TIER ZOOMAGAZIN 2026 IM ZOO ROSTOCK PLAYMOBIL TRIFFT  ZOO ROSTOCK TIERISCHES JAHR ... mit Neuzugängen,  Nachwuchs und  Publikumslieblingen.  ARTENSCHUTZ Diese Projekte unter-  stützen wir dank des  Engagements unserer  Zoogäste. PLAYMOBIL Die Evolution der  Tiere mit PLAYMOBIL –  Staunen, Spielen,  Lernen im Zoo Rostock TIER ZOOMAGAZIN 2026 IM ZOO ROSTOCK PLAYMOBIL TRIFFT  ZOO ROSTOCK TIERISCHES JAHR ... mit Neuzugängen,  Nachwuchs und  Publikumslieblingen.  ARTENSCHUTZ Diese Projekte unter-  stützen wir dank des  Engagements unserer  Zoogäste. PLAYMOBIL Die Evolution der  Tiere mit PLAYMOBIL –  Staunen, Spielen,  Lernen im Zoo Rostock 


35 Jahre Rostocker Zooverein Der Zoo Rostock gratuliert herzlich und bedankt sich für die großartige Unterstützung!


Liebe Zoofreunde,seit 35 Jahren sind wir dem Zoo  Rostock ein verlässlicher Partner und seit 1992 auch Mitgesellschafter der Zoologischer Garten Rostock gGmbH. Seit unserer Gründung im Jahr 1990  haben wir knapp eine Million Euro für den Zoo zusammengetragen und  an diesen gespendet. So konnten wir  viele kleinere und größere Projekteim Zoo unterstützen. Seit vielen Jahren engagieren wir  uns auch im Natur- und Artenschutz und haben die verschiedensten Arten- schutzprojekte in nah und fern unter- stützt. Unser aktuelles Spenden-projekt „Kranich-Tänze zwischen Nordlandpfad und Fernost“ – lesen Sie mehr dazu auf Seite 16 – steht in diesem Jahr vor seiner Vollendung. Bleiben Sie gespannt, welchen (tie-rischen) Herausforderungen wir uns danach annehmen werden. Wir zählen auf Sie und würden uns  freuen, sollte es nicht bereits der Fall sein, Sie in unseren Reihen der Freunde und Förderer des Zoologi-schen Gartens Rostock willkommen zu heißen! Lassen Sie Ihre Leiden- schaft für unseren Zoo erwachen und  werden Sie Mitglied, damit wir ge-meinsam die Zukunft des Rostocker  Zoos gestalten können. Ihr Mirko Strätz Liebe Zoofreunde,ich heiße Sie herzlich willkommen zum Lesen einer neuen Ausgabe unseres Zoomagazins TierFalt! Wir blicken zurück auf ein ereignis- reiches Jahr und richten den Blick zugleich voraus auf ein abwechs-lungsreiches Jahr mit tollen Veran-staltungen, Tierbegegnungen und  spannenden Projekten. Auf den folgenden Seiten können Sie einen Blick hinter die Kulissen  der Robbenanlage, die wir im vergan- genen Jahr eröffnet haben, werfen.  Mittlerweile haben sich die Tiere  und ihre Pfleger*innen einge- wöhnt. Die Besucher*innen erleben spannende Schaufütterungen,    können das Tiertraining beobachten oder unseren Seehunden und See-bären bei turbulenten Unterwasser- spielen zuschauen. Aber was alles nötig ist, um das Wasser klar, die Tiere gesund und die Anlage sauber  zu halten, das erfahren Sie in diesem  Heft. Dass der Zoo Rostock auch eine wunderschöne Parkanlage hat, wissen Sie längst. Viele von Ihnen schätzen den Spaziergang entlang des blühenden Rhododendron- haines im Frühling, genießen die angenehme Kühle des Zoowaldes im Sommer oder bewundern die Dahlienpracht im Herbst. Für den   Erhalt und die Pflege des ca. 10.000 Bäume umfassenden Waldes sor-gen unsere Gärtner*innen mit viel Engagement, unter ihnen auch ein junger Kollege, der den Gesund-heitszustand der Baumriesen ge-nau im Blick hat. Von unseren tierischen Bewohnern  stellen wir Ihnen in diesem Heft natürlich unsere Neuzugänge vom  Baumkänguru über Seebär bis Roten Panda vor. In der ersten    Reihe stehen diesmal aber auch in- teressante Vertreter unserer Fische, Vögel, Frösche und Spinnen. Lassen  Sie sich überraschen von ihren er- staunlichen Fähigkeiten. Bei Ihrem  nächsten Besuch werden Sie diese Tiere mit anderen Augen sehen – versprochen! Wie immer gilt unser Dank auch den vielen Zoofreunden, die uns mit Patenschaften, mit ehren-amtlicher Arbeit, als Mitglied des Zoovereins oder als Fürsprecher in Unternehmen unterstützen. Vor allem aber richte ich ein großes  Dankeschön an Sie, liebe Leserin  und lieber Leser. Ihr Interesse am Zoo und für die Welt der Tiere macht dieses Magazin lebendig. Haben Sie Ideen für das nächste  Heft? Dann lassen Sie uns das    wissen. Unter allen Rückmeldungen  verlosen wir in diesem Jahr zwei Jahreskarten.  Bleiben Sie uns treu.Herzliche Grüße aus dem Zoo, Ihre Antje Angeli GRUSSWORTE MIRKO STRÄTZ Vorsitzender der Gesellschaft der Freunde und Förderer des Zoologischen Gartens Rostock e.V.  ANTJE ANGELI Zoodirektorin


ARTENSCHUTZ05   Glücksboten in Gefahr –      Zootier des Jahres rückt    Fokus auf Kraniche mit    besonderem Kopfschmuck 06  „Wetlands for Life“ ist   die neue EAZA-Kampagne |    Aktiver Artenschutz vor der   Haustür mit den Sandregen-  pfeifern 09  Citizen Conservation schützt   „die Kleinen“ wie den Nosy-  Be-Buntbarsch TIERGESCHEHEN 08+12   Wer ist neu in der Zoo-          familie? Über neue Arten            und Tierpersönlichkeiten. 13  Nachwuchs im Zoo – ein    Rückblick auf das Jahr 2025 14  Die Robben-WG – wie haben   sich Tiere und Pfleger*innen   eingewöhnt und was für    Technik steckt eigentlich   dahinter? 27  Zusammenarbeit mit EEP:   Erhaltungszuchtprogramme   regeln die Zucht BAUGESCHEHEN10  Von der Wartehalle zum   Kassenhäuschen  – Denkmal   Trotzenburg 19  Gans schön clever: Ein Stall    für unsere Gänse 27  Laaange Leitung für das   Trinkwassernetz 28  Modern und tiergerecht    sind oder werden ver-   schiedene Tieranlagen bei    den Affen und Huftieren PORTRAITS07  Das Gesicht hinter den   Zeichnungen:   Artur Bormann  11  Vorgestellt:    Tierpate Ralf Barg 18  Unsere Tierpflege ganz   privat  bei ihren Hobbies 29  4 Fragen an unsere  Premiumpartner BILDUNG & FORSCHUNG23  Von Affe bis Zwergflusspferd    – Studentenprojekte im Zoo 25  Umweltbildung für jede    Altersgruppe und jeden Anlass SERVICE09  Smarte Tickets mit Jahreskarten    im Onlineticketshop 19  Was soll ins nächste Heft?    Machen Sie mit!  20+21  Veranstaltungen und          Termine im Zoo Rostock 22  Spieleseite zum Malen und    Rätseln 24  Ihr Hunger ist uns nicht   Banane – neue gastrono-  mische Angebote im Zoo 26  Tierisch gut fotografiert:    Foto des Jahres 28  Auf Augenhöhe: Die neuen    Tierbegegnungen und -zeiten 17  Gesundheitscheck für den   Zoo-Wald – zoo grün sind wir! 15+16  Zooverein aus Leidenschaft          Vorstellung ausgewählter          Mitglieder, der ZooEnt-         decker und der aktuellen          Spendenkampagne 27  IMPRESSUM INHALT


05 Seit mittlerweile 10 Jahren ruft die Zoologische Gesellschaft für Arten-  und Populationsschutz (ZGAP) tra-ditionell zum Jahresanfang das Zoo- tier des Jahres aus. Mit dieser Aktion soll das Augenmerk auf bedrohte Tierarten gelegt werden, die keine starke Lobby haben. Gemeinsam mit  ihren Projektpartnern möchte die ZGAP auf diese Weise Artenschutz  sichtbar machen, Wissen vermitteln und konkrete Hilfe vor Ort leisten.In diesem Jahr ist der Kronenkranich  das Zootier des Jahres. Seine Er-scheinung wirkt anmutig: Er be-sitzt eine goldschimmernde Feder-krone, eine Flügelspannweite von knapp 2 Metern und gilt in seinem  Ursprungsgebiet als Glücksbote. Als symbolträchtiger Vogel steht er für  Fortschritt und Frieden – und doch ist seine Existenz bedroht.Kronenkraniche bewohnen vorran- gig Feuchtgebiete Ost- und Südafrikas und ernähren sich u.a. von Insekten, Krustentieren, Weichtieren, Fröschen, Echsen und Samen.  Doch während der Kronenkranich  als Heuschreckenjäger dazu beiträgt,  Ernten zu schützen, in dem er die Entstehung riesiger Wanderheu- schreckenschwärme eindämmt, ist  sein eigener Lebensraum bedroht. Die Zahl der Kronenkraniche in Ost- afrika ist innerhalb der vergangenen  40 Jahre um ca. 80 % gesunken.Die Gründe dafür sind vielfältig:  Lebensraumverlust durch Zer-störung von Feuchtgebieten, ver-stärkter Einsatz von Chemikalien in der Landwirtschaft, Kollision    mit Stromleitungen, illegaler inter- nationaler Wildtierhandel oder Be- jagung durch den Menschen als  Nahrungsmittel oder „Deko-Objekt“. Aufgrund dieser dramatischen Ent- wicklung macht die Aktion „Zootier  des Jahres“ auf die Situation der  Kronenkraniche aufmerksam. Wenn Sie sich aktiv für den Schutz dieser  Vögel einsetzen möchten, infor-mieren Sie sich gern über die Web-seite der ZGAP und spenden Sie  direkt. So werden ausgewählte  GLÜCKSBOTEN  IN GEFAHR 05 Schutzprojekte in Kenia, Tansania und Burundi finanziert.       Bei uns im Zoo Rostock leben eben- falls zwei dieser eindrucksvollen   Glücksboten. Diese gehören zur ost- afrikanischen Unterart des Grau-hals-Kronenkranichs, der als stark gefährdet gilt. Mit unserem 16- jährigen Hahn und der 13-jährigen  Henne sind wir Teil des Europäischen  Erhaltungszuchtprogramms (EEP).Nach einer zweijährigen intensiven  Vorbereitung und mit großem En- gagement unserer Tierpfleger*innen  konnten wir im vergangenen Jahr eine Eiablage bei diesem Paar ver-zeichnen. Für uns eine kleine Sen-sation, da es seit mehr als 15 Jahren keinen Nachwuchs mehr bei den Kronenkranichen gab. Wir blicken daher optimistisch in die Zukunft,  dass es hier vielleicht in diesem Jahr  nach der Eiablage auch zu einer er- folgreichen Ausbrütung kommt.  « »    www.zootierdesjahres.de ARTENSCHUTZ


06 schützen vor Überschwemmungen und speichern riesige Mengen CO 2   – 35 % des weltweiten Kohlenstoffs.  Moore allein speichern 500 Mal mehr  CO 2  als Ozeane! Aber ihre Zerstörung   verursacht 5 % der weltweiten CO 2 -  Emissionen. An dieser Kampagne beteiligen wir uns natürlich tatkräftig – denn auch viele unserer Zootiere stehen als Botschafter für Feuchtlebens-räume. Neben der Flaggschiff-Art der Kampagne, den Flamingos, lebt allein mehr als ein Drittel unserer Vogelarten wassergebunden – das sind über 30 Arten mit mehr als 180 Exemplaren – Pelikane, Störche, Kraniche und viele weitere. Hin-zu kommen Arten wie Fischotter, Zwergflusspferd oder Litschi-Moor- antilope und zahlreiche Bewohner unserer Aquarien und Terrarien.    Sie alle zeigen die enorme Vielfalt der Feuchtgebiete und sensibilisieren für ihren Schutz.      « »    wetlandsforlife.eaza.net Sie bedecken nur 6 % der Erdober-fläche, beherbergen aber 40 % der globalen Biodiversität. Feuchtge-biete gehören zu den wichtigsten Ökosystemen unseres Planeten, verschwinden aber schneller als    jeder andere Lebensraum. Entwässe- rung, Landwirtschaft und Bebauung  vernichten sie im Rekordtempo. Doch einmal zerstört, dauert die Re-naturierung Jahrzehnte.Um die Bedeutung der Feuchtge-biete ins Bewusstsein zu rücken,  widmet der europäische Zooverband EAZA (=European Association of Zoos  and Aquaria) ihnen eine zweijährige Artenschutzkampagne für die Jahre  2026 und 2027. Der Startschuss    wurde am 2. Februar, dem Welttag der Feuchtgebiete, gegeben, um nun unter dem Titel „Wetlands for Life“ praktisch zu ihrem Schutz beizu- tragen. Denn Feuchtgebiete sind nicht nur essentiell für die Natur, sie sind auch Lebensgrundlage für die Menschheit und wesentlich für die Zukunft. Sie filtern unser Wasser,  Im Rahmen des gemeinsam mit der Fachgruppe Ornithologie Rostock im  NABU Mittleres Mecklenburg durch- geführten Artenschutzprojekts für den Sandregenpfeifer an Stränden  in der Umgebung Rostocks gab es 2025 eine Premiere. Zusätzlich zur Einrichtung und Betreuung von Schutzflächen für den vom Ausster-ben bedrohten Küstenvogel wurden  erstmals im Zoo aufgezogene Sand-regenpfeifer ausgewildert. Die Eier  waren zuvor von besonders ungüns- tigen Brutstandorten gerettet und im Inkubator ausgebrütet worden. Mit  der Unterstützung des Rostocker Zoo- vereins konnten auch zwei neue Brutapparate angeschafft werden. »   Mehr dazu im Blogartikel unter           www.zoo-rostock.de/blog WETLANDS ARTEN- AKTIVER  FOR LIFE SCHUTZ ARTENSCHUTZ Nicht nur Vögel bewohnen Feuchtgebiete,  auch der Fischotter steht für die enorme  Vielfalt dieses Lebensraumes. Die Flaggschiff-Art der Kampagne, der  Flamingo. Bei uns ist das der Kubaflamingo.


07 DAS GESICHT  HINTER DEN  ZEICHNUNGEN Artur Bormann ist 42 Jahre alt, gelernter Grafik-Designer und zu-ständig für die naturalistischen Tierzeichnungen, die auf vielen Publikationen des Rostocker Zoos zu finden sind. Als Jahreskarten- inhaber geht er mit seiner Familie regelmäßig und gern in den Zoo. Daher ist das nicht nur ein Job für ihn. Aber wie kam es eigentlich dazu? „ Ich habe damals bei Projekt RK als  Mediengestalter gearbeitet und für das damals relativ neue Polarium Aufkleber vorbeigebracht. Dabei entdeckte ich eine Gorillazeichnung  bei euch auf dem Tisch, mit der ihr nicht so hundertprozentig zufrieden  wart. Ich habe sie mir angesehen  und gemeint, dass ich auch zeichne  und wir ja mal einen Testlauf machen könnten. Ich habe dann mit einem Roten Sichler begonnen.                              Erst kam gar keine    Reaktion von euch,   da dachte ich  schon, das  war‘s. Und   dann habt ihr euch    doch gemeldet, dass ihr  sehr zufrieden seid. Das war  2020, wie die Zeit vergeht! “ Wie kamst du zur Malerei? „ Gemalt und gezeichnet habe ich  schon als kleines Kind gern. Ich erinnere mich, dass ich im Kinder-garten immer Extrazeit bekommen  habe, um meine Bilder noch zu Ende  malen zu dürfen, weil die allen immer   gut gefallen haben. Und da bin ich so dran hängen geblieben und habe gemerkt, dass mir das sehr viel Freude macht. Es ist aber vorrangig  nur ein Hobby. An sich probiere ich gerne unterschiedliche Materialien  und Werkzeuge aus, gern auch Mischungen aus verschiedenen Techniken, aber am liebsten male ich mit Pinsel und Farbe, da kann man ein bisschen rumklecksen und  sich ausprobieren. Ich versuche trotz- dem immer, einen gewissen Realis-mus in die Bilder zu bekommen. “ Was war bisher dein liebstes und dein blödestes Werk für den Zoo? „ Also „Hassobjekte“ gab es einige,  an denen ich mir die Zähne ausge-bissen habe. Im Ranking der „Bad 5“ ist auf jeden Fall der Schnabeligel und an dem Kraken habe ich auch lange gesessen. Gepard und Jaguar  waren anstrengend wegen der    vielen Flecken: Man setzt den Punkt zu eng an den nächsten, das sieht komisch aus, dann macht man das wieder weg und fängt von vorne an… Der Pfau war noch echt hart mit den ganzen Federn, den würde  ich sogar auf Platz 1 setzen. Generell viele Federn oder Fell in verschie- denen Farben sind immer besonders  herausfordernd. Das Gorilla-Kinder- Bild hat auch lange gedauert, aber so mit am meisten Spaß gemacht, weil es niedlich ist und eine tolle  Ausstrahlung hat. Im Großen und Ganzen macht mir die Anfertigung der Tierzeichnungen sehr großen Spaß und ich bin auf jedes der Tiere  bei Fertigstellung stolz und freue mich auf das Nächste. “ Warum, denkst du, ist diese Kunst- form auch in der „modernen Welt“  noch wichtig? „ Ich denke, dass im heutigen KI-  Zeitalter eine handgemachte Zeich-nung an Stellenwert gewinnt, weil das eben nicht jeder kann, im Gegen- satz dazu, die KI zu bedienen. Mit einer Zeichnung kann man zudem ganz gut Details herausarbeiten, auf die man persönlich Wert legt. Was ein Foto vielleicht nicht so kann, trotz  der heutigen Bildbearbeitungsmög- lichkeiten. Außerdem hat durch das  Handgemachte eine Zeichnung oder  Malerei einen ganz anderen emotio- nalen Wert und dadurch eine ganz andere Ausstrahlung. “          artur_art_and_graphics PORTRAIT


08 TIERBESTANDSVERÄNDERUNGEN: WER IST NEU IN DER ZOOFAMILIE? Im April 2025 kamen zwei  Blau-  kappenhäherlinge  aus Rotterdam  in den Zoo Rostock. Das Pärchen ist im Regenwald-Pavillon zu finden. Die Vogelart aus China ist vom Aus-sterben bedroht. Neu im Darwineum sind außerdem  Tansania-Geißelspinnen . Charak- teristisch ist das verlängerte erste Laufbeinpaar (bis 15 cm lang), das als Tastorgan dient. Diese Spinnen-tiere laufen seitlich wie Krabben,  außerdem können sie keine Spinnen- fäden produzieren. Die Gliederfüßer  sind in Koje 3 „Baupläne des Lebens“ zu finden. Erstmals sind im Zoo Rostock  Zwergplumploris  zu sehen. Die  beiden männlichen Tiere wurden am 23. März 2024 im niederländi-schen Dierenpark Amersfoort ge- boren und leben seit Oktober 2025 in der nachtaktiven WG mit den Kurz-schnabeligeln. Langfristig soll eines der Männchen gegen ein Weibchen getauscht werden, um auch in Rostock zur Erhaltungszucht bei-zutragen, da die Art laut IUCN als stark gefährdet gilt. Ihre Bestände sind in den letzten 20 Jahren um etwa 50 Prozent zurückgegangen.  Sie zählen zu den Feuchtnasenaffen und gehören zu den wenigen giftigen  Säugetierarten der Welt. Im Dezember 2024 hat sich bei uns im Zoo ein Pärchen  Rotschnabel- kittas  aus den Zoos Ostrava (CZ) und   Wrocław (PL) zusammengefunden.  Sie bewohnen die Voliere am Klein- tier-Haus. Der lebhafte Rabenvogel ist selbst nicht gefährdet, stand im  Rahmen der „Silent Forest“-EAZA- Kampagne aber als Botschafter für die Artgenossen, die durch Jagd und illegalen Tierhandel bedroht sind. Seit Mai 2025 neu im Darwineum  sind  Tafelberg-Baumsteiger . Die    winzigen, nur daumennagelgroßen  Fröschchen sind Teil eines Erhal-tungszuchtprogrammes von Citizen Conservation. Ziel ist es, diese Art vor der Ausrottung zu schützen. Nach langen Umbauarbeiten ist das  Buntbarschbecken im Darwineum, kurz bevor es in die Tropenhalle geht, endlich wieder besetzt.            » TIERGESCHEHEN


09 CITIZEN  CONSER- VATION SMARTE TICKETS Hier wohnen nun diverse Buntbarsch- arten wie Lidole-Tilapie, Dinghani, Kadango-Buntbarsch, Pfauenmaul-brüter und Azurcichlide. Außerdem  finden sich im Becken Vielpunkt- Fiederbartwelse. Besonders hervor- zuheben ist aber die Buntbarschart  Chipoka-Maulbrüter . Sie ist vom  Aussterben bedroht und kommt nur  in den Chidunga Rocks im südwest-lichen Malawisee nahe Chipoka vor,  einem flachen Riff mit einer maxi- malen Tiefe von sechs bis sieben Metern. Die Grundfarbe subadulter Tiere und Weibchen ist gelb, Männ-chen sind in der Laichfärbung blau.   « Um bedrohte Buntbarscharten geht es auch im Süßwasser-Aquarium im historischen Zooteil. Dort wurde  das große Schaubecken an der Stirnseite umgestaltet und mit    neuen Tierarten besetzt. Thematisch  geht es hier um den geografischen  Lebensraum Madagaskar. Dort konnte  sich im Laufe der Evolution eine vielfältige Pflanzen- und Tierwelt entwickeln, in der besonders viele Arten vorkommen, die nur dort zu finden sind, also endemisch sind. Durch den immer massiveren Ein-fluss der menschlichen Aktivitäten auf die Umwelt sind allerdings viele dieser Arten stark bedroht. Eine davon ist der  Nosy-Be-Bunt- barsch . Er soll nun über ein Er- haltungszuchtprojekt von Citizen  Der Zoo wird nachhaltiger! Für die knapp 20.000 Jahreskartenin-habenden haben wir mittlerweile eine smarte Lösung: In unserem  Ticketshop  zoorostock.ticketfritz.de   können nun auch Jahreskarten er-worben werden. Für den Kauf ist eine Registrierung notwendig, über die sich dann im Kundenkonto die Dauerkarte verwalten lässt. Hier kann man die Gültigkeit einsehen oder bei Verlust ein neues Ticket bequem zu Hause ausdrucken oder  – noch nachhaltiger – auf sein Smart- phone laden. Eine ausgedruckte    Plastik-Chipkarte ist nun nicht mehr notwendig, um in den Zoo zu gelangen.Zu beachten ist lediglich, dass der Onlinekauf der Jahreskarte perso-nalisiert ist, also nur für sich selbst oder die eigenen Kinder möglich ist, da das Ticket im Anschluss an den Kauf durch das Hochladen    eines Fotos aktiviert wird. Wer eine Jahreskarte verschenken möchte, sollte weiterhin den Kauf eines Wertgutscheins nutzen, der ebenfalls im Onlineshop möglich ist.       « Conservation vor dem Aussterben bewahrt werden. Die Organisation  hat es sich zum Ziel gemacht, „einen  Beitrag zum Kampf gegen das glo-bale Artensterben zu leisten, mit  einem Schwerpunkt auf dem Be-reich der koordinierten Erhaltungs-zucht in Menschenobhut“. Gestartet 2018 als Gemeinschafts- projekt von Frogs & Friends mit der Deutschen Gesellschaft für Herpe-tologie und Terrarienkunde (DGHT) und dem Verband der Zoologischen Gärten (VdZ), wurde 2022 die ge-meinnützige GmbH gegründet.Citizen Conservation übernimmt da- bei die erforderliche Koordination  der an den Erhaltungszuchtprojekten  beteiligten Zoos und engagierten Privathalter – ein langfristiger Erhalt  einer vitalen und genetisch vielfäl-tigen Zuchtpopulation der Projekt- arten steht dabei im Vordergrund der Arbeit.Im Madagaskar-Becken im Zoo    Rostock sind außerdem Madagaskar- Ährenfische (ebenfalls eine Projekt- Art von Citizen Conservation) und Madagaskar-Hechtlinge zu finden, beides stark bedrohte Arten.     « »    www.citizen-conservation.org Nosy-Be-Buntbarsche Das Madagaskar-Becken im Süßwasser-Aquarium. ARTENSCHUTZ / SERVICE


10 BAUGESCHEHEN Die einladenden Säulen in die offene Wartehalle wichen in den 60ern einer geschlossenen Fassade, die nach historischem Vorbild rekonstruiert wurde. VON DER WARTEHALLE  ZUM KASSENHÄUSCHEN Der Eingang an der Trotzenburg ist DER Zugang zum Zoo – bei den  alteingesessenen Rostocker*innen ist er der Haupteingang in den Zoologischen Garten Rostock.Das Gebäude wurde wahrscheinlich  1909 errichtet, ergänzt durch eine  Pergolenanlage als Eingang zum 1910 eröffneten Wild- und Dendro-logischen Garten. Das Gebäude    diente als Wartehalle für die Straßen- bahn und als Bedürfnisanstalt, die auch der Öffentlichkeit außerhalb des Gartens zugänglich war.Bei der Gestaltung orientierte sich Stadtbaumeister Hermann Tessen-dorf an der Architektur des Heimat- stils: Die Eingangsfront hervorge-hoben als offene Säulenhalle, die Fassaden verziert mit Fachwerk- elementen, tief gezogenem Dach- überstand und geschwungenen Gauben.Den 2. Weltkrieg hat das Gebäude, mit nur drei weiteren der gesamten Anlage, unbeschadet überstanden. Um 1960 wurde es von etwa 105 auf  ca. 142 Quadratmeter erweitert und für die Direktion und Verwaltung des Zoos genutzt. Das Gebäude be-herbergte auch eine Wohnung für einen Tierpfleger und bot zeitweise  einem Affen Quartier. Im Zuge der Verwaltungsnutzung erfolgten die  weitreichendsten Veränderungen an dem Gebäude, die durch die denk-malgerechte Sanierung mit Baube-ginn im Jahr 2024 nun entfernt und  der Bereich dem historischen Anblick  gemäß in seinen ursprünglichen Zustand versetzt wurde.Für die originalgetreue Restaurierung  wurde Leierputz aufgebracht, bei dem es sich um eine alte und auf- wendige Technik handelt, die heute kaum noch zum Einsatz kommt.  Dabei entsteht eine lebendige, leicht  raue Oberfläche, die häufig an Ge- bäuden der Gründerzeit zu finden  ist. Trotz Denkmalerhalt eines alten  Gebäudes wurde dieses mittels Lehm- putz und entsprechenden Farben  bauökologisch wertvoll aufgearbeitet.  Der historisch vorhandene Schmuck-  estrich wurde dem Original nach- empfunden. Dreifach verglaste Fenster in Kombination mit Wand-heizung und Wärmepumpe redu- zieren den Primärenergiebedarf und erhöhen zusammen mit dem Lehmputz den Wohlfühlfaktor für die Mitarbeiter*innen im Gebäude. Zuletzt wurde die Pergola, die die Gäste in den Zoo führt, wiederer-richtet und die Wegeführung im Anschluss an den Eingangsbereich entlang von Riesenmammutbaum und Pelikanteich den historischen  Sichtachsen entsprechend wieder- hergestellt. Entstanden ist eine dem  Denkmal gerechte Anlage, bestehend  aus einem einladend gestalteten Eingangsgebäude mit Warte- und Kassenbereich, einem barriere- freien Zugang in das Gebäude und den anschließenden Park. Nach zwei Jahren Bauzeit ist dieser Meilenstein in der Rostocker Zooge-schichte nahezu abgeschlossen und bald wieder offen.      «


11 PORTRAIT VORGESTELLT: TIERPATE RALF BARG Ralf Barg mag den Zoo Rostock mit seiner Artenvielfalt und findet es wichtig, dass es Einrichtungen wie diese gibt, die für die Entwicklung und Bildung von Kindern förderlich  sind. Mit der Übernahme einer Tier- patenschaft ist er stolz, eine Unter- stützung sein zu können. Persönlich  nimmt er seine Patenschaft außer-dem als Anlass, einmal öfter den Zoo zu besuchen und auch Familie,  Freunde und Bekannte dahingehend zu motivieren.1992 konnte der Rostocker Unter-nehmer in der Karibik das erste Mal Flamingos in der Natur beobachten. Seitdem faszinieren sie ihn mit der Leichtigkeit ihrer Bewegungen und ihrer Schönheit. Man könnte sagen, er hat sich damals in die Flamingos schockverliebt. Hinzu kam ein sehr persönliches, emotionales Erlebnis  mit seiner Frau auf der Flamingo- Insel Bonaire vor über 20 Jahren,  sodass bei der Entscheidung für eine Tierpatenschaft für ihn keine anderen Tiere in Frage kamen. Der langjährige Tierpate findet es  schön, zu sehen und zu erleben, wie sich der Zoo Rostock für die Ver-besserung der Lebensbedingungen  bei so vielen Tierarten einsetzt und  diese Bemühungen stetig erfolg-reich weiterführt. Ihm gefällt, die Kubaflamingos mittlerweile auf der begehbaren Stelzvogelwiese ganz    ohne Barrieren auf einer großzügigen Anlage zu beobachten. Zuvor waren die leuchtend orange-rot gefärbten Vögel auf einer umzäunten Anlage zwischen Rhododendronhain und    Rentieranlage untergebracht und nur  vom Besucherweg aus zu sehen. Ralf Barg wünscht sich künftig noch  mehr Nachwuchs bei den Flamingos  und dass der Rostocker Zoo auch in Zukunft ein glückliches Händchen  bei der Artenvielfalt hat, ganz viele Besucher*innen begeistert und ge- nügend Unterstützung von allen Seiten erhält, um den jungen und alten Rostocker*innen sowie seinen  Besucher*innen aus aller Welt weiter- hin so ein besonderer Ausflugsort zu  bleiben.     « Die Kubaflamingos mit ihrem leuchtenden Gefieder sind ein echter Hingucker. Ralf Barg, seit 2016 Tierpate im Zoo Rostock. Gutes tun – Pate werden! ... für Ihr Lieblingstier, Ihre Lieblingspflanze oder Ihren Lieblingsplatz im Zoo Rostock. Ab 50 € heißen wir Sie in der Zoopatenfamilie willkommen –  wir freuen uns über jede Unter-stützung durch kleine und große  Spenden, die uns helfen, die Haltungsbedingungen stetig zu optimieren. »     www.zoo-rostock.de ROSTOCKER ZOO PATE


12 Das Rote Panda-Männchen „Pjat“  ist am 09.07.2024 im Zoo in Kopen- hagen geboren und seit Mai 2025 hier in Rostock. „Pjat“ war bereits  sehr gut an Menschen und Training  gewöhnt und zeigte sich von Anfang  an sehr neugierig und zutraulich.  Auch sonst ist er das absolute Gegen- teil von „Jordan“, die eher schüchtern  und zurückhaltend ist. Sehr schnell war mit „Pjat“ auch das Training mit Transportbox möglich. Dies ist  beispielsweise wichtig, wenn die Pandas umgesetzt werden müssen oder wenn eine veterinärmedizi- nische Behandlung notwendig ist. Da Rote Pandas in der Natur Einzel- gänger sind, funktioniert eine Ver-gesellschaftung am besten während der Paarungszeit. Diese ist von De- zember bis ungefähr März. Wir hoffen, dass die beiden sich vertragen und dann dauerhaft zusammenbleiben können.  Das Goodfellow-Baumkänguru- Männchen „Inawi“ ist im Sep- tember 2020 in der Menagerie du Jardin des Plantes in Paris geboren. Im Jahr 2023 ist er dann nach Ant-werpen gekommen und im Oktober 2025 in Rostock eingezogen, um hier für Nachwuchs zu sorgen. Zwischen unserem Weibchen „Kopi“  und Männchen „Kikori“ hat es leider  nie so richtig geknistert. Deshalb haben wir mit Antwerpen die Männ- chen getauscht. Nun erhoffen wir uns,  dass es zwischen „Kopi“ und „Inawi“  funkt. Momentan nähern sich die beiden an und sind am Tage, unter Aufsicht der Tierpflege, zusammen. „Inawi“ ist ein etwas schwieriger Charakter, der nicht sonderlich be-geistert auf die Fürsorge des Tier-pflegeteams reagiert. So wird er recht schnell wütend, wenn ihm das Futter oder Putzverhalten der  Pfleger*innen nicht in den Kram passt. Mittlerweile lässt er sich in guten Momenten aber auch schon mal kurz anfassen.   Das Südafrikanische Seebären- Weibchen „Sälma“ ist am 19.05.2018 in Kolmarden geboren. Von dort ging sie 2019 in den Zoo Pairi Daiza in Belgien und kam im Oktober 2025 nach Rostock. Nach einer Eingewöhnungszeit im rück-wärtigen Bereich hat sie dann die beiden Seebären-Männchen „Eda“ und „Alfie“ kennengelernt. Nach kurzer Unsicherheit zu Beginn kehrte schnell Ruhe zwischen den Dreien ein. Nachdem es für unsere Tierpfleger* innen anfänglich eine Herausforde- rung war, „Sälma“ die Grundlagen  beizubringen, zeigt sich, dass sie sehr  klug ist und viel Spaß am Training hat. Schnell konnten Fortschritte erzielt werden. Hat sich „Sälma“ bis-her den sie betreuenden Menschen  gegenüber aufdringlich gezeigt, wenn  es ihr zu lange gedauert hat, hat sie mittlerweile gelernt, dass sie mit  nettem Verhalten weiterkommt. Nun blicken wir gespannt auf die Paa-rungszeit, die im Zoo im Sommer stattfindet, und hoffen auch hier auf Nachwuchs.      « WIR SIND  DIE NEUEN Kleiner Hitzkopf im Geäst:  Baumkänguru-Männchen Inawi. Seebärin Sälma bei ihrer  Ankunft im Zoo Rostock. „Pjat“ bedeutet im Dänischen umgangs- sprachlich so etwas wie „Quatsch“ – ein  liebevoll passender Kosename für den  aufgeschlossenen Neuzugang. TIERGESCHEHEN


13 Wir freuen uns über jedes Jungtier  im Zoo, zeigt es doch, dass sich unsere tierischen Bewohner wohl und geborgen fühlen. Nachwuchs  gibt es in fast jedem Revier. 2025 konnten wir mehr als 250 Tierkinder begrüßen. Über einige Nachzuchten sind wir ganz besonders stolz. So  gelang es gleich bei vier südostasia- tischen Vogelarten, dass Küken in Naturbrut geschlüpft sind und  aufgezogen werden konnten: Beim  Chinesischen Bambushuhn schlüpf- ten zwei Küken, die Straußwachteln  brüteten zwei Mal mit jeweils zwei  geschlüpften Jungvögeln, zwei Küken gab es bei der Chinesischen Perl-halstaube sowie drei Küken bei den  Rotschnabelkittas. Ansonsten gab es wiederholten Zuchterfolg bei den Mittelbeos mit zwei Küken aus zwei Bruten.Zum allerersten Mal gab es ein    Küken bei den Falkland-Karakaras  (ein Männchen). Das Paar „Malvine“ und „Rocky“ lebt seit 2019/2020 im Zoo Rostock zusammen. Nun wurden  sie geschlechtsreif und haben sofort  erfolgreich gebrütet. Bei den Färberfröschen gelingen uns regelmäßig Nachzuchten. Von zwei unserer drei Varianten (Dendrobates  tinctorius „azureus“ und „citronella“)  konnten wir 2025 dadurch 69 Nach- zuchttiere an andere Zoos und Privat- halter abgeben.Bei unseren Rotkopfbaumsteigern (Ranitomeya fantastica) gab es 18 Exemplare, davon zogen fünf Tiere in das Aquarium in Berlin.Sechs männliche und vier weibliche  Tiere des Falschen Chamäleons (Anolis barbatus) wurden nachgezogen, von  denen jeweils drei Tiere an andere Zoos und Privathalter abgegeben wurden.    « Zuchterfolge konnten wir auch bei diversen Enten und Gänsen ver-zeichnen. Unter anderem schlüpften  zwei Plüschkopfenten in der See- vogel-Voliere, die damit vermutlich die einzige Nachzucht 2025 in einem  europäischen Zoo war. Außerdem wurden drei Zwergsäger in diesem Revier groß, bei denen die Natur-aufzucht als sehr anspruchsvoll gilt. Bei den Rothalsgänsen im Polarium  gab es ebenfalls zwei Küken – hier handelt es sich um eine durch das EEP koordinierte, gefährdete Vogel-art. Niedliche Tierkinder mit Fell waren mit „Annie“ bei den Tiefland-Nyalas auf der historischen Huftieranlage zu beobachten oder mit Trampeltier  „Amaya“ auf der Cameliden-Equiden- Anlage.Auch 2025, als sie Zootier des Jahres  waren, sorgten unsere Braunborsten- Gürteltiere wieder für zweifachen Nachwuchs.Im Darwineum gab es außerdem  „affige“ Tierkinder, und zwar bei den Brazzameerkatzen mit „Pina“ und bei den Kattas mit „Zaza“. JUNGTIERE 2025 2,4 Brandgänse 0,2 Braunborsten-Gürteltiere0,1 Brazzameerkatze0,1 Eiderente6,4 Falsche Chamäleons1,0 Katta 5,1 Kolbenenten1,0 Kulan0,0,7 Mandarinenten1,0 Roter Sichler0,0,18 Rotkopfbaumsteiger0,0,18 Rotschulterenten0,1 Tiefland-Nyala0,1 Trampeltier (eine Auswahl) Die erste Zahl steht für männliche, die zweite   für weibliche und die dritte Zahl für Tiere,   deren Geschlecht (noch) unbekannt ist. TIERGESCHEHEN IM ZOO NACHWUCHS Erster Nachwuchs bei den Tiefland-Nyalas. Nachzuchten beim Rotkopfbaumsteiger. Erstes Küken bei den Falkland-Karakaras.


14 Die neue Robbenanlage wurde am 2. Juli 2025 nach zwei Jahren Bauzeit endlich eröffnet. Durch das große Becken mit ca. 1,5 Milli-onen Liter Wasser ist nun die Ge- meinschaftshaltung von zwei Robben- arten möglich. Die alte Anlage um- fasste zwei getrennte Wasserbecken.  Durch die gemeinsame Nutzung haben die Seebären und Seehunde  mehr Platz und vor allem mehr Be- schäftigung, da auch die Tiere zu-nächst die Körpersprache der jeweils  anderen Art lernen müssen. Außer- dem hat die neue Anlage einen größeren Stall, der eine Fußboden- heizung beinhaltet. Dies ist für die Südafrikanischen Seebären wichtig,  da ihnen zwar kalte Temperaturen nichts ausmachen, aber gefrorener  Boden für sie ein Hindernis dar-stellt. Zusätzlich umfasst der rück- wärtige Bereich noch zwei Vorgehege mit je einem Wasserbecken. Die Tierpflege hat somit mehr Platz und  kann flexibler agieren, was Training  oder Absperrmöglichkeiten betrifft.  Besonders hilfreich waren diese Möglichkeiten bei der Ankunft der beiden männlichen Seebären „Eda“  und „Alfie“. Sie kamen kurz vor der Eröffnung an und gewöhnten sich  zuerst im rückwärtigen Bereich an die neue Umgebung und das Tier-pflege-Team. Die beiden aus dem Marine Science Center Hohe Düne  zurückgekehrten Seehunde „Gizmo“  und „Sammy“ durften direkt in das  große Becken einziehen. So konnte  das Zusammenbringen der beiden  Arten genau geplant und beobachtet  werden. Am Anfang ist insbesondere  das Kennenlernen zwischen Tieren und Pfleger*innen sehr wichtig. Die  Seehunde, allen voran der junge  „Sammy“, haben sich schnell ein-gelebt und begeistert am Training  teilgenommen. Bei den beiden jungen  Seebärenmännchen hat es etwas länger gedauert, bis sie Vertrauen  gefasst haben. Sie kannten zum Bei- spiel keinen Stall und mussten    diesen erst langsam erkunden. Das  Absperren der Seebären im Stall wird später notwendig, damit die Tierpflege bei einem Tauchgang die  Scheiben reinigen und Laubreste und Kot vom Beckenboden absaugen kann. Inzwischen haben sich die drei  Seebären und drei Seehunde gut ein-  DER EINZUG IN  DIE ROBBEN-WG gelebt und es ist eine gute Beziehung  zu den Tierpfleger*innen entstanden.  Vor allem unsere alte „Susi“ hat mit ihren 36 Jahren alle überrascht. Sie zeigte sich von Anfang an entspannt und motiviert beim Training. Herzstück der Anlage ist das große  Gemeinschaftsbecken. Das Salz- wasser, in dem die Robben schwim-men, wird vollautomatisch über einen 24 Tonnen fassenden Sole- behälter aufbereitet, der für einen konstanten Salzgehalt von 2 bis 3 % sorgt. Das geschieht in der Technik- zentrale mit 1.200 m³/h Filterleis- tung. Die Beckenwasseraufbereitung erfolgt über eine Siebrechenanlage zur Grobschmutzabscheidung, Ozon- erzeugung und Eiweißabschäumung zur Reduktion von Keimen und    Schwebeteilen und Nachbehandlung durch UV-Bestrahlung. Vollautoma- tische Filterspülungen halten den Personalaufwand geringer, die Spül- wasseraufbereitung mit automati-scher Steuerung reduziert die Kosten  im Frischwasserverbrauch und ist umweltschonender. Ein besonderes Augenmerk liegt auf  dem neuen Ausstellungsbereich, der  durch die Leipziger Designagentur ungestalt GmbH realisiert wurde. Hier erleben die Besucher*innen eine interaktive Ausstellung zu den Robben und dem Schutz der Meere.  Die große Weltkugel zeigt die Lebens- räume verschiedener Robbenarten. Es gibt Silhouetten in Lebensgröße  oder Stationen zu den Sinnen und Leistungen von Robben. Zum Bei-spiel kann man sich hier beim Luft- anhalten mit Seehund und Seebär messen, die es auf 30 Minuten beim Tauchen bringen.      « TIERGESCHEHEN


15 Was sie alle gemeinsam haben, ist die Verbundenheit mit dem Zoo Rostock seit ihrer Kindheit, der Wunsch, diesen mitzugestalten, sowie mit anderen Menschen in Kontakt zu treten.  Seit 2017 Mitglied, aber schon immer Eisbären-Fan ist  Gisela Hentschel. Sie  organisiert unter anderem  zum jährlichen Artenschutz- tag den Infostand zu den  Eisbären und Polar Bears In-ternational. Denn der Schutz  ihrer Lieblingstiere durch    den Erhalt ihres Lebensraums  ist Gisela ein wichtiges An-liegen.„Ich habe viel Freude daran, mit Menschen ins Gespräch zu kommen. Das kann ich als Besucherbetreuerin im Zoo sehr gut umsetzen. Außerdem macht es mir Spaß, Wissen zu vermitteln und den großen und kleinen Besuchern überraschende und spannende Dinge über Tiere erzählen zu können. Fast immer drehen sich die Gespräche dann auch um Umweltthemen und den Beitrag, den der Zoo und auch wir selbst zum Schutz von Natur und Artenschutz leisten können.“Sie wünscht sich in puncto  Zookritik einen offenen und offensiven Austausch. Als ehemaliges Vorstands- mitglied und ZooExpress- Teamleiter engagiert sich Bernd Behn bereits seit 2010 ehrenamtlich im Zoo Rostock. „Durch mein Interesse an  Tieren war ich schon als Kind häufig hier im Zoo unterwegs – ich wollte sogar Tierpfleger  werden, aber es kam dann doch anders!“Ihm gefällt, gemeinsam et-was zu bewegen und Gutes zu tun. Es fördert Kontakte, aber auch die persönliche Weiterentwicklung.Bernd wünscht sich für den Zoo moderne, besuchernahe  Tieranlagen und Erfolg bei den Artenschutzvorhaben. Viola Mendler ist seit 2020 Mitglied im Zooverein. Das kam so: „Als ich mit meiner  Enkelin im Zoo war, hatte  sie eine Frage zu den Zwerg- seidenäffchen. Da habe ich zu ihr gesagt: „Geh mal zu dem Mann mit dem grünen T-Shirt. Der weiß das be-stimmt.“ Er hat ihre Fragen beantwortet und mir vom Zooverein erzählt. Da ich schon überlegt hatte, mir eine Beschäftigung für die Zeit der Rente zu suchen, dachte ich: Das wäre was!“Viola begleitet die „ZooEnt-decker“, so kann sie wieder mit Kindern arbeiten. Ihr macht es Spaß, sich mit den  unterschiedlichsten Themen zu befassen und stets etwas  Neues zu lernen. Anlässlich des 35. Jubiläums des Rostocker Zoovereins erzählen drei Vereinsmitglieder, wie sie zum Zoo und ihrem Ehrenamt gekommen sind, was sie an dieser Arbeit beson-ders schätzen und was sie sich für unseren Zoo künftig wünschen ... LEIDENSCHAFT ZOOVEREIN AUS DER TOURGUIDE DIE „EISBÄRENTANTE“ DIE ZOOENTDECKERIN ZOOVEREIN


16 An einem Weiher im Bruchwald… ZOOVEREIN JUNGE  ZOOENTDECKER UNTERWEGS! Bekommen Eisbären eine Gänse-haut? Muss auch ein Gorilla zum Zahnarzt? Ist ein Faultier wirklich faul und kann ein Trampeltier echt nicht leise laufen? Manchmal ist die Antwort gar nicht  so einfach zu finden, wie Erwachsene immer denken. Einmal im Monat gehen Kinder gemeinsam mit Zoo-vereinsmitgliedern solchen Fragen auf den Grund. Sie besuchen die Tierpflege an ihren Arbeitsplätzen, schauen bei Fütterungen und Tier-trainingseinheiten zu und über-nehmen auch selbst kleine Aufträge, zum Beispiel die Reinigung ihres Zwergziegen-Patengeheges.  Den Tieren ganz nah kommen, das gefällt zum Beispiel Sina besonders gut. Die Achtjährige ist eine der Jüngsten im ZooEntdecker-Team. „Mit Tieren arbeiten, das möchte  ich später mal machen“, sagt die Zweitklässlerin. Auch wenn sie manchmal flauschig und süß aus-sehen, können doch die Tiere auch  ihre Krallen ausfahren, wenn ihnen die Menschen zu nahe kommen. „Das ist bei meiner Katze Milli auch so.“ Tiere benötigen viel Zeit, Zuwendung, Pflege, wenn sie mal krank sind. Im Zoo ist sie so gern unterwegs, weil sie gar nicht genug  von Tieren bekommen könne. „Zu- AM  KRANICH- WEIHER Der Mandschurenkranich (Grus japo- nensis) ist in Feuchtgebieten Ost- asiens beheimatet. In seinem Be-stand ist er stark gefährdet.Der Zooverein investiert derzeit in die Herstellung einer modernen übernetzten Anlage mit Winter-quartier. Hier können die Kraniche  geschützt brüten und von den Be- sucher*innen in einem thematischen Lebensraum-Ausschnitt aus Fernost  – am Kranich-Weiher – erlebt werden. Der rückwärtige, überdachte Teil der   Anlage sorgt für verbesserte Haltungs- bedingungen im Winter oder im Falle einer Aufstallung zum Schutz vor der Vogelgrippe o.Ä.Die Kosten für den Bau belaufen sich  auf etwa 165.000 €. Davon hat der  Rostocker Zooverein bereits 125.000 €  an den Zoo gespendet. Zur Vollen-dung des Projekts fehlen nun noch  40.000 €. Der Verein bittet daher in  seiner aktuellen Kampagne um Ihre Unterstützung durch eine Spende, um die restlichen Baukosten auf-  bringen zu können. Jede Spende zählt! Helfen Sie mit! Jetzt spenden für die Kranichvoliere! »     www.rostocker-zooverein.de/        fuer-uns/spenden letzt haben wir den Eisbären zuge-sehen, wenn die sich hinstellen – sind die groß.“ Noch zu Hause hat sie ganz aufgeregt erzählt, was sie über Eisbärenfell, Nahrung und Tierbeschäftigung bei den weißen Riesen gelernt hat. Den Kindern Natur und Lebensräume nahe bringen, das ist das Ziel der Ehrenamtler des Rostocker Zoover-eins, die die jungen ZooEntdecker auf den Streifzügen begleiten. Mit  kindgerecht gestalteten Führungen, Projekten, Experimenten und Mit- machaktionen erfahren die Jüngsten,  „wie Natur tickt“ und wie man sie schützen kann.   « Der Natur ganz nah kommen  die ZooEntdecker. Sie führen  übrigens ein Tagebuch unter  www.rostocker-zooverein.de/zooentdecker


17 ZOO GRÜN Der Landschaftsgärtner Jan Steglich fasst an die regennasse Rinde von Baum Nr. 869. Klopft entlang einer  Einwallung, einer Stelle, an der die  150 Jahre alte Kiefer eine Wunde  selbst „verschlossen“ hat. „Es klingt  schön hell, hier ist alles in Ordnung“, sagt Steglich. Er ist mit seiner „Baum- ansprache“ zufrieden. Im Baumka-taster, in dem er auf seinem Tablet blättern kann, ergänzt er die heute neu gesammelten Erkenntnisse der Gesundheitsprüfung. Der 21 Meter  hohe Baum mit einem Kronenum-fang von fast 30 Metern scheint vital  und stabil, er stellt keine Gefahr dar für den nahen Besucherweg an der Stelzvogelwiese. Genau das ist die Aufgabe von Jan  Steglich. Der 29-Jährige arbeitet seit drei Jahren im Zoo Rostock, 2025 ab- solvierte er eine Zusatzausbildung  zum zertifizierten Baumkontrolleur.  „Wir hatten schon ein Baumkataster  anlegen lassen, in dem jeder Baum mit einem Umfang von mehr als 50 Zentimetern erfasst ist. Das ist eine  super Grundlage. Nun muss aber auch jedes Jahr geprüft werden, ob die Bäume gesund sind“, sagt Steglich. Gibt es neue Schadstellen? Hängt Totholz über Fußgängerbereichen? Hat der Baum mit Schädlingsbefall   zu kämpfen? Sein Handwerkszeug  sind Maßband, Schonhammer, Son- dierstab und Fernglas. Notfalls kann  er auch auf einen Resistographen zurückgreifen, ein Gerät, dass mit-tels Bohrung Rückschlüsse auf die Verkehrssicherheit zulässt.„Hier, das ist einer meiner Problem- fälle“, weist der junge Mann auf einen  Bergahorn, der sich in Höhe von etwa   zehn Meter in drei gleich starke Stämme aufteilt. „Ein Drilling. Dort  wo er auseinandergeht, also der    Zwiesel, ist immer eine Schwach-stelle.“ Hier helfe nur noch eine  Kronensicherung: In einer Höhe, die gerade noch mit Hubsteiger erreich- bar ist, werden reißfeste Textilgurte  um die Stämme gelegt und so mit- einander verbunden, dass der Baum  weiter wachsen kann. Ein schönes Beispiel für so eine Sicherungsmaß- nahme ist die prächtige Hängebuche,  die als Solitär zwischen Rhododen- dronhain und Rentier-Gehege steht.  Mit bis auf den Boden reichenden  Ästen und einer Krone von 20 Metern  ist das Naturdenkmal ein beliebtes Fotomotiv – „hoffentlich noch für die  nächsten 150 Jahre“, sagt der Gärtner.  Gibt Jan Steglich den Hinweis auf drohende Gefahr, kann das Team der  Grünpflege, der Technik und gegebe- nenfalls der Tierpflege aktiv werden.  „Prüfung und Sicherung übernehmen  wir selbst, das spart wirklich eine  ganze Menge Geld. Vor allem aber ken- nen wir unsere Bäume ja am besten.“ 10.000 Bäume auf dem Zoogelände  im Blick zu behalten, das braucht  seine Zeit. „Und manchmal kippt auch  einfach ein Baum um, der eigentlich  ganz gesund war. Trockenheit und Hitze, lange Regenfälle – das versetzt  den Baum in Stress. Diese Extrem-wetterlagen werden eher die Regel als die Ausnahme.“ Deshalb recher- chiert Jan viel zum Thema Klimaresi- lienz, also zu robusten Bäumen. 2025  wurden beispielsweise Winterlinde,  Traubeneiche und Schnurbaum für Neuanpflanzungen gewählt.  Was sein Lieblingsbaum ist? „Die Birke, ein super Pioniergehölz. Das Blattwerk zersetzt sich schnell. Bio-logisch ist das eine feine Sache“, sagt der Baumkontrolleur. Aber die  Mischung mache es auch so spannend, Wald sei in seiner Gesamtheit beein- druckend. „Und da ist es egal, ob man  Kind ist oder Baumexperte“, sagt Jan Steglich und wendet sich dem nächsten Baum auf seiner Kontroll-runde zu.     « GESUNDHEITSCHECK  FÜR DEN ZOO-WALD Jan Steglich im Rhododendronhain. Der Zoowald in Zahlen:Knapp  10.000 Bäume mit einem   Umfang ab 50 Zentimeter sind in  unserem Baumkataster erfasst.Vertreten sind  94 Arten. Von den   30 Hauptarten (8.600 Bäume)  sind 18 Laubbäume und 11 Nadel- bäume.Die ältesten Zoo-Bäume sind Stieleichen und Rotbuchen, sie wurden schätzungsweise  1800  gepflanzt.Den mächtigsten Stamm hat der  Riesen-Mammutbaum mit einem  Umfang von fast  7 Metern. Riesen-Küstentannen, gepflanzt  um 1880, sind mit  40 Metern  die „Leuchttürme“ im Zoo.Unser Baumbestand bindet ca. 250 Tonnen CO 2  im Jahr.


18 ... schraubt nach der Arbeit noch an  seinem getunten Golf GTI rum! TIERPFLEGE UNSERE GANZ  PRIVAT ... hat in ihrer Freizeit noch genug   Power, um Marathons zu laufen! Michelle Reichelt  |  Tierpflegerin für   Aquaristik/Terraristik im Darwineum ... wird im Feierabend erst richtig kreativ und macht Tiere aus Ton! ... taucht privat in virtuelle Welten  ein und zockt mit Begeisterung! Kerstin Genilke   |  Tierpflegerin für   Menschenaffen & Co.  im Darwineum Judith Bahr  |  Tierpflegerin für  Aquaristik im Polarium Lukas Hoffmann  |  Tierpfleger bei  den Roten Pandas und Huftieren PORTRAIT


19 ... ist „nebenberuflich“ Fußball - trainer beim Laager SV 03. ... bastelt zu Hause mit viel Liebe  zum Detail Eisenbahnlandschaften. ... zeichnet privat, bevorzugt    Tiere wie unsere Zoobew ohner. Thomas Bellgardt  |  Tierpfleger bei   den Huftieren wie den Nyalas Jana Prätorius  |  Tierpflegerin für Aquaristik/Terraristik im Darwineum Manuel Kiep  |  Tierpfleger für Menschenaffen & Co.  im Darwineum PORTRAIT / BAUGESCHEHEN GANS SCHÖN CLEVER Auf der Stelzvogelwiese geben sie den Ton an: unsere Pommern- und Höckergänse, oft begleitet von den Weißwangen- und Streifengänsen.  Um diesen Vögeln noch bessere    Lebensbedingungen zu bieten, wurde  anstelle eines alten, kleinen und überholungsbedürftigen Holzstalls   eine neue, helle und geräumige Hütte gebaut. Hier finden die Gänse im Sommer einen sicheren Brutplatz, in  der kalten Jahreszeit Unterschlupf bei Wind und Wetter sowie einen geschützten Schlafplatz. Auch für den Fall einer Aufstallpflicht haben  die Vögel jetzt mehr Platz. Der Stall  wurde in Eigenleistung vom Zooteam  hergestellt.   « WAS SOLL INS NÄCHSTE HEFT?Gestalten Sie unser Magazin „TierFalt 2027“ mit – was wollen  Sie gern in der nächsten Aus-gabe lesen? Machen Sie mit und werden Sie kreativ. Senden Sie uns bis zum 31. August 2026  Ideen, Texte, Fotos oder einfach nur Feedback zu den bisherigen Magazinen an marketing@zoo-rostock.de. Unter allen Teilnehmer*innen verlosen wir zwei Jahreskarten! Die Teilnahmebedingungen sind unter www.zoo-rostock.de/gewinn- spiele/teilnahmebedingungen  zu finden.      «


20 Am 5. Juni 2026 findet die mittler- weile 27. Klassik-Nacht im Zoo in Kooperation mit dem Volkstheater  Rostock statt.Das Motto lautet „On Broadway“ und die Gäste können sich auf    Stücke von Gershwin, Bernstein & Co. freuen. Marcus Bosch, der als Chef-dirigent die künstlerische Leitung für die Norddeutsche Philharmonie Rostock innehat, wird durch den Abend führen. Für ihn ist es der siebte Auftritt im Zoo.  Einen Tag später, also am 6. Juni, ist die Norddeutsche Philharmonie für ein fröhliches Familienkonzert er-neut zu Gast im Zoo. Mit dem Stück „Babar, der kleine Elefant“ richtet sich das Programm insbesondere an Familien mit Kindern.Tickets für das Familienkonzert kosten zwei Euro für Kinder und drei Euro für Erwachsene (zzgl. Zoo-eintritt) und sind an der Zookasse oder online erhältlich. Karten für die 27. Klassik-Nacht sind an allen bekannten Vorverkaufsstellen er-hältlich.     « SERVICE KLASSIK IM ZOO TRIFFT DARWINEUM NEU BEWÄHRTES PLAYMOBIL  ALTBEKANNTES &  Seit 2004 konzipiert der Hamburger  Ausstellungskünstler und Szenograf  Oliver Schaffer aus tausenden PLAYMOBIL-Figuren fantasievolle    Installationen, Spielzeuglandschaften  und komplexe Themendioramen. Durch die Interaktion zwischen Spielzeug und Wissensvermittlung entwickelt Schaffer individuelle Darstellungsformen, oft untermalt mit multimedialen Elementen wie Grafikdesign, Musik, Videomapping  und Animation.Der PLAYMOBIL-Künstler plant, gestaltet und realisiert einzelne Arrangements sowie gesamte Aus-stellungen für Museen, Kulturinsti- tutionen und Unternehmen auf nationalem und internationalem Boden. Nun macht er mit seinen großen und kleinen Spielzeug-Freunden bei uns im Zoo Rostock Station. Ge-zeigt werden in neun Dioramen die einzelnen Etappen der Evolutions-geschichte, wie sie im Darwineum in den Themenkojen vorgestellt    werden. Lassen Sie sich überraschen und verzaubern, wenn mit PLAYMOBIL ein Ozean der Wundertiere entsteht, Leben das Land erobert und „vom  Werkzeuggebrauch zum Homo sa-piens“ die kulturelle Evolution des Menschen zum (Be-)Greifen nah wird. Eine Satellitenvitrine findet sich außerdem im Polarium, dem zweiten lebendigen Museum im Zoo Rostock. Kommen Sie vorbei!          « »    www.oliverschaffer.de Der ZooLichtZauber by World of Lights, der Anfang 2025 erstmals in Rostock stattfand, wurde vom 27.12.2025 bis  22.02.2026 in die zweite Runde ein- geläutet. Dieses Mal fand das Lichter- spektakel im historischen Zooteil statt und illuminierte rund um Eisbär und  Luchs Wege, Bäume und Tieranlagen.   Auch 2027 soll es einen ZooLicht-Zauber geben. Neu im Programm  war Ende 2025 die  Tierisch-magische  Filmzeit. Im Kino des Darwineums erwarteten große und kleine Film-fans tierische Filmabenteuer, die in diesem Jahr sicher zurückkehren werden.     «


21 WANN WAS WO IM ZOO JANUAR & FEBRUAR bis 22.02.: ZooLichtZauberby World of Lights – tauchen Sie ein in eine faszinierende Welt aus Licht und Farbe.12.02.: Welt-Darwin-Tagmit spannenden Kurzführungen.28.02.: 11. WinterlaufBenefizlauf gemeinsam mit dem TC Fiko Rostock. MÄRZ & APRIL 28.03.-08.04.: Osterrallye23.04.: Lange Nacht der Wissenschaften25.04.: Welt-Pinguin-Tagmit Bastelstation und Schaufütterung.  MAI 01.05.: Eröffnung Imkerei21./22.05.: Tage des Artenschutzes und der Biodiversität JUNI   01.06.: Kindertagmit kniffliger Rallye.05.06.: 27. Klassik-Nacht „On Broadway“06.06.: 3. Familienkonzert„Babar, der kleine Elefant“14.06.: Tag des GartensBotanische Kostbarkeiten im Fokus. JULI 04.07.: Flohmarkt im Zoo11.07.-23.08. Sommerferien im Zoo  mit Tier-Montagen und spannenden  Aktionen. AUGUST Sommerferien im Zoo15.+16.08.: Jazz-Nachtim Rahmen des „See more Jazz“-Festivals. SEPTEMBER 05./06.09.: Picknick-Wochenende13.09.: Großes Zoo- und DahlienfestSpiel, Spaß, Tanz und tolle Mitmach- Aktionen. OKTOBER 15.-25.10.: Herbstferien im Zoo – bunter Ausflug durch die Welt der Tiere.24.10.: Lampionfestmit Laternenumzug und schaurigen  Überraschungen. NOVEMBER 01.-08.11.: Polar Bear Week (PBI) AUSSTELLUNGEN ab 01.03.: „PLAYMOBIL“Die Evolution der Tiere mit PLAYMOBIL – Staunen, Spielen, Lernen im Zoo Rostock – Diorama Artist Oliver Schaffer. 11.05.-30.08.: „Junge Künstler stellen aus“ – die besten Schüler- arbeiten aus dem Malwettbewerb des Rostocker Zoovereins. 07.09.-29.11.: „Glanzlichter der Naturfotografie“ – der internatio- nale Naturfotowettbewerb ist wieder  in Rostock zu Gast; Teile der Aus-stellung sind auch im Finanzamt  Rostock sowie im Amt Warnow- West in Kritzmow zu sehen. SONNTAGSFÜHRUNGEN ... des Rostocker Zoovereins finden jeden dritten Sonntag im Monat bis einschließlich Oktober um 10 Uhr  statt. Themen, Treffpunkte und weitere Informationen finden Sie  unter  www.rostocker-zooverein.de   Die Sonntagsführungen sind kosten- los, benötigt wird lediglich eine gül-tige Tages- oder Jahreskarte für den Zooeintritt. Weitere spannende Veranstaltungen,  Ausstellungen, Fütterungen und Tierpflegertreffs finden Sie online unter  www.zoo-rostock.de TERMINE IM ÜBERBLICK Mal ganz was Neues! Der Diorama  Artist Oliver Schaffer kreiert aus PLAYMOBIL-Figuren anschauliche Themenvitrinen, die die Entstehung  der Arten, wie sie im Darwineum  beschrieben wird, Schritt für Schritt  zeigen.  Die Hauptausstellung ist  im Spiegelsaal des Darwineums im  Anschluss an die Tropenhalle zu  finden, zudem gibt es auch im Po-larium und im Altweltaffen-Haus PLAYMOBIL zu sehen.


22 1. Rot 2. Orange 3. Gelb 4. Rosa 5. Hellgrau 6. Dunkelgrau 7. Schwarz 8. Dunkelblau 9. Türkis 5 5 5 5 5 5 5 5 5 5 5 1 6 9 7 3 3 5 5 5 5 5 5 5 5 5 5 8 8 8 8 8 8 8 8 8 5 4 4 4 4 4 4 2 2 3 3 3 2 SPIELEN MALEN NACH ZAHLEN Unser Zootier des Jahres sieht aber ganz schön blass aus!Gib dem Kronenkranich seine Farbe  zurück – die Zahlen geben an, welche  Farben genau du nutzen sollst. Du kannst aber auch kreativ werden und den Vogel ganz nach deinen  eigenen Vorstellungen anmalen! MEER-SUDOKUFülle die Kästchen so aus, dass in jeder  Zeile (waagerecht), in jeder Spalte  (senkrecht) und in jedem Block (3x3- Kästchen) jedes Tier nur ein einziges  Mal vorkommt.  Verwende dafür  diese Symbole:                                                                                                                                                                      Robben   Ohrenrobben  z.B. Südafrikanische Seebären  Walrosse  Hundsrobben  z.B. Seehunde  Wie wird’s gespielt?  Fülle die Kästchen mit  den Tieren so aus, dass in  einer Zeile (waagerecht),  in einer Spalte  (senkrecht) und in einem  Block (3x3 Kästchen)  jedes Tier nur ein  einziges Mal vorkommt.     Tipp! Es gibt nur eine  Lösung.    Verwende diese Symbole:           Me(h)er-Sudoku       Geringer          Strömungswiderstand         Der perfekte Körper für ein Leben        im Wasser, durch…       …  die torpedoförmige Gestalt,  … einen abgeflachten Kopf, … den kurzen, dicken Hals, der direkt in        den Körper übergeht,   … kurze Gliedmaßen, nur Unterarm bzw.      -schenkel ragen als Flossen aus dem Körper. … den rudimentären Schwanz,   dieser ist kaum noch zu erkennen.    Saimaa-Ringelrobben  und Baikalrobben  leben im Süßwasser  von Seen statt im  Salzwasser der Meere  wie die meisten  Robbenarten.  Robben sind  Flossenfüßer  (lat.  Pinnipedia).   Männliche Südlichen  Seeelefanten wiegen  bis zu 4 t und sind die  schwersten Robben.  Nur rund 25 kg  wiegen Weibchen  der Antarktischen  Seebären.   Die Nasenlöcher der  Robbe sind meist  geschlossen, beim  Tauchen läuft so kein  Wasser hinein. Nur  zum Atmen werden  die Nasenlöcher aktiv  mit Muskeln geöffnet.   Die Kegelrobben  leben in Nord-  und Ostsee. Sie  sind die größten  heimischen  Raubtiere.  Es gibt wenige  tropische  Robbenarten  wie die Hawaii- Mönchsrobbe.   Die Klappmütze ist  eine Robbenart,  welche im Packeis  des Atlantiks lebt  und einen Hautsack  auf ihrem Kopf bei  Gefahr aufbläst.   Der Krabbenfresser  ist häufigste  Robbenart, lebt im  Südpolarmeer und  besitzt spezielles  Gebiss und ernährt  sich von tierischem  Plankton, meist Krill.     Me(h)er Vielfalt            Gestalte dir deine eigene Robbe, wie sie dir gefällt.  Schneide entlang der schwarzen  Line deine Robbe aus, falte die  …  Linien nach oben und die  ---  Linien nach  unten.         Fertig!                                                                                                                                                                       Robben   Ohrenrobben  z.B. Südafrikanische Seebären  Walrosse  Hundsrobben  z.B. Seehunde  Wie wird’s gespielt?  Fülle die Kästchen mit  den Tieren so aus, dass in  einer Zeile (waagerecht),  in einer Spalte  (senkrecht) und in einem  Block (3x3 Kästchen)  jedes Tier nur ein  einziges Mal vorkommt.     Tipp! Es gibt nur eine  Lösung.    Verwende diese Symbole:           Me(h)er-Sudoku       Geringer          Strömungswiderstand         Der perfekte Körper für ein Leben        im Wasser, durch…       …  die torpedoförmige Gestalt,  … einen abgeflachten Kopf, … den kurzen, dicken Hals, der direkt in        den Körper übergeht,   … kurze Gliedmaßen, nur Unterarm bzw.      -schenkel ragen als Flossen aus dem Körper. … den rudimentären Schwanz,   dieser ist kaum noch zu erkennen.    Saimaa-Ringelrobben  und Baikalrobben  leben im Süßwasser  von Seen statt im  Salzwasser der Meere  wie die meisten  Robbenarten.  Robben sind  Flossenfüßer  (lat.  Pinnipedia).   Männliche Südlichen  Seeelefanten wiegen  bis zu 4 t und sind die  schwersten Robben.  Nur rund 25 kg  wiegen Weibchen  der Antarktischen  Seebären.   Die Nasenlöcher der  Robbe sind meist  geschlossen, beim  Tauchen läuft so kein  Wasser hinein. Nur  zum Atmen werden  die Nasenlöcher aktiv  mit Muskeln geöffnet.   Die Kegelrobben  leben in Nord-  und Ostsee. Sie  sind die größten  heimischen  Raubtiere.  Es gibt wenige  tropische  Robbenarten  wie die Hawaii- Mönchsrobbe.   Die Klappmütze ist  eine Robbenart,  welche im Packeis  des Atlantiks lebt  und einen Hautsack  auf ihrem Kopf bei  Gefahr aufbläst.   Der Krabbenfresser  ist häufigste  Robbenart, lebt im  Südpolarmeer und  besitzt spezielles  Gebiss und ernährt  sich von tierischem  Plankton, meist Krill.     Me(h)er Vielfalt            Gestalte dir deine eigene Robbe, wie sie dir gefällt.  Schneide entlang der schwarzen  Line deine Robbe aus, falte die  …  Linien nach oben und die  ---  Linien nach  unten.         Fertig!                                                                                                                                                                       Robben   Ohrenrobben  z.B. Südafrikanische Seebären  Walrosse  Hundsrobben  z.B. Seehunde  Wie wird’s gespielt?  Fülle die Kästchen mit  den Tieren so aus, dass in  einer Zeile (waagerecht),  in einer Spalte  (senkrecht) und in einem  Block (3x3 Kästchen)  jedes Tier nur ein  einziges Mal vorkommt.     Tipp! Es gibt nur eine  Lösung.    Verwende diese Symbole:           Me(h)er-Sudoku       Geringer          Strömungswiderstand         Der perfekte Körper für ein Leben        im Wasser, durch…       …  die torpedoförmige Gestalt,  … einen abgeflachten Kopf, … den kurzen, dicken Hals, der direkt in        den Körper übergeht,   … kurze Gliedmaßen, nur Unterarm bzw.      -schenkel ragen als Flossen aus dem Körper. … den rudimentären Schwanz,   dieser ist kaum noch zu erkennen.    Saimaa-Ringelrobben  und Baikalrobben  leben im Süßwasser  von Seen statt im  Salzwasser der Meere  wie die meisten  Robbenarten.  Robben sind  Flossenfüßer  (lat.  Pinnipedia).   Männliche Südlichen  Seeelefanten wiegen  bis zu 4 t und sind die  schwersten Robben.  Nur rund 25 kg  wiegen Weibchen  der Antarktischen  Seebären.   Die Nasenlöcher der  Robbe sind meist  geschlossen, beim  Tauchen läuft so kein  Wasser hinein. Nur  zum Atmen werden  die Nasenlöcher aktiv  mit Muskeln geöffnet.   Die Kegelrobben  leben in Nord-  und Ostsee. Sie  sind die größten  heimischen  Raubtiere.  Es gibt wenige  tropische  Robbenarten  wie die Hawaii- Mönchsrobbe.   Die Klappmütze ist  eine Robbenart,  welche im Packeis  des Atlantiks lebt  und einen Hautsack  auf ihrem Kopf bei  Gefahr aufbläst.   Der Krabbenfresser  ist häufigste  Robbenart, lebt im  Südpolarmeer und  besitzt spezielles  Gebiss und ernährt  sich von tierischem  Plankton, meist Krill.     Me(h)er Vielfalt            Gestalte dir deine eigene Robbe, wie sie dir gefällt.  Schneide entlang der schwarzen  Line deine Robbe aus, falte die  …  Linien nach oben und die  ---  Linien nach  unten.         Fertig!                                                                                                                                                                       Robben   Ohrenrobben  z.B. Südafrikanische Seebären  Walrosse  Hundsrobben  z.B. Seehunde  Wie wird’s gespielt?  Fülle die Kästchen mit  den Tieren so aus, dass in  einer Zeile (waagerecht),  in einer Spalte  (senkrecht) und in einem  Block (3x3 Kästchen)  jedes Tier nur ein  einziges Mal vorkommt.     Tipp! Es gibt nur eine  Lösung.    Verwende diese Symbole:           Me(h)er-Sudoku       Geringer          Strömungswiderstand         Der perfekte Körper für ein Leben        im Wasser, durch…       …  die torpedoförmige Gestalt,  … einen abgeflachten Kopf, … den kurzen, dicken Hals, der direkt in        den Körper übergeht,   … kurze Gliedmaßen, nur Unterarm bzw.      -schenkel ragen als Flossen aus dem Körper. … den rudimentären Schwanz,   dieser ist kaum noch zu erkennen.    Saimaa-Ringelrobben  und Baikalrobben  leben im Süßwasser  von Seen statt im  Salzwasser der Meere  wie die meisten  Robbenarten.  Robben sind  Flossenfüßer  (lat.  Pinnipedia).   Männliche Südlichen  Seeelefanten wiegen  bis zu 4 t und sind die  schwersten Robben.  Nur rund 25 kg  wiegen Weibchen  der Antarktischen  Seebären.   Die Nasenlöcher der  Robbe sind meist  geschlossen, beim  Tauchen läuft so kein  Wasser hinein. Nur  zum Atmen werden  die Nasenlöcher aktiv  mit Muskeln geöffnet.   Die Kegelrobben  leben in Nord-  und Ostsee. Sie  sind die größten  heimischen  Raubtiere.  Es gibt wenige  tropische  Robbenarten  wie die Hawaii- Mönchsrobbe.   Die Klappmütze ist  eine Robbenart,  welche im Packeis  des Atlantiks lebt  und einen Hautsack  auf ihrem Kopf bei  Gefahr aufbläst.   Der Krabbenfresser  ist häufigste  Robbenart, lebt im  Südpolarmeer und  besitzt spezielles  Gebiss und ernährt  sich von tierischem  Plankton, meist Krill.     Me(h)er Vielfalt            Gestalte dir deine eigene Robbe, wie sie dir gefällt.  Schneide entlang der schwarzen  Line deine Robbe aus, falte die  …  Linien nach oben und die  ---  Linien nach  unten.         Fertig!  123 456 7 89 FEHLERSUCHE BEIM FIDSCHILEGUANDie beiden Bilder unterscheiden sich voneinander – findest du die  fünf Fehler  im unteren Foto?


23 Ein wichtiger Aspekt von modernen  Zoos ist die Förderung von Wissen- schaft und Forschung. Der Zoo    arbeitet eng mit der Rostocker Uni- versität zusammen und es besuchen  Studierende aus verschiedenen Fach- bereichen den Zoo. Einer dieser Be-reiche ist die Integrative Zoologie, aus dem bereits seit vielen Jahren Studierende für das Modul „Tier- gartenbiologie“ in den Zoo kommen.  Darin lernen sie, wie Zoos auf ihre  gesellschaftlichen Zukunftsziele hin- arbeiten, wie der Betrieb funktioniert  und welche Arbeitsbereiche es gibt. Die Abschlussarbeit ist die Entwick- lung einer Tieranlage samt Besucher- bereich und Einbettung in Bildung und Artenschutz. Im letzten Jahr war das Prüfungsthema „Störche“. Dabei müssen die Studierenden    rechtliche Vorgaben genauso wie Tier- wohlaspekte und Besucherattrak- tivität berücksichtigen.Einige Studierende absolvieren außerdem ein Praktikum bei den Kuratoren des Zoos, welches mit  einer kurzen Forschungsstudie ab-geschlossen wird. Zwei dieser Stu-dierenden sind Theresa Bier und  Jonas Lehmann. Die beiden haben sich nach ihrem Praktikum ent-schlossen, ebenfalls ihre Master-arbeiten im Zoo durchzuführen.    Theresa Bier hat sich mit dem Thema  „Unbelohntes kombinatorisches Ob- jektspiel“ befasst. Den Husarenaffen  und Haubenkapuzinern standen Holz- platten mit Röhren, Stäben und Vertiefungen sowie diverse Spiel-materialien wie Holzkugeln, Würfel  und Ringe in verschiedenen Größen und Farben zur Verfügung. Theresa Bier beobachtete dann, wie die Tiere  die verschiedenen Materialien kom- binieren. Erforscht wurden dabei kog- nitive Fähigkeiten, Problemlösever-halten und Werkzeuggebrauch. Jonas Lehmann hat sich mit der Bio- akustik bei den Zwergflusspferden beschäftigt. Die akustische Kommu- nikation der Zwergflusspferde ist bis- lang nur wenig erforscht. Daher wird  seine Masterarbeit zur Grundlagen- forschung der Lautäußerungen dieser  Tiere beitragen. Dabei wurden auch unter Wasser Daten aufgenommen. Zusätzlich hat Jonas Lehmann Infor- mationen über Nutzung der Gehege  und die Aktivitäten der Tiere aufge- nommen, sodass diese Daten bei der  Planung des Neubaus des Geheges  der Zwergflusspferde helfen können.  Um mehr vergleichbare Daten zu  haben, beobachtete der Student auch  die Zwergflusspferde in den Zoos Chemnitz und Berlin. Bereits seit einigen Jahren finden drei  Projekttage des Moduls „Tierhaltung in den Tropen und Subtropen“ der Fakultät für Agrar- und Umwelt-wissenschaften im Zoo statt. Neben   einer Führung zu exotischen Nutz- tieren führen die Studierenden selbst  eine praktische Kotuntersuchung von Kleinwiederkäuern im Vergleich zu  Raubkatzen zur parasitologischen Be- stimmung durch. Bei einem Besuch in der Futtermeisterei lernen die Studierenden diverse Futtermittel kennen.Neben der Gewinnung neuer Er-kenntnisse und Erfahrungen durch Studierende und deren Projekte trägt der Zoo auch zur Wissenschafts-kommunikation bei und beteiligt  sich daher an verschiedenen populär- wissenschaftlichen Veranstaltungen.  Dazu gehört etwa die jährliche Aus-richtung der „Langen Nacht der Wissenschaften“ oder die Mitglied-schaft im Wissenschaftsnetzwerk    „Rostock denkt 365°“.     « VON AFFE BIS  ZWERGFLUSSPFERD FORSCHUNG Studentin Theresa Bier während  Videoaufzeichnungen für ihre   Masterarbeit bei den Husarenaffen. Kotuntersuchung als Praxisprojekt


24 Den Zoo Rostock können Sie, liebe  Besucher*innen, weiter mit großem  Appetit genießen. Wir freuen uns, gleich drei gastronomische Anbieter  an unserer Seite zu haben. Das garan- tiert Vielfalt, Frische und ein Angebot  in wirklich jeder „Ecke“ des Zoos.  Seit Mitte 2025 schon hat  Mageireia  die Küche im Darwineum sowie in der Lodge übernommen. Das Unter- nehmen von Thomas Lückerath ist  seit einigen Jahren in Rostock aktiv,  ob in Werkskantinen oder als kulina- rischer Partner bei Veranstaltungen  jeder Größe. Die beiden Zoo-Restau-rants und diverse Außenstandorte  im Park kamen nach einer denkbar kurzen Vorbereitungszeit, aufgrund  eines Betreiberwechsels, hinzu.„Ich habe es nicht bereut“, sagt    Lückerath. Seine Küche bietet Haus- mannskost zu Familienpreisen, stets frischen Kuchen oder Cookies und fair gehandelten Kaffee. Mageireia bedeute im Griechischen Küche oder  Kochkunst, sagt Lückerath lächelnd.   Die Zutaten sind regional und sai-sonal, alles wird auf Herd und Grill  frisch zubereitet. Während das Dar- wineum-Restaurant eher zum länge- ren Sitzen einlädt, ist die Lodge der  ideale Treffpunkt für Familien am  Spielplatz. Außerdem betreibt Magei- reia mit seinem verschnörkelten Na- menszug eine Grillhütte mit Blick auf  den Rhododendronhain sowie einen  „süßen“ Imbiss mit Macarons und  Milchshakes am Löwenrondell. Ein  Foodtruck versorgt hungrige Zoogäste im Sommer am Wikingerspielplatz.  Ein Hauch von Italien bringt der neue Betreiber des  LuCafee in den  Zoo Rostock. Christian Luca kennt  den Geschmack der Zoogäste be-reits, denn seit fünf Jahren ist sein Coffee-Bike am Spielschiff „Fram“ ein Treffpunkt für Kaffeeliebhaber. Seit 2026 empfängt der Gastronom nun in seinem komplett moderni-sierten Café nahe der Robbenanlage  und Seevogel-Voliere die Gäste. „Wir sind eine Gelateria mit Eis von hoher Qualität, aber auch mit Pizza  und Pasta“, sagt Luca. Für den 37- Jährigen hat sich mit dem Café    ein Traum erfüllt: „Schon als ich als kleiner Junge mit meinem Groß- vater im Zoo unterwegs war, wusste ich, hier willst du mal ein Lokal er-öffnen.“ Nun hat er in Hochzeiten 80 Gäste auf der sonnigen Terrasse  und 40 im modern gestalteten Innen- bereich – und noch viele Pläne, was  „sein“ LuCafee betrifft. In den Abend- stunden könne er sich Lesungen im kleinen Kreis, sogar Yoga vorstellen,  erklärt der Unternehmer.  Der dritte Zoo-Gastronom im Bunde  ist Sten Walpuski, Betreiber des Kindertraumlandes neben der An-lage der Zwergflusspferde. Neben warmen und kalten Getränken gibt es hier vor allem Süßes für Groß und Klein.  Damit haben Zoogäste an bis zu acht Standorten Angebote für einen  schnellen Imbiss oder eine ruhige Hauptmahlzeit, für Kaffee to go oder  ein Eis „auf die Hand“. Und kleiner Tipp: Auch die Zooshops und Kassen- bereiche an den Eingängen bieten eine kleine Auswahl an Snacks und Getränken.    « BANANE – NEUE GASTRONO- MISCHE ANGEBOTE IM ZOO IHR HUNGER IST UNS NICHT  Ob mit Blick auf belebte Tieranlagen (Bild oben)   oder direkt auf die leckere Auswahl an Speisen   und Getränken – jede unserer gastronomischen  Einrichtungen wartet mit einem gewissen  Charme auf. SERVICE


25 IM HIER NACHTS BERUF: UND  IM  TIERE  JETZT MUSEUM PFLEGEN Auf einem gemütlichen Spazier-gang durch den Park berichtet der Guide von Tieren und botanischen Besonderheiten. Es gibt Material zum Anschauen und zum Anfassen, etwa Tierfelle, Schildkrötenpanzer oder duftende Pflanzen, um die Emotionen zu wecken. Ein wichtiger  Bestandteