedrückt habe“, grinst Hermann, derals Musikproduzent mit eigenem Label(sly fidelity) bereits die Zeit nach seinerSportlerlaufbahn im Blick hat.Auch 20 Kilometer östlich von Lemgo,bei den Frauen der HSG Blomberg-Lippe, gehören Begriffe wie duale Karriereund Soft Skills genauso zum Vokabularwie Siebenmeter oder 3:2:1-Abwehr.Der Anstoß zum preisgekrönten Nachwuchs-Leistungskonzept kam 2002 vonHarald Wallbaum. „Nach dem Abstiegin die 2. Liga gab es nur zwei Möglichkeiten: Entweder wir kaufen uns zweiwurfstarke neue Spielerinnen oder wirOWL-Das Magazin 20.2014geben uns Zeit und bauen ein schlüssigesNachwuchskonzept auf“, erinnert sichder damalige HSG-Geschäftsführer andie ersten Gedankenspiele mit demneuen Trainer Andre Fuhr zurück.Talente auf TopniveauIn einem Heim der Arbeiterwohlfahrtwurden zwei Wohnungen für je dreiSpielerinnen angemietet – der Startschuss für ein bundesweit einmaligesHandball-Internat, das Talente aufhöchstem Niveau ausbildet. „NebenLeistungssportgesichtspunkten wollenwir auch eine optimale schulische Ausbildung gewährleisten“, sagt Fuhr. Dass26 Spielerinnen in diesem Zeitraumihren Schulabschluss schafften – davon21 das Abitur –, ist ein ebenso wichtigesQualitätskriterium wie der Sprung von14 Spielerinnen in die 1. oder 2. Liga.Zwei haben es sogar ins A-Nationalteamgeschafft.Eine weitere besondere Note erhielt dasHSG-Modell 2010 durch den Umzugvom zu klein gewordenen AWO-Heimin den Wohnpark des Elisenstiftes. 14Plätze stehen den Blomberger Handballtalenten in der Seniorenresidenz zurVerfügung. Pädagogische Betreuung,Hausaufgabenhilfe, Nachhilfeunterricht,Mittagsbetreuung sowie die Kooperationmit dem Hermann-Vöchting-Gymnasium inklusive. Ein charmantes Modell,das stellvertretend ist für „Handballmade in OWL“. Denn nicht nur HorstBredemeier weiß: „Wir tragen die Tradition im Herzen. Doch wir dürfen nichtin Traditionen erstarren.“Hexenkessel: die Lipperlandhalle in Lemgo.Foto: Jörg Hagemann>>


Seit jeher steht derMensch bei uns imMittelpunkt.Eine große Marke setzt nichtnur im Markt Zeichen.Wie wichtig uns der Mensch ist, erkennen Sie nichtnur an unserem Firmenlogo. Der faire und verantwortungsvolle Umgang mit unseren Mitarbeitern,Kunden und Geschäftspartnern war immer schonein fester Bestandteil unserer Unternehmenskultur.Diesen Anspruch füllen wir gerne auch außerhalbunserer Werkstore mit Leben. In Stiftungen, zahlreichen Projekten und Partnerschaften machen wirmit Herz und Engagement deutlich, dass wir auchin Zukunft vor allem auf eins setzen: den Menschen.


OWL-PorträtFotos: Brauerei Strate54IFriederike, Simone und Renate Strate,Privatbrauerei Strate Detmold GmbH & Co. KGDie pureBierLust,von Reinhard Schwarzzu brauenZu einer starken Region gehört ein gutes Bier – und ein besonderesBier. Die Privatbrauerei Strate in Detmold verkörpert das eindrucksvoll. Denn hier werden nicht nur ganz besondere Biere gebraut.Mit den Schwestern Friederike und Simone Strate und ihrer MutterRenate im Hintergrund führen drei Frauen ein Unternehmen, dasim hart umkämpften Biermarkt einen respektablen Platz behauptet –und eines der vielleicht besten Biere der Bundesrepublik braut.OWL-Das Magazin 20.2014mmerhin haben die Test-Trinker desProBier-Clubs Strates „DetmolderThusnelda“ zum „Bier des Jahres 2013“gewählt. Eine schöne Auszeichnung fürdie Brauerei, die mit einem Gesamtumsatz von 11 Millionen Euro zu den 30größten unabhängigen PrivatbrauereienDeutschlands gehört. Das rotblonde„Thusnelda“ hatten die Strates zumVarusschlacht-Jubiläum 2009 auf denMarkt gebracht, benannt nach derFrau des legendären RömerbezwingersHermann und natürlich in der typischenBügelflasche.„Man macht und verkauft Biere erstdann, wenn sie ihren eigenen Charakter entwickeln und schmecken“, gibtFriederike Strate (49) die Richtungfür die Produktentwicklung vor. Undwas Deutschlands einst jüngste Braumeisterin im kupfernen Braukessel zurVollendung reifen lässt, kann sich sehenund genießen lassen.Seit drei Jahren hat sie mit SchwesterSimone (44), verantwortlich für Verwaltung, Controlling, Personal und Expan-


OWL-Porträtsion, einen Kurs eingeschlagen, der demUnternehmen eine erfolgreiche Zukunftsichern soll. Für eine Brauerei dieserDimension kein einfaches Unterfangen,denn Strate steht in der Region im Wettbewerb mit namhaften, internationalagierenden Großbrauereien. Und derenDurst ist noch lange nicht gestillt; docheine kluge und vorausschauende Produktpolitik bewahrt den Detmolderinnenihre Unabhängigkeit. „Wir holen dasBier durch Wertigkeit und Kreativitätaus der Einfachecke heraus und setzenuns mit immer neuen Bierspezialitäten inden oberen Qualitätsbereich ab“, skizziertSimone Strate die Strategie.Und da haben die Detmolderinnen neben„Thusnelda“ noch einiges mehr vorzuweisen. Zum Sortiment gehören auchausgefallene Bierspezialitäten wie das„Chardonnay Hopfen“, mit dem die dreiBrauereiexpertinnen auf den exklusivenMarkt der Gourmets und Kenner zielen.Qualität und SpezialitätenAls ausgebildete Bier-Sommelière entwickelte Friederike Strate gleich daspassende Edelglas mit nach oben verengtem Auslass. Die 0,75-Bügelflaschetrinkt man gut gekühlt zum Beispiel alsApéritif und genießt den frisch-fruchtigen Feigenduft mit karamellisiertemMalzkörper und der charakteristischenBitternote des seltenen ChardonnayHopfens aus der Hallertau. Wahrlichkein Bier zum Kippen oder gar zumraschen Durstlöschen, sondern einkulinarisches Highlight.Dazu passt das „Detmolder Royal“genannte Mischbier aus Perlwein,Pfirsichlikör und Weizenbier – jedeFlasche von Hand abgefüllt, signiertvon Friederike Strate. 30.000 Flaschenwurden allein im letzten Jahr verkauft,viele über den Internetshop oder denDirektverkauf im liebevoll gestaltetenVerkaufspavillon der Brauerei.55Was die weitere Entwicklung von Bierspezialitäten betrifft, orientiert man sichgerne auch im Ausland, sieht Potenzialezum Beispiel bei den belgischen Nachbarn, wo traditionell ganz andere Bieregebraut werden. Und so kann die Braumeisterin verraten, „dass wir momentanschon zehn weitere tolle Bierproduktein der Schublade haben.“Grundlage durchgehend hoher Bierqualität sind nach Simone Strate diebesonderen verwendeten Hopfensorten,aber auch die sechs Wochen Kaltlagerung im traditionellen Brauverfahren,die saubere Alkohole, einen vollmundigeren Geschmack und insgesamt einebessere Verträglichkeit gewährleistet.„Die großen Bieranbieter machen dasin 30 Stunden“, winkt Friederike Stratemit mildem Lächeln ab.Für ihr nachhaltiges Wirtschaften sinddie drei Brauerinnen unter anderem alsOWL-Unternehmer des Jahres ausgezeichnet worden.Dass so ein Unternehmen trotz harterKonkurrenz auf dem Markt nach 150Jahren noch in der Erfolgsspur läuft,ist auch dem harmonischen Verhältnisder Töchter zur Mutter geschuldet. „Sieist unsere seriöse Seite“, lachen dieSchwestern und betonen, dass „Mamagebraucht wird, wenn wir im Geschäftmit anderen Tacheles reden müssen – sieist unsere Managerin für alle strategischwichtigen Entscheidungen.“Renate Strate selbst sieht sich als Hüterin des Erbes ihres 1995 verstorbenenEhemannes Friedrich Strate, der für dasbesondere Detmolder Bier immer nur dieregionale Karte zog: „Wir haben alleshier in der Region investiert, weil wiruns unserer landschaftlich wunderschönen Heimat und den Menschen sehrverbunden fühlen: Es ist eine Lust, hierin OstWestfalenLippe zu leben.“Privatbrauerei Strate DetmoldGmbH & Co. KGGesamtausstoß 131.000 hl/Jahr30 Mio. BügelverschlussflaschenUmsatz: 11 Mio. EuroMitarbeiter: 30Auszubildende: 2Export: Asien, GuamMarken:Detmolder Pilsener,Landbier, Herb, Sun,Moon, Weizenbier,Pilsener + WeizenAlkoholfrei, ThusneldaBier, Kellerbier, Royal,Chardonnay-Hopfen.Engagement:Kultursponsoring: LandestheaterDetmold, MusikhochschuleDetmold, Kunsthalle BielefeldVereinssponsoring: über 800Vereinewww.brauerei-strate.deOWL-Das Magazin 20.2014


Jubiläum56Im Internet kursiert ein Video über den Musiker Benjamin Griffey alias Casper. In derReihe „My Hometown“ porträtierte die ARD den Rapper, der mit Baseballkappe undKapuzenpulli den Stadtführer gibt und die Zuschauer durch seine „Hometown“ führt:Bielefeld. Ein Stadtführer, der auf den ersten Blick überraschen mag.Von Henning Peitsmeierun ge: d er R appersper. F o t o : S W RB i elrJCaefeldeCasper spricht mit seiner unverwechselbaren, heiseren Stimmevon der „wunderschönen, beschaulichen, ostwestfälischen Metropole“,besucht die Großraumdisco Ringlokschuppen ebenso wie den TierparkOlderdissen; dazu läuft im HintergrundMusik aus Caspers Platin-Schallplatte„Xoxo“. Der coole Junge in Schlabberjeans verpasst Bielefeld in wenigenMinuten das Image einer lebhaftenHip-Hop-Stadt. Weit mehr als 70.000Mal ist der Clip in kurzer Zeit geklicktworden. Daumen rauf für Casper undBielefeld!Das Internet und Bielefeld? Im WorldWide Web kursiert immer noch eineandere Geschichte über die Stadt, derenExistenz in der berühmt-berüchtigtenBielefeld-Verschwörung seit zwei Jahrzehnten angezweifelt wird. Eigentlichlacht über diese krude Theorie einesKieler Informatikstudenten in BielefeldBielefeld feiert seinen 800. Geburtstag und bekommt allmählich ein stärkeres ProfilEine Stadt erfi


Jubiläum57niemand mehr. Man lässt den Spaß übersich ergehen. Wie soll der Bielefelderauch reagieren, wenn er gefragt wird,wo er herkommt, „Bielefeld“ antwortet, und ihm todsicher die BielefeldVerschwörung vorgehalten wird?Diese Frage stellt sich erst recht, wenndie Stadt, die es seit 800 Jahren gibt, indiesem Jahr das Jubiläum feiert. Nichtmit großem Pomp, auch nicht mitsakraler Feierlichkeit, sondern mit Festivals, mit Erlebnis- und Aktionstagen,mit Konzerten und Ausstellungen dasganze Jahr lang. Bielefeld will wenigerdie bundesweite Aufmerksamkeit aufsich ziehen, sondern sich selbst feiern.Und dafür beweisen die ach so sturenOstwestfalen Sinn für Selbstironie:Das offizielle Motto lautet „800 JahreBielefeld – Das gibt‘s doch gar nicht!“.>>findet sich neuFoto: Bielefeld MarketingIhren trockenen Humor haben sie inBielefeld schon häufiger unter Beweis>>


58JubiläumDas Auf und Ab steht für eine ganzeRegion. Immer wieder aufzustehen, istauch ein Kennzeichen der ostwestfälisch-lippischen Wirtschaft, die seit derNachkriegszeit von Krisen keineswegsverschont geblieben, aber flexibel damit umgegangen ist. Den überwiegendmittelständischen Unternehmen istes gelungen, sich geänderten Wettbewerbsbedingungen anzupassen. OstWestfalenLippe gehört auch deswegenzu den stärksten Wirtschaftsstandortenin Deutschland.Dass die größte Stadt der Region nichtnur wirtschaftlich erfolgreich ist,sondern zugleich hohe Lebensqualitätbietet, wussten die Bielefelder zu allenZeiten geschickt zu kaschieren. AmRand der Altstadt beherbergt der BunkerUlmenwall einen Jazzkeller im wahrenNeue Mitte: Die 2013 eingeweihte Anlageauf dem Kesselbrink hat in der Skater- undBMX-Szene schon einen großen Namen.Wortsinn. Ein Schild mit rotem Kreis,der Londoner U-Bahn nachempfunden,weist den Weg in die Tiefe, wo seit 1956Livejazz gespielt wird. Älter ist keinJazzclub in Nordrhein-Westfalen. Inder Bielefelder Kunsthalle, 1968 vomUnternehmer Richard August Oetkergestiftet und vom renommierten USArchitekten Philip Johnson entworfen,sind regelmäßig Ausstellungen zu sehen,die international für Furore sorgen.Abseits von Kunsthalle und Stadttheater, einem prächtigen Jugendstilbauaus dem Jahre 1904, ist der Charme der330.000 Einwohner zählenden Stadtnicht auf den ersten Blick zu erkennen.Tatsächlich prägte die Betonarchitekturder Sechziger-, Siebziger- und Achtzigerjahre vielerorts das Stadtbild. DieGroßsiedlung Sennestadt etwa, in denWirtschaftswunder-Jahren auf der grünen Wiese aus dem Boden gestampft,wurde mit ihren breiten Straßen unddem vielen Platz für den Verkehr zumIdeal der autogerechten Stadt.Diese Zeiten sind vorbei und Bielefeld, anpassungsfähig wie eh und je,wandelt sich. Vom Einheitsgrau istin der Innenstadt nicht mehr allzuviel zu sehen. Auf dem komplett neugestalteten Kesselbrink im Herzen derCity sprießt das Grün, wo vorher derSzenetreff im Westen. Der liebevoll „Siggi” genannteSiegfriedplatz mit Biergarten und Bürgerwache.OWL-Das Magazin 20.2014Foto: Bielefeld Marketinggestellt. Der Fußballverein Arminia etwaist so oft in die 1. Bundesliga auf- und ausihr wieder abgestiegen wie kein andererKlub in Deutschland. Wegen diesesRekords tragen die Arminen den wenigschmeichelhaften Beinamen „Fahrstuhlmannschaft“. Gekonnt hat der DSCArminia seine wechselhafte Historie ineiner Ausstellung zum 100. Geburtstagmit einer Aufzugkabine parodiert.Foto: Bielefeld Marketing>>Foto: Matthias SchrumpfTradition und Moderne: ZeitgenössischeArchitektur am belebten Adenauerplatz undim Hintergrund die in einem historischenGebäude ansässige Dr. Oetker Welt.


Jubiläum59Fotos. Matthias SchrumpfZentrale Plätze: der Jahnplatz (oben undunten rechts) und der Willy-Brandt-Platzmit Stadthalle (unten links).Asphalt eines Parkplatzes dominierte.Lange war der Busbahnhof so etwas wieein blinder Fleck im Stadtbild. Dochjetzt haben LandschaftsarchitektenPflanzen und Büsche angelegt. Und einegroße, moderne Skateranlage lockt einejunge Szene an, die sich nun gern amKesselbrink sammelt.Der Siegfriedplatz hat solch ein Liftinggar nicht nötig. Er liegt im beliebtenWesten zwischen Innenstadt und Uni.Beton ist hier ohnehin kaum sichtbar– vor allem im Sommer, wenn der„Siggi“ Treffpunkt (nicht nur) der30.000 Studenten ist. Jeden Freitag>>oderframes per secondBild für die Ewigkeit?Photo. Film. Event. Multimedia. Consulting.vogelsaenger.deOWL-Das Magazin 20.2014


60JubiläumAuf Wachstumskurs: Im Westen der Stadtliegt der Campus mit der Universität (Bild)und der Fachhochschule.Eines der größten GebäudeDeutschlandsFotUni dagegen wird in diesen Tagen vonGrund auf saniert. Gut eine MilliardeEuro fließt in den Campus Bielefeld,etwa die Modernisierung des Universitätshauptgebäudes, den voluminösenNeubau der Fachhochschule Bielefeldund den neuen CITEC-Forschungsbau,neue Heimat für Bielefelder Spitzenforschung.Überhaupt die Universität: Sie ist aufden ersten Blick das typische Ergebnisder Bildungsexpansion in der altenBundesrepublik. Wie in anderen Großstädten ist am Stadtrand vor 40 Jahrenein Sammelsurium von Hörsälenmitsamt einem riesigen Campus entstanden – eines der größten GebäudeDeutschlands.Das ist erst der Anfang. Bis zum Jahr2025 soll sich der neue Campus zueinem der modernsten Wissenschaftsstandorte mausern, in dem Menschenaus der ganzen Welt leben und arbeiten.Wissenschaft zum Anfassen gibt es vom9. bis 16. August bei der 3. Auflagedes Science-Festivals Geniale (www.geniale-bielefeld.de).Aber in Bielefeld wird schon wiederfleißig gewerkelt. Der Hochschulbaumag im Rest der Republik chronischunterfinanziert sein, die BielefelderBielefeld als Wissenschaftsstadt. Fürdie angeblich nicht existierende OWLMetropole wäre das ein passendes Imageund sicher auch eine eigene Geschichteo: Bfeieleld Marketingim Internet wert. Gern darf sie auchvon Rapper Casper erzählt werden,dem einstigen Langzeitstudenten, derBielefeld mit all seinen Facetten ausdem Effeff kennt.NRW-Tag: Ein Bundeslandblickt nach BielefeldAm letzten Juniwochenende istBielefeld die Bühne einer besonderen Geburtstagsfeier. Zum NRWTag verwandelt sich die Innenstadtin eine pulsierende Mischung ausKonzerten, Ausstellungen, Shows,Vorführungen, Jahrmarkt und vielen anderen Highlights. Beim Festzug am 28. Juni werden 75 Gruppenmit 1.500 Teilnehmern dabei sein.Zum NRW-Tag werden Hunderttausende Besucher aus ganz Nordrhein-Westfalen erwartet. (JS)www.nrwtag-bielefeld.deFoto. Bielefeld Marketingherrscht dichtes Gedränge auf demWochenmarkt, bei gutem Wetter auchim Café in der Bürgerwache. Wenndas Sommersemester beginnt, strömenlachend und wild diskutierend die Studienanfänger in den Siggi-Biergartenvor der historischen Straßenbahn. Siehaben den Westen längst für sich erobert und prägen das Leben in der Stadtimmer stärker: von den Szenekneipenbis zur facettenreichen Musik- undTheaterlandschaft – auch das symptomatisch für den Wandel von derreinen Industriestadt zum wachsendenWissenschaftsstandort.Foto. Bielefeld Marketing>>Keimzelle der Stadt: die Sparrenburg.OWL-Das Magazin 20.2014Beliebter Treffpunkt: der Alte Marktmit seinen historischen Bürgerhäusernim Herzen der Altstadt.


Panorama6115. Auflage des Literatur- und Musikfests „Wege durch das Land“Das ostwestfälisch-lippische Literatur- und Musikfest führtvom 29. Mai und 10. August wieder zu Schlössern, Herrenhäusern, Burgen, Klöstern, Bauerndeelen, in Wälder und aufWiesen überall in der Region. Zum Programm des renommierten Festivals gehören Lesungen, Konzerte und Sessions,die ihren Reiz aus den großen Künstlern, aus eigenwilligenKombinationen und ungewöhnlichen Veranstaltungsor-tenziehen. Karten gibt es unter Telefon 0 52 31/30 802-10 oderim Internet. (JS)www.wege-durch-das-land.deTreten auf Gut Böckel inRödinghausen auf: Der PianistAlexei Lubimov und die Schauspielerin Franziska Walser.Foto: Francois Sechetie Liste der Künstler ist lang und edel: Zahlreicheprominente Bühnen- und Fernsehschauspieler gestalten die 15. „Wege durch das Land“, darunter Klaus-MariaBrandauer, Martina Gedeck und Eva Mattes. Aktuelle Textetragen 26 Schriftsteller aus 14 Ländern rund um den Globusbei, musikalische Entdeckungsreisen unternehmen Ensemblesaus ganz Europa.Foto: Wege durch das Land gGmbHDFoto: T&T Susi KnollSprach- und Klangkunst an ungewöhnlichen Orten»Seidensticker steht für erstklassige Hemdenund Blusen. Und für Zuverlässigkeit, Beständigkeitund hohe Qualität. Das verbindet uns. Dafürinvestiere ich gern all meine Energie.«Olaf Strothmann, Stadtwerke Bielefeldpersönlicher Kundenberater für SeidenstickerMeine Energie für SeidenstickerStadtwerke Bielefeld: bundesweit faire Preise, maßgeschneiderte Lösungen,kurze Entscheidungswege. Lernen Sie uns persönlich kennen.Telefon (05 21) 51-74 30 | Telefax (05 21) 51-91 50-74 30 | vertrieb@stadtwerke-bielefeld.deStadtwerke Bielefeld GmbH | Schildescher Str. 16 | 33611 BielefeldOWL-Das Magazin 20.2014


62AUSGEZEICHNETAusgezeichnete Ideen für neue ProdukteOWL-Innovationspreis geht an Böllhoff,MSF-Vathauer und topocareInnovationen sind der Treibstoff fürden Motor der Wirtschaft. Ein Treibstoff, der für eine Hightech-Region wieOstWestfalenLippe besonders wichtigist. Damit diese Energiequelle möglichstviel Antriebskraft ergibt, zeichnet dieOstWestfalenLippe GmbH alle zweiJahre herausragende Ideen für Produkte,Prozesse und Leistungen aus – Ende2013 bereits zum 10. Mal. Ideen alsEnergie für Wirtschaft und Beschäftigung – da passt es sehr gut, dass sich zweiEnergieversorger als Hauptsponsorendes OWL-Innovationspreises MARKTVISIONEN engagieren: die StadtwerkeBielefeld und Westfalen Weser Energie.Die folgende Unternehmen wurdenausgezeichnet:MSF-VathauerAntriebstechnik,DetmoldMehr Intelligenz in derLogistik: MSF-Vathauerhat das System MONO-SWITCH FieldPower Even Thinking konzipiert. Beidieser dezentralen Automatisierungslösung kommunizieren die einzelnenKomponenten eines Logistiksystemsselbsttätig miteinander, tauschen Informationen aus und optimieren sogemeinsam die Abläufe. Mit dem Systemarbeiten weitläufige Förderanlagen inLagern, Logistikzentren oder großenFabriken intelligenter und effizienterals mit einer herkömmlichen zentralenSteuerung.Böllhoff Verbindungstechnik, BielefeldEine gute Idee aus Bielefeld fügt zusammen, waszusammengehört: RIVTACheißt die Innovation des Verbindungstechnik-SpezialistenBöllhoff. Dahinter verbirgt sich einVerfahren für das Hochgeschwindigkeits-Bolzensetzen, mit dem in der Automobilindustrie Bauteile zusammengefügt werden. Es garantiert auch beiLeichtbauwerkstoffen eine besondershohe Festigkeit. RIVTAC, entstandenin Kooperation mit Hochschulen undweiteren Unternehmen aus OWL, wirdbereits in der Serienfertigung eingesetzt.OWL-Das Magazin 20.2014topocare, GüterslohSchutz vor Hochwasserschneller und effizienter machen: Das junge Unternehmen topocareGmbH hat ein innovatives Systemfür den Deichbau entwickelt. EineMaschine wickelt aus einem GeotextilMaterial Endlosschläuche, die mit Sandoder anderem Schüttgut gefüllt werden.Diese Schläuche werden direkt vor Ortvorbereitet und verlegt. Das Verfahrenermöglicht auch schnelle Reaktionenim Katastrophenfall. topocare hat dafürden Start-up-Preis bekommen. (JS)Die Preisverleihung: (v.l.) Jurysprecher ThomasNiehoff (IHK Ostwestfalen), Herbert Sommer(OstWestfalenLippe GmbH), Roland Draier (topocare GmbH), Karl-Ernst Vathauer (MSF-Vathauer),Dr.-Ing. Jens Bunte (Wilhelm Böllhoff GmbH &Co. KG), Michael Heidkamp (Westfalen WeserEnergie), Marc Vathauer (MSF-Vathauer), ChristianKracht (Stadtwerke Bielefeld GmbH), NRW-Innovationsministerin Svenja Schulze und Herbert Weber(OstWestfalenLippe GmbH).


www.dspace.comFuture made in Paderborn.Wo auch immer auf der Welt Ingenieure Software und Elektronik für die Autosund Flugzeuge der Zukunft entwickeln: dSPACE in Paderborn ist mit dabei.Von der Idee bis zur Serie, vom Regler-Prototyping bis zur EchtzeitSimulation haben wir für jeden Anspruch von morgen schon heute dasrichtige Werkzeug. Mit unseren Werkzeugen erkennen unsere KundenEntwicklungsperspektiven frühzeitig, setzen sie um und testen sie.So beschleunigen wir ihren Erfolg – weltweit.Und das seit über 25 Jahren jeden Tag aufs Neue.


64AUSGEZEICHNETCSR-Preis OWL für Böllhoff und SC electronic serviceFoto: Initiative für Beschäftigung OWLVorbildliches Engagement ausgezeichnetPremiere: Zum ersten Mal hat die Initiativefür Beschäftigung OWL e.V. den CSR-PreisOstWestfalenLippe verliehen.Anerkennung für gesellschaftliches Engagement: Böllhoff aus Bielefeld und SCelectronic service aus Herford bekommen den ersten CSR-Preis OWL, den dieInitiative für Beschäftigung OWL e.V. verleiht. Der Jurypreis ging an die BöllhoffGruppe, einen der führenden Anbieter von Verbindungselementen, Montagetechnikund Verarbeitungssystemen. Das familiengeführte Unternehmen engagiert sich fürseine Mitarbeiter, die Umwelt, die Gesellschaft und die Region. Den Publikumspreiserhielt SC electronic service, ein Dienstleister im Bereich Elektronikfertigung. EinSonderpreis ging an EDEKA Wehrmann in Hiddenhausen (Kreis Herford) für einKonzept zur Inklusion von Menschen mit Behinderung (VH).www.csr-preis-owl.deAndreas Hettich OWL-Unternehmer des JahresEhrung für erfolgreichen UnternehmerAndreas Hettich istOWL-Unternehmer des Jahres 2013.Der 44-Jährige führtals geschäftsführenderGesellschafter der Hettich-Unternehmensgruppemit Sitz inKirchlengern (Kreis Herford) einender größten Möbelbeschlägeherstellerweltweit. Die Auszeichnung wird allezwei Jahre vom Verband Die Familienunternehmer-ASU und der Bankenvereinigung Bielefeld verliehen. Sie ehrenerfolgreiche Unternehmerpersönlichkeiten aus OstWestfalenLippe, die sichdurch eine visionäre Unternehmens-führung und ihr soziales Engagementauszeichnen. Andreas Hettich setzt sichnicht nur für die Unternehmensgruppeein, sondern auch für die Belange derRegion und der regionalen Wirtschaft.Aus- und Weiterbildung haben ebensowie Umweltstandards einen hohenStellenwert für ihn (VH/JS).www.familienunternehmer.euSonderpreis für OstWestfalenLippe GmbH und Spitzencluster it’s OWLDie „Marketing OWL“ 2014 geht anPiening Personal. Der BielefelderPersonaldienstleister bekommt die Auszeichnung des Marketing-Clubs OWLBielefeld e.V. für seine erfolgreicheMarkenstrategie. Das 1979 gegründeteFamilienunternehmen beschäftigtmehr als 6.000 Mitarbeiter und setzte2013 nach eigenen Angaben rund 200Millionen Euro um.Ein Sonderpreis geht an die OstWestfalenLippe GmbH und den Spitzencluster it’s OWL. Die Auszeichnung deseinzigartigen TechnologienetzwerksOWL-Das Magazin 20.2014als Spitzencluster in der HightechStrategie der Bundesregierung bietethervorragende Chancen, OWL alsStandort für Spitzentechnologie zuprofilieren.Die „Marketing OWL“ wird seit 1997an ein mittelständisches Unternehmenaus OstWestfalenLippe verliehen, dassich durch eine erfolgreichen Marketingstrategie positiv durchgesetzt hat.Der Preis des Marketing-Clubs OWLBielefeld e.V. wird in diesem Jahr zum12. Mal vergeben. (vh/js)www.mc-owl-bielefeld.de/marketing/Foto: Marketing-Club OWL BielefeldPersonaldienstleister bekommt die „Marketing OWL”Geschäftsführung und Marketing-Team von PieningPersonal: (v.l.) Holger Piening, geschäftsführenderGesellschafter, Petra Burmester, Kathleen Kutz,Julia Buschmann, Katharina Sternberg (alleMarketing-Team), Frank Schrader, Mitglied derGeschäftsleitung, verantwortlich für Marketingund Unternehmensentwicklung.


AusgezeichnetErnst-Blickle-Preis für Martin KannegiesserHerausragender EinsatzgewürdigtMartin Kannegiesser ist Gewinner des renommiertenErnst- Blickle-Preises. Der Inhaberdes WäschereianlagenherstellersHerbert Kannegiesser GmbH ausVlotho (Kreis Herford) wurde alsGeschäftsführer des Familienunternehmens für sein herausragendes Engagement in Aus- und Weiterbildung, als langjähriger Präsident von Gesamtmetall sowie der europäischenMetall- und Elektro-Arbeitgeberverbände ausgezeichnet.Der Ernst-Blickle-Preis wird von der SEW-EURODRIVEStiftung vergeben und ehrt erfolgreiche Unternehmer, diesich mit großem Engagement für die wirtschaftspolitischenInteressen des Industriestandortes Deutschlands eingesetzt haben. Das Preisgeld von 100.000 Euro übergibt derPreisträger an die Kannegiesser Stiftung, die sich für dieFörderung von Hochbegabten einsetzt.http://sew-eurodrive-stiftung.de/ernst_blickle_preis.htmlNachhaltigkeitspreis für CalsithermInnovative Idee entlastetdie UmweltDie Paderborner Calsitherm Silikatbaustoffe GmbHhat den Nachhaltigkeitspreis bekommen, den dieUmweltstiftung der ostwestfälischen Wirtschaft erstmalsverliehen hat. „Wir haben einen Preisträger gefunden, deräußerst innovative und zukunftsweisende Ideen für eineneffizienten Umgang mit Energie und Material aufzeigt“, lobteJurysprecher Dr. Heinrich Bottermann, Generalsekretär derDeutschen Bundesstiftung Umwelt. Calsitherm überzeugtemit der Entwicklung neuer Materialien zur Formgebung undVeredelung von Glaswerkstoffen. Den Sonderpreis bekamdas Leo-Sympher-Berufskolleg in Minden. Schüler hattenein Modell eines Pumpspeicher-Kraftwerks gebaut, das alsLernanlage im Bereich Elektrotechnik dient. (JS)www.ostwestfalen.ihk.deFoto: Gabriel Henkel/IHK OstwestfalenPreisverleihung: (v.l.) Reinhard Geffert (Leo-Sympher-Berufskolleg), JurysprecherDr. Heinrich Bottermann, Alexander Harder (Leo-Sympher-Berufskolleg), Dr. TobiasHölscher und Dr. Hans-Jürgen Schneider (Calsitherm), Prof. Dr. Dr. Franz-JosefRadermacher und Bodo Cordes, Umweltstiftung der ostwestfälischen Wirtschaft.OWL-Das Magazin 20.2014


66KulturKulturtermine 2014Ausstellungen, Aufführungen, Events, Festivals: Die Galerien, Museen, Bühnen und viele andereKulturschauplätze in OstWestfalenLippe haben für jeden Geschmack etwas zu bieten. Hier einekleine Auswahl – noch mehr Termine finden Sie unter www.owl-kulturbuero.de.Ausstellungseröffnung: „Der große Krieg?“Marsch, marsch ins Beet. Neu verliebt in alte Sorten08.04.-29.06. | Stadtmuseum Gütersloh - Châteauroux undGütersloh im Ersten Weltkrieg Eine gemeinsame Ausstellung derStadt Gütersloh und der Partnerstadt Châteauroux.Der Eintritt zu allen Veranstaltungen ist frei.www.dergrossekrieg.deBis 31.10. | LWL Freilichtmuseum Detmold Die Saison 2014 stellt imLWL-FreilichtmuseumDetmold, der größten derartigen Einrichtung Deutschlands, die Gartenvielfalt inden Mittelpunkt.www.lwl-freilichtmuseumdetmold.deLeben und Tod im alten Peru12.04.-09.11. | Lippisches Landesmuseum Detmold - Anlässlich der Rückkehr der peruanischen Mumien ins LippischenLandesmuseum gibt die Sonderausstellung faszinierende Einblickein die Lebens- und Geisteswelt präkolumbianischer Hochkulturen.www.lippisches-landesmuseum.deFashion TalksBis 15.05.14 | Heinz NixdorfMuseumsForum Paderborn- Mode und Kommunikation- Die Ausstellung beleuchtetden individuellen und kollektiven Umgang mit Mode sowieBotschaften, die wir mit unsererKleidung transportieren.www.hnf.de/fashiontalksDie Falkenburg. Ursprung LippesBis 30.12. | Lippisches Landesmuseum Detmold - Originalfunde spiegeln das herrschaftliche und alltägliche Leben aufder Falkenburg bei Detmold wider. Die Ausstellung präsentiertAusgrabungsergebnisse und bietet Einblicke in das Leben auf einermittelalterlichen Burg.www.lippisches-landesmuseum.deBOOSTER. Kunst Sound MaschineBis 01.06. | Marta Herford - Zum ersten Mal widmet sich eineAusstellung dem weltweiten Phänomen mobiler Soundsysteme.Die mobilen Sound-Skulpturen lassen eine pulsierende Welt (sub-)kultureller Sphären aufleben.www.marta-herford.deVerführt von Landschaft.Bilder der Natur vom Barock bis zur ModerneBis 15.06. | Städtische Galerie in der Reithalle Paderborn - 70Kunstwerke aus der Sammlung des Clemens-Sels-Museums Neussbieten einen Einblick in die Entwicklung der Landschaftsmalerei.www.freundeskreis-galerien-paderborn.deOWL-Das Magazin 20.2014Der Berliner Skulpturenfund. “Entartete Kunst“ im BombenschuttBis 15.06. | Kaiserpfalz Paderborn - 2010 wurden bei archäologischen Grabungen in Berlin Skulpturen der klassischen Moderne geborgen, die von den Nationalsozialisten als sogenannte„Entartete Kunst“ klassifiziert worden waren. Diese sind nun inPaderborn zu sehen.www.kaiserpfalz-paderborn.deUnterwelten. Die andere Sicht der DingeBis 21.09. | LWL Industriemuseum Ziegelei Lage - Wie ineinem Gesamtkunstwerk begegnen sich Kunst, Natur, Kultur,Musik und Wissenschaft auf immer wieder neue Weise in dieserAusstellung.www.lwl.org/LWL/Kultur/wim/portal/S/lage/ortWritten on Skin. Oper in drei Teilen von George BenjaminAb 11.04. | Landestheater Detmold - In Form einer provenzalischen Geschichte aus dem 13. Jahrhundert, wahrgenommenaus der Perspektive des 21. Jahrhunderts, spürt „Written on Skin”den Konsequenzen der Selbsterkenntnis nach und untersucht dieGrenzen der Macht, die ein menschliches Wesen über ein andereshaben kann.www.landestheater-detmold.deL‘arte del vetro13.04.-12.10. | LWLIndustriemuseum GlashütteGernheim - Die Ausstellungzeigt typisch venezianischesMurano-Glas des 19. Jahrhunderts aus Privatsammlungen.www.lwl.org/LWL/Kultur/wim/portal/S/gernheim/ort


Heute die Filiale vonmorgen gestaltenImmer mehr Finanzinstitute gestalten ihren Vertriebskanal Filiale neu, umein besseres Kundenerlebnis zu bieten und neue Vertriebs- und Serviceansätze zu unterstützen. Wincor Nixdorf entwickelt mit Banken weltweitFilialprozesse von morgen - angefangen von der Filialberatung und Filialgestaltung über die Auswahl und Implementierung der Hard- und Softwarebis zum hochverfügbaren Betrieb der SB- und Filial-IT.Für mehr Informationen: www.wincor-nixdorf.com


68KulturSupergute Tage oder die sonderbare Welt des Christopher BooneSchau mal an!Ab 29.03. | Stadttheater Bielefeld - Am Anfang steht ein Mord.„Supergute Tage” ist ein handfester Krimi, nur dass DetektivChristopher Boone ein 15-jähriger Asperger-Autist ist und dasOpfer der Nachbarshund Wellington.www.theater-bielefeld.de25.05.-07.09. | Naturkunde-Museum Bielefeld- Die Ausstellung zeigteine ungewöhnliche FotoEntdeckungsreise hinter denKulissen des Museums.www.namu-ev.deDas Glück in der KunstBis 03.08. | Kunsthalle Bielefeld - ImSpannungsbogen vom westfälischen Expressionismus zur Stuttgarter Avantgarde stehtder gebürtige Bielefelder Hermann Stenner.Der Expressionismus und die Abstraktion um1914 werden an Beispielen aus der Sammlung Bunte vorgestellt.www.kunsthalle-bielefeld.deMichael Beutler10.05.-27.07. | Kunstverein Bielefeld - Der Kunstverein widmetdem künstlerischen Werk von Michael Beutler, der internationalmit raumgreifenden Bricolage-Installationen bekannt wurde, eineumfangreiche Überblicksausstellung.www.bielefelder-kunstverein.de60. Corveyer Musikwochen. Westdeutsche SinfoniaCarnival der Kulturen11.05. | Bielefeld - Dieinternationale Straßenparade von rund 2000Akteuren in 70 Gruppenzieht wieder mit heißenRhythmen, fantasievollenKostümen und farbenprächtige Masken durchdie Innenstadt.www.carnival-bielefeld.deMisery von Simon MooreAb 16.05. | Theater Paderborn - Ein abgelegenes Haus in denBergen, ein Bestseller-Autor und sein durchgeknallter Fan: dieperfekte Konstellation für einen Psychothriller, wie ihn nur derMeister des Gruselns Stephen King schreiben kann.www.theater-paderborn.deAb 11.05. | Schloss Corvey Höxter - Die WestdeutscheSinfonia aus Leverkusen zur Eröffnung der Musikwochen Werkevon Schubert, Haydn, Strauss u. a. unter der Leitung von DirkJoeres.www.schloss-corvey.deDer Weibsteufel von Karl SchönherrAb 06.06. | Theater Paderborn - Noch ein, zwei gute Coupsund das Schmugglerpaar kann sich den Traum vom Haus amMarktplatz erfüllen. Als ein junger Zöllner auf das Paar angesetztwird, soll die Frau den Grenzer umgarnen, um von den kriminellenAktivitäten abzulenken.www.theater-paderborn.deNRW-Tag27.-29.06. | Bielefeld - ZumNRW-Tag verwandelt sich dieInnenstadt in eine pulsierende Geburtstags-Metropole.Passend zum 800-jährigenStadtjubiläum feiert das LandNordrhein-Westfalen seinen68. Geburtstag in Bielefeld.www.bielefeld800.de/nrw-tagInternationaler Museumstag18.05. | Museen in OstWestfalenLippe - Das Motto des Internationalen Museumstages 2014 ist „Sammeln verbindet – museumcollections make connections!“. An vielen Häusern werden dazuAktionen angeboten, teilweise ist der Eintritt frei.www.museumstag.de/fuer_besucherThe Beggar’s opera (Des Bettlers große Oper)von John Gay und Johann Christoph PepuschAb 24.05. | Landestheater Detmold - Die Komödie mit adaptierten Opern-Hits machte Furore als beißende Parodie auf eineeitle und egozentrische Politik sowie den aufgeblasenen Theaterbetrieb ihrer Zeit. Statt Göttern und Königen spielen hier Gaunerund Ganoven die Hauptrollen.www.landestheater-detmold.dePaderborner Wissenschaftstage14.-18.06. | Heinz NixdorfMuseumsForum & UniversitätPaderborn - Fünf Tage voller Experimente, Unterhaltung und Spaßfür Familien und Schulklassen bieten die Paderborner Wissenschaftstage. Ausprobieren und Selbermachen stehen im Mittelpunkt.www.paderborn.de/wissenschaftstageMindener Zeitinseln14.-15.06. | Innenstadt Minden - Zum 3. Mal geben in Mindendie Zeitinseln als szenische Miniaturen in der historischen Stadtspannende Einblicke in verschiedene Epochen.www.minden-erleben.deOWL-Das Magazin 20.2014


KulturIm Fußballhimmel und auf Erden69Internationales Stimmenfestival VOICES24.05.-14.09. | Kloster Dalheim - Im Weltmeisterschaftsjahr zeigt diese Ausstellung eine außergewöhnliche Weltzwischen Abseits und Jenseits, in der Fußball und Religionaufeinandertreffen.www.lwl.org/LWL/Kultur/kloster-dalheim28.06.-06.07. | GutHolzhausen Nieheim Das internationale Stimmenfestival VOICESverbindet den Charmeder Landschaft mitder Musik und denkulturellen Kostbarkeiten der Region.www.gut-holzhausen.deOWL Biennale27.-31.05. | OstWestfalenLippe - Unter dem Motto„Mein Herz ist grün von Wald“können Musik, Tanztheater undSchauspiel an außergewöhnlichen Aufführungsorten wieder Waldbühne am Hermannsdenkmal, dem Schloss Detmoldoder dem LWL-Freilichtmuseum genossen werden.www.landschafftkultur.deDie Wewelsburg im Wandel der Jahreszeiten24.06.-27.08. | Kreismuseum Wewelsburg Paderborn - DreiEcken und zahllose Geschichten, umgeben von einer wunderschönen Landschaft, die in jeder Jahreszeit ihren besonderen Charmehat. Die Ausstellung zeigt die Ergebnisse eines Fotowettbewerbs inund um die Wewelsburg.www.wewelsburg.deRotgussBronzenAluminiumbronzeAluminiumMessingKupferGraugussin allen ZuschnittenNiederlassung Gütersloh:Seit Ende 2013 in erweitertem Logistikzentrum mit vollautomatischemHochregallager mit 1150 Lagerplätzen für mehr als 2000 TonnenNE-Metallhalbzeuge auf 5500 Quadratmetern in Ihrer Nähe.OWL-Das Magazin 20.2014


70KULTUR15. Literatur- und Musikfest „Wege durch das Land“BIELEFELD CONTEMPORARY29.05.-10.08. | OstWestfalenLippe - „Wege durch das Land“führt an Renaissanceschlösser, barocke Herrenhäuser, in Klöster und auf Deelen, auf Wiesen, durch Wälder sowie in Parksder Region. Einbezogen werden 35 Orte in Ostwestfalen mit 31Veranstaltungen.www.wege-durch-das-land.de14.09.-16.11. | Kunstverein Bielefeld - Die Ausstellung richtetzum 800jährigen Stadtjubiläum mit einer räumlichen Inszenierungherausragender, privater Sammlungen einen fokussierten Blick aufdie Stadt.www.bielefelder-kunstverein.deJazz-Tage und Jazz-Festival in Corvey und HolzmindenPeter August Böckstiegel. Im Krieg02.07.-31.08. | Kunsthaus Rietberg in Kooperation mit derPeter-August-Böckstiegel-Stiftung - Im Zentrum der Ausstellungstehen Aquarelle, Zeichnungen und Druckgrafiken, die Böckstiegel während der Jahre als Soldat 1915-1919 geschaffen hat.Sie beschreiben das alltägliche Leben und die Gemeinschaft derSoldaten.www.museum.rietberg.dePablo Picasso05.07.-28.09. | Städtische Galerie in der Reithalle Paderborn- Die Städtische Galerie in der Reithalle zeigt grafische Werkeund Mischtechniken Picassos aus der Sammlung der GalerieBoisseré.www.freundeskreis-galerien-paderborn.deMephisto forever von Tom Lanoyenach dem Roman von Klaus Mannab 26.09. | Landestheater Detmold - Zwei Schauspielerkarrierenin den Wirren der Weimarer Republik und des Nationalsozialismus. Der eine opfert seiner Laufbahn Freundschaften und politische Ansichten, der andere übt Widerstand und wird ermordet.www.landestheater-detmold.de4. Internationale Reenactor-MesseSparrenburgfest25.-27.07. | SparrenburgBielefeld - Mittelalterliches Treiben vor historischer Burgkulisse: dasist das Charakteristikumdes Sparrenburgfestes.Die gewaltigen Festungsmauern der Sparrenburgwerden spektakulär inSzene gesetzt.www.sparrenburgfest.deAvantgarde aus Westfalen16.08.-2.11. | Schloss Corvey Höxter - Stücke aus der Sammlung der Provinzial-Versicherung werden gezeigt, die seit den1980ern Jahren westfälische Kunst mit dem Schwerpunkt derTräger des Konrad-von-Soest-Preises sammelt.www.schloss-corvey.deMindener Kultursommerbühne20.-24.08. | Kleiner Domhof Minden - Auf der Kultursommerbühne geben sich die Top-Stars die Klinke in die Hand. Höhepunkte der letzten Jahre waren BAP, die Toten Hosen und GötzAlzmann. Wer dieses Jahr kommt ist noch streng geheim!www.minden-erleben.de800 Jahre Bielefeld. Bielefeld sammelt!14.09.-12.10. | Naturkunde-Museum Bielefeld - Wir zeigen’seuch! Es werden Projekte von Schülern präsentiert, die sich mitVisionen für ein nachhaltiges, umwelt- und menschenfreundlichesBielefeld 2050 befassen.www.namu-ev.deOWL-Das Magazin 20.201418.-21.09. | Schloss Corvey Höxter und Jazz-Club im altenBahnhof Holzminden - Die Weser bei Holzminden und Höxterklingt im September wie der Mississippi bei New Orleans: aufbeiden Seiten der Weser werden am Wochenende Jazz-Konzerteund Jams stattfinden.www.schloss-corvey.de04.-05.10. | Simeonsplatz Minden - Waren, angelehnt an dieZeit von der Antike bis 1918, stehen zum Verkauf. Zudem istGeschichte vor Ort unterhaltsam erlebbar. Interessant für alle,die Freude an schönen Dingen haben.www.minden-erleben.deSymphonic Project OWL22.-30.10. | OstWestfalenLippe - Filmmusik,zeitgenössische Symphonikund Fusion-Jazz in einemKonzert - unmöglich?Nicht, wenn all dieseMusik aus der Feder vonKlaus Doldinger stammt!www.symphonicproject.deDer entfesselte Blick. Die Brüder Rasch undihre Impulse für die moderne Architektur25.10.14-01.02.15 | Marta Herford - Obwohl Bodo (1902-1996)und Heinz Rasch (1903-1995) in Jugendjahren großes Aufsehen inder Architektur- und Designszene erregten, sind sie heute weitgehend vergessen und noch einmal neu zu entdecken.www.marta-herford.deZur Ehre der Altäre. Jesuitenschätze ausden Beständen des Diözesanmuseums30.10.-Februar 2015 | Diözesanmuseum Paderborn - AusAnlass des 400jährigen Jubiläums der Academia Theodorianazeigt das Diözesanmuseum Paderborn eine Sonderausstellung zuGeschichte und Ausstattung ehemaliger jesuitischer Gotteshäuserim Fürstbistum.www.dioezesanmuseum-paderborn.de


MORE THAN A PROMISE. Bei DMG MORI SEIKI, dem weltweit führenden Hersteller spanender Werk-zeugmaschinen, wird die Fabrik der Zukunft entwickelt. Hier in der Region OstWestfalenLippe werdenProduktionsprozesse virtuell am Computer geplant und gesteuert, um sie effizienter, benutzerfreundlicher und zuverlässiger zu gestalten. Nur eine von vielen Bestleistungen aus dem Technologienetzwerk Intelligente Technische Systeme | it´s OWL – und ein bestes Beispiel für Innovationen made inNORDRHEIN-WESTFALEN | NRW. Deutschlands Investitionsstandort Nr. 1 ist Heimat zahlreicherUnternehmen und Forschungspartner, die Ingenieurwissenschaften und Informatik vorantreiben.Neugierig auf ein Umfeld, das auf Zukunft programmiert ist? www.ostwestfalen-lippe.de | www.its-owl.de


72AnzeigeUnternehmens-NewsMut, auf neue Pferde zu setzen!Innovationskultur bei Phoenix ContactAutomatisierte, individuelle Klemmleisten-Bestückung: Beispiel von PhoenixContact für zeitlich und inhaltlich flexible,ressourcenschonende Fertigung als Teilaspekt von Industrie 4.0Erfolgreiches Innovationsmanagementist der Schlüssel für den wirtschaftlichen Erfolg eines Unternehmens unddessen angestrebtes Wachstum. DieElektrotechnik, in der Phoenix Contactbeheimatet ist, ist seit jeher eine derBranchen, in der Technik kontinuierlichweiterentwickelt wird. „Unsere Innovationsstärke liegt darin begründet,dass wir in jeder Produktlinie unseresbreiten Produktspektrums ständigdaran arbeiten, neuen Anwendernutzen zu erzeugen oder neue Produktezu entwickeln“, erklärt Roland Bent,Geschäftsführer Phoenix Contact. Füreine gelebte Innovationskultur werdenbeim Spezialisten für Industrieelektronikgeeignete Rahmenbedingungen fürdie Mitarbeiterinnen und Mitarbeitergeschaffen, mit denen sie kreativ undmit hoher Selbstständigkeit arbeitenkönnen. Diese Arbeitsbedingungenzahlen auch auf die Attraktivität alsArbeitgeber ein. „Man sollte bereit sein,sehr früh zukunftsorientierte Trendsaufzugreifen, bevor diese etabliert sind“,so Bent über die Einstellung bei PhoenixContact. So stehen auch in diesem Jahrviele Projekte, die insbesondere um dasThema Industrie 4.0 kreisen, im Fokus desAutomatisierungsspezialisten.www.phoenixcontact.comVom Airport Paderborn-Lippstadt die Welt mit Lufthansaentdecken – Komfort und Entspannung von Anfang an!Sie wollten schon immer ab PaderbornLippstadt nach Rom, zur Oper in dieMailänder Scala, nach Sizilien, Kroatienoder New York? Kein Problem: Lufthansabedient ab sofort vermehrt touristischeZiele.Der Abflug beginnt direkt vor der eigenenHaustür – bis zu vier Mal täglich ab Paderborn-Lippstadt. Bereits beim Check-inerhalten Sie Ihre Weiterflugbordkartezum Endziel. Zudem gewährleistenkurze Umsteigezeiten sowie durchgechecktes Gepäck Komfort und Erholungvon Anfang an. Der Lufthansa-RundumService beinhaltet ein Freigepäckstückbis 23 kg und kostenlosen Bordservice.Nach der Ankunft in München verbringen Sie Ihren Aufenthalt in EuropasOb Badeurlaub, Kurz- oder Bildungstrip, Städteoder Fernreise - Lufthansa bildet! Entdecken Siedie Vielfalt der Reisemöglichkeiten direkt vomPaderborn-Lippstadt Airport!schnellstem Passagierterminal. AllenLufthansa-Passagieren stehen dort kostenlose Heißgetränke zur Verfügung. Einumfangreiches Angebot an Gastrono-Für die Inhalte der UNTERNEHMENS-NEWS verantwortlich im Sinne des Presserechtssind ausschließlich die Verantwortlichen der jeweils dargestellten Unternehmen.OWL-Das Magazin 20.2014mie- und Shopping-Möglichkeiten garantiert schließlich einen angenehmenAufenthalt und verkürzt die Wartezeit.www.airport-pad.com


AnzeigeUnternehmens-News73Persönliche Nähe zu den Mitarbeitern –Weidmüller überzeugt in Deutschland und internationalOb als „Top Arbeitgeber Ingenieure 2014“in Deutschland als oder als „Best Employer“ mit dem Gongkong Award in China –Weidmüller überzeugt dieses Jahr erneutmit herausragenden Angeboten und„persönlicher Nähe“ zu den Mitarbeitern.Das ostwestfälische Unternehmen mitSitz in Detmold und weltweit über 80Produktions- und Entwicklungsstandorten bietet ein breites Lösungsportfoliofür seine Kunden in den Märkten Maschinenbau, Prozessindustrie, Energie,Verkehrstechnik und Geräteherstellern.Grundlage für den Erfolg ist eine kontinuierliche Personalentwicklung und einweltweites Innovationsnetzwerk mitEntwicklungszentren in Deutschland,Spanien, Australien, China, Brasilienund Singapur.Eine eigene Akademie in Detmold unddie Asia Academy in Shanghai vereinenMitarbeiterqualifizierung und nachhaltigen Wissenstransfer für die weltweit4400 Mitarbeiter. Für das Familienunternehmen sind die Mitarbeiter einwichtiger Erfolgsfaktor für den Erhaltvon nachhaltigem Wachstum, der finanziellen Stabilität und der langfristigen Unabhängigkeit.www.weidmueller.com/karriereSchädlingsbekämpfung auf den Punkt  „Andere denken nach, wir denken vor“– so lautet das Credo der VERMINBielefeld Kopietz GmbH. Seit mehr als35 Jahren steht das Unternehmen fürqualifizierte Schädlingsbekämpfungen,Hygienemaßnahmen und den Vertriebvon Schädlingsbekämpfungs- und Desinfektionsmitteln für gewerbliche undprivate Kunden.Das Unternehmen arbeitet nach den gültigen Gesetzen, Normen und Richtlinien.Ziel ist es, den Einsatz von Gefahrstoffezu minimieren beziehungsweise nachMöglichkeit ganz darauf zu verzichten.Umweltfreundliche, ökologische undschadstoffminimierte Schädlingsbekämpfung steht bei VERMIN an obersterStelle. Dafür wurden die Bielefeldermit dem Öko-Zertifikat des Vereins zurFörderung ökologischer Schädlingsbekämpfung e.V. (VFöS) ausgezeichnet.Außerdem ist das bundesweit tätigeUnternehmen nach DIN EN ISO 9001zertifiziert und führt das Campus Siegel, das dem Betrieb vom DeutschenSchädlingsbekämpferverband e.V. (DSV)für die Weiterbildung und Qualifikationvon Mitarbeitern verliehen wurde. wird das ausgezeichnete Know-howvon kuwaitischen Geschäftspartnernerfolgreich eingesetzt.www.vermin.deAls Ergänzung zum Bielefelder Standortwurde VERMIN Kuwait gegründet. DortOWL-Das Magazin 20.2014


74AnzeigeUnternehmens-NewsHPS Steuerberatungsgesellschaft mbH, Herford– Nachfolgeplanung und NießbrauchSeit jeher ist der Nießbrauch ein beliebtes Gestaltungsmittel bei der vorweggenommenen Erbfolge. Seit 2009kann der Kapitalwert des Nießbrauchsals Verbindlichkeit bei der Bemessungsgrundlage für die Steuer abgezogenwerden.Darauf machen die SteuerberaterinHeike Niemann und Martin Schrahe,Wirtschaftsprüfer und Steuerberaterbei HPS, aufmerksam. Insbesonderebei der Übertragung von Betriebsvermögen ist der Nießbrauch interessant,wenn bereits absehbar ist, dass dieVoraussetzungen des § 13a ErbStGwie etwa die Haltefristen oder dieLohnsummenklausel nicht eingehaltenwerden können. In diesen Fällen entfälltdie Steuerbefreiung bzw. der Verschonungsabschlag, sodass der Vorbehaltdes Nießbrauchs eine erhebliche Reduzierung der Steuerbelastung zur Folgehaben kann. Der Nießbrauch erlischtmit dem Tod des Nießbrauchers und löstkeine weitere Erbschaftsteuerbelastungder Erben aus. In jedem Fall erfordertdie vorweggenommene Erbfolge einesorgfältige Planung und ein systematisches Vorgehen, das auch menschlichsensible Aspekte einbeziehen sollte.Gute Berater entwickeln zusammen mitihren Mandanten Strategien, die nebenpersönlichen Vorstellungen steuer-,erb- und gesellschaftsrechtliche Problemstellungen aufeinander abstimmenund optimieren.www.hps-consulting.deIntelligente Systeme und hochpräziseKomponenten Made in BielefeldDinge die ein jeder kennt... Was habenBustüren und Bagger gemeinsam?Augenscheinlich nicht viel—geht manjedoch tief ins Detail, sorgen Komponenten von IWN aus Bielefeld dafür, dasssich beispielsweise die Bustür öffnet undschließt und der Bagger seine Schaufelbewegen kann.Das Unternehmen hat sich darauf spezialisiert, kundenspezifische Systeme zuentwickeln und zu fertigen. Hochgenauwerden die mechanischen Komponenten gedreht und geschliffen, denn inhydraulischen Systemen von BaggernFür die Inhalte der UNTERNEHMENS-NEWS verantwortlich im Sinne des Presserechtssind ausschließlich die Verantwortlichen der jeweils dargestellten Unternehmen.OWL-Das Magazin 20.2014kommt es auf kleinste Spaltmaße undabsolute Präzision an. Im Personenverkehr von Stadt– und Reisebussen hatmaximale Sicherheit der Komponentenhöchste Prämisse. Aus diesem Grundwurde die Türantriebstechnik unterGesichtspunkten effzienter Kraftübertragung, stabiler Laufleistung und gesicherter Funktionalität entwickelt. Zumeigentlichen Türantriebszylinder gehörtals weitere Systemkomponente auchdie passende Steuerelektronik. Auch diese wurde von IWN eigens konzipiert undist mittlerweile weltweit im Einsatz.www.iwn.de


AnzeigeUnternehmens-News75Nionex relauncht Internetauftrittdes Landmaschinenherstellers CLAASCLAAS plante zum Jubiläum einen vollständigen Relaunch seines Internetauftritts. Entstanden ist eine neue Websitemit Übersetzungsmanagement undFluid Design. Im Zuge des Relaunchessollten zudem die deutschen Inhalte, dieals Referenz für die Erstellung sämtlicheranderen Sprachversionen dienen, neuerfasst werden, um mit sauberen Datenim neuen System zu starten. Die übrigenAnforderungen wie die Schnittstelle zumÜbersetzungsmanagement-FrameworkOntram und die Umsetzung des FluidDesigns zur automatisch angepasstenDarstellung der Inhalte auf mobilenEndgeräten samt der dazugehörigenTemplates hat Nionex anschließendnach einem gemeinsam festgelegtenFahrplan in mehreren Schritten realisiert.Das von Nionex implementierte undangepasste CMS erfüllt zielgenau diegestiegenen Ansprüche von CLAAS aneine einfachere und effizientere Erstellung und Verwaltung von Inhalten. DankFluid Design werden die Webseiten nunautomatisch an die Bildschirmgröße derAusgabegeräte angepasst und sind damit auch auf Tablets oder Smartphoneskomfortabel nutzbar. Darüber hinauserleichtern die integrierten Konzeptezur Regionalisierung und das zusätzlichvon Nionex angepasste Übersetzungsmanagement-Tool die Bereitstellungder über 150 länderspezifischen Seiten.www.nionex.deSCHLAUMACHEN!Das haben Sie bestimmt noch nicht gewusst:Bielefeld hat mit seiner starken Wirtschaftso richtig viel zu bieten.Machen Sie sich schlau auf unserembeispiellosem Wirtschaftsportal.www.das-kommt-aus-bielefeld.deOWL-Das Magazin 20.2014


76AnzeigeUnternehmens-NewsCampus Handwerk: Hightech-Schmiede nimmt Gestalt anDer Interviewpartner ist der Hauptgeschäftsführer der HandwerkskammerOstwestfalen-Lippe zu Bielefeld, Michael Heesing.Ostwestfalen-Lippe ist mittlerweileals Innovationsregion erster Klassebundesweit bekannt. Wie unterstütztdie Handwerkskammer ihre Mitgliedsbetriebe, ganz vorne in dieser Ligamitzuspielen?Durch entsprechende Beratung, vorallem aber durch passgenaue Lehrgänge und Seminare. Aus diesem Grund istuns auch vor über sechs Jahren die Ideefür unseren neuen Campus Handwerkund das dort integrierte Kompetenz-zentrum „Intelligente Gebäudetechnologien“ gekommen. Es wird in denZukunftsbereichen Steuerungs- undAutomatisierungstechnik, also Ge­bäudeautomation, Energietechnik,Informations- und Kommunikationstechnik, Umweltschutz­technik undWissensmanagement tätig sein.Ein Bildungscampus als HightechSchmiede, davon könnten doch sicherlich auch andere Branchen als dasHandwerk profitieren.Natürlich. Bei unserem Vorhaben gehtes um eine gewerke-, ja branchenübergreifende Betrachtung von Gebäudenunter den Gesichtspunkten Klima,Sicherheit und Kommunikation. Dazuzählen wir Wärmeerzeugungssysteme,Lüftungs- und Kälteanla­gentechnik, aberauch Schließtechnik und Verfügbarkeitvon Energietechnik in Verbindung mitTelekommunika­tion und Datennetzwerktechnik.Welches Ziel verfolgen Sie damit?Wir wollen die Zukunftsfelder Erneuerbare Energien und Energietechnik imGebäude ganzheitlich abdecken. Das istunser Beitrag zum regionalen, branchenübergreifenden Technologie-Netzwerk„it’s OWL“ und den NRW-Initiativen zurFachkräftesicherung.Weitere Infos unter:www.campus-handwerk.deEffiziente Filialkonzepte gewinnen an Bedeutung– Wincor Nixdorf als erfahrener Partner für BankenDie Filiale ist für Banken der wichtigsteVertriebskanal und garantiert denimmer wichtiger werdenden Kundenkontakt. Studien bestätigen: Mehr als80 Prozent der Banken glauben, nurmit einer Veränderung ihrer Filialnetzewerde eine echte Kundenzentrierungerreicht. Die eine Standard-Bankfilialegibt es dabei nicht mehr. Je nach Standort sind individuelle Filialtypen gefragt,die auf die verschiedensten Bedürfnisseeingehen. Deshalb gestalten weltweitimmer mehr Finanzinstitute ihrenFilialkanal neu. Der erste Schritt iststets eine grundsätzliche Analyse derFilialstrategie.Je nach Ausrichtung des Finanzinstitutes, der Standorte seiner Filialen undder spezifischen Kundenwünsche differenzieren sich die Filialkonzepte und derMix der Filialtypen – vom Flagship-StoreFür die Inhalte der UNTERNEHMENS-NEWS verantwortlich im Sinne des Presserechtssind ausschließlich die Verantwortlichen der jeweils dargestellten Unternehmen.OWL-Das Magazin 20.2014über die Full-Service- und die ExpressFiliale bis hin zur Mini-Filiale.Detailliertes Verständnis vom richtigenFilialtypen-Mix ist die Basis für eineffizientes Filialnetz und ein optimalesFilialkonzept. Erst danach können die unterschiedlichen Kundenservices und dienotwendigen Technologien in Form vonHard- und Software ausgewählt werden.Wincor Nixdorf sieht sich mit seinerlangjährigen Erfahrung als wichtigenPartner für die Banken, angefangen vonder Filialgestaltung über die Implementierung der richtigen Hardware bis zurSoftware.www.wincor-nixdorf.com


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OstWestfalenLippe –ganz oben in Nordrhein-WestfalenEin historischer Ort am Ufer der Weser will die erste UNESCO-Weltkulturerbestättein Westfalen-Lippe werden. Die Entscheidung über die Aufnahme von Schloss Corvey(großes Bild) bei Höxter in die Welterbe-Liste fällt im Sommer 2014.Foto: LWLFoto: Pro Herford GmbHFoto: Bielefeld MarketingOstwestfalenLippe hat auch sonst viele Sehenswürdigkeiten zu bieten. Dazu gehören(von links) das Rathaus und Stadttheater in Bielefeld, das Museum Marta und dasgegenüberliegende Elsbach-Haus in Herford, das Klostermuseum Dalheim bei Lichtenau(Kreis Paderborn), die zahlreichen historischen Mühlen im Kreis Minden-Lübbecke,das Rathaus von Rietberg (Kreis Gütersloh) und die sagenumwobenen Externsteineim lippischen Horn-Bad Meinberg.


Foto: A.Hub/OstWestfalenLippe GmbHFoto: Stadt RietbergFoto: Winfried HedrichFoto: Novosights PB, Kulturkreis Höxter-Corvey gGmbH


80Zahlen und FaktenBevölkerungOstWestfalenLippe: Ganzoben in Nordrhein-WestfalenOstWestfalenLippe ist deckungsgleich mit Nordrhein-Westfalensnordöstlichem Regierungsbezirk Detmold. Mit 6.500 Quadratkilometern umfasst die Region etwa ein Fünftel der Fläche desBundeslandes.Über zwei Millionen Menschen lebenin den sechs Kreisen Gütersloh, Herford,Höxter, Minden-Lübbecke, Lippe undPaderborn und der kreisfreien StadtBielefeld.ErreichbarkeitDie Region liegt im deutschen und europäischen Raum zentral und günstig. Dieinternational und national bedeutsamenOst-West-Verkehrswege A2, A30, A33und A44 mit ihren jeweiligen NordSüd-Anbindungen A7 und A1 bietenschnelle Verbindungen in alle Richtungen. Hinzu kommen Wasserstraßen(Mittellandkanal, Weser), Bahnverbindungen mit ICE und IC sowie derRegionalflughafen Paderborn-Lippstadtmit innerdeutschen und europäischenAnbindungen.TourismusIn der Urlaubsregion Teutoburger Wald– mit Highlights wie dem ausgezeichneten Wanderweg „Hermannshöhen” oderder Garten_Landschaft OstWestfalenLippe – werden jährlich 6,5 MillionenÜbernachtungen verbucht. Das ist spitzein Nordrhein-Westfalen.WirtschaftOstWestfalenLippe ist einer der stärksten Wirtschaftsstandorte in Deutschland. Die Region steht für einen ausgewogenen Branchenmix mit starkenGroßunternehmen – häufig in Familienhand – und zahlreichen Mittelständlernund Kleinunternehmen. Firmen wieBertelsmann, Dr. Oetker, Melitta, Miele, Claas und Schüco, Gerry Weber undWincor Nixdorf sind hier fest verwurzelt. Zu den großen Branchen gehörender Maschinenbau, die Möbelindustrie,die Metallverarbeitung und die Elektroindustrie, das Ernährungsgewerbe, dieTextil- und Bekleidungsindustrie, dieGesundheitswirtschaft und die Kunststoff verarbeitende Industrie. Übereine Million Erwerbstätige arbeitenin rund 150.000 Unternehmen. DasBruttoinlandsprodukt liegt bei rund 60Milliarden Euro.OWL-Das Magazin 20.2014


Zahlen und FaktenHochschul- undForschungslandschaftLondon: 7 StundenAn 13 Hochschulen in OstWestfalenLippe studieren rund 60.000 jungeMenschen aller Fachrichtungen. DieHochschulen geben wichtige Impulsefür Forschung und Entwicklung in derRegion.Städte über 50.000 EinwohnerBielefeld Paderborn Gütersloh Minden Detmold Herford Bad Salzuflen 328.083143.52797.69995.37373.39765.18852.135Amsterdam: 4 StundenHamburg: 2 StundenHannover: 1 StundeBerlin: 2,5 StundenDüsseldorf: 1,5 StundenKöln: 2 StundenBrüssel: 4 StundenFrankfurt: 3,5 StundenParis: 5,5 StundenQuelle: IT.NRW, Stand 30.06.201381München: 5,5 StundenDurchschnittliche Reisezeit mit dem Zug vom Bielefelder Hauptbahnhof. Quelle: www.bahn.deBranchennetzwerkeInstitutionenZahlreiche Unternehmen der Regionhaben sich in Brancheninitiativenzusammengeschlossen, um Synergienzu nutzen, ihre Wettbewerbsfähigkeitzu stärken und ihre Innovationskraftzu steigern.Bio-Tech-RegionOstWestfalenLippe e.V.www.bio-owl.deEnergie Impuls OWL e.V.www.energie-impuls-owl.deFood-Processing Initiative e.V.www.foodprocessing.deInnoZent OWL e.V.www.innozentowl.deInteG – Intelligente Gebäudetechnologien am Campus Minden e.V.www.integ-owl.deIT-Dialog OWLwww.it-dialog-owl.deKunststoffe in OWL e.V.www.kunststoffe-in-owl.deOWL Maschinenbau e.V.www.owl-maschinenbau.deSocial Media OWL e.V.www.smowl.deZIG – Zentrum für Innovation inder Gesundheitswirtschaft e.V.www.zig-owl.deWichtige Anlaufstellen auf regionalerEbene sind die Bezirksregierung unddie Kammern in OstWestfalenLippeHandwerkskammer OstwestfalenLippe zu Bielefeldwww.handwerk-owl.deIndustrie- und HandelskammerOstwestfalen zu Bielefeldwww.ostwestfalen.ihk.deIndustrie- und HandelskammerLippe zu Detmoldwww.detmold.ihk.deBezirksregierung Detmoldwww.bezreg-detmold.nrw.deWirtschaftsstandort-LippeKreis Minden-Lübbeckewww.minden-luebbecke.de/Wirtschaftpro Wirtschaft GT GmbHwww.pro-wirtschaft-gt.deWirtschaftsentwicklungsgesellschaftBielefeld mbHwww.wege-bielefeld.deWirtschaftsförderungsgesellschaftPaderborn mbHwww.paderborn.de/wirtschaftWirtschaftsförderungsnetzwerkdes Kreises Paderbornwww.wirtschaftsfoerderungsnetzwerkpaderborn.deWirtschaftsförderungWirtschaftsförderung wird in OWLauf kommunaler Ebene umgesetzt.Hier finden Sie eine Aufstellung derWirtschaftsförderungen der Kreise undGroßstädte:Gesellschaft für Wirtschaftsförderung im Kreis Höxter mbHwww.gfwhoexter.deInitiative WirtschaftsstandortKreis Herford e.V.www.iwkh.deKreis Lippewww.kreis-lippe.de/OWL-Das Magazin 20.2014


Rubrik82OstWestfalenLippe –Das Magazin„OstWestfalenLippe – Das Magazin“ bietet seinen Leserneinen Einblick in das Kultur- und Wirtschaftsleben derRegion. Von den Ausgaben 15 bis 19 sowie von der Sonderausgabe „Leben und Arbeiten” sind noch Exemplarevorhanden. Wer seine Sammlung komplettieren möchte– hier die Ausgaben mit Kurzinhalt:Sonderausgabe: Leben & ArbeitenThemen: Ostwestfälisch-lippische Ansichten, Starke Marken, Museumstour,Musik, Theater, Comedy, Spitzensport& Freizeitspaß, LebensstileAusgabe 15Themen: 2.000 Jahre Varusschlacht,Beste Chancen, schöner leben, „Spitzentechnologien aus OWL“,TraumautoArtega, Dr. Markus MieleAusgabe 16Ausgabe 17.2011Auf dem Wegzur ExzellenzOstWestfalenLippe: Spitze bei Innovation und LebensqualitätWirtschaft: Maschinenbau trotzt der Krise | Hochschulen: Impulsgeber für die RegionKultur: Neues Theater in Gütersloh | Profil: Christoph BarreThemen: Auf dem Weg zur Exzellenz:OstWestfalenLippe: Spitze bei Innovation und Lebensqualität, Hochschulen:Impulsgeber für die Region, NeuesTheater in Gütersloh, Christoph BarreAusgabe 17Ausgabe 17.2011Intelligente TechnischeSysteme für dieMärkte von morgenOstWestfalenLippe bautseine Position weiter ausit´s owlIntelligente TechnischeOstWestfalenLippeSystemeHerbert Sommer, Vorsitzender der Gesellschafterversammlungder OWL GmbH, und dessen Stellvertreter, LandratFriedel Heuwinkel.OstWestfalenLippe GmbHDie OstWestfalenLippe GmbH ist ein Gemeinschaftsunternehmen der Kreise Gütersloh, Herford, Höxter, Lippe,Minden-Lübbecke und Paderborn sowie der kreisfreien StadtBielefeld und der regionalen Wirtschaft und Wissenschaft.Diese werden repräsentiert durch den Verein Wirtschaft undWissenschaft für OWL, in dem die Industrie- und Handelskammern Ostwestfalen zu Bielefeld und Lippe zu Detmold,die Handwerkskammer Ostwestfalen-Lippe zu Bielefeld, dieHochschulen sowie derzeit rund 125 Unternehmen aus derRegion zusammengeschlossen sind.Die Gesellschaft hat sich zum Ziel gesetzt, OstWestfalenLippeim Standortwettbewerb der Regionen um Innovationskapital,Wissen und qualifizierte Arbeitskräfte als leistungsstarkenWirtschafts- und Wissenschaftsstandort mit hoher Lebensqualität zu stärken und zu profilieren.ImpressumOstWestfalenLippe – Das Magazin, Ausgabe 20Erscheinungsdatum: April 2014Herausgeber: OstWestfalenLippe GmbH,Jahnplatz 5, 33602 Bielefeld, Tel. 0521 96733-0www.ostwestfalen-lippe.deThemen: Intelligente Technische Systeme, Ohne OWL bleibt die Küche leer,Neue Glanzlichter mit Picasso, Unterwegszu mehr Gesundheit, Helmut DennigKonzept, Redaktion (V.i.s.d.P.): Herbert Weber,Geschäftsführer OstWestfalenLippe GmbHAusgabe 18Jörg Hagemann, Vanessa Helmer (VH), HenningPeitsmeier, Gerald Scheffels, Dr. Reinhard Schwarz,Jens Sommerkamp (JS)Wirtschaft: Ohne OWL bleibt die Küche leer | Kultur: Neue Glanzlichter mit Picasso | Urlaub: Unterwegszu mehr Gesundheit | Porträt: Helmut Dennig | Sport: Paderborn plant ein SommermärchenThemen: Wie Intelligenz in die Maschinekommt, Neue Energie braucht das Land,Vorhang auf im neuen Theater Paderborn, Frank und Gerd-Oliver Seidensticker, 20 Jahre Gerry Weber OpenAusgabe 19Themen: Industrie 4.0 – OWL setztZeichen, Bilster Berg – Eine AutoVision wird Wirklichkeit, Corvey aufdem Weg zum Weltkulturerbe, Fußballauf OstwestfälischOWL-Das Magazin 20.2014Autoren: Prof. Dr. Werner Abelshauser, Stefan Brams,Koordination, Redaktion: Jens SommerkampLayout: Artgerecht Werbeagentur GmbH, BielefeldAnzeigen: Mielitz Verlag GmbH, OstWestfalenLippeGmbH, BielefeldDruck: Print Vertriebs GmbH, MindenHinweis: Namentlich gekennzeichnete Beiträge geben dieMeinung des Autors wieder, nicht unbedingt die des Herausgebers. Serviceangaben sind ohne Gewähr. Nachdruckvon Beiträgen nur mit Genehmigung des Herausgebers.


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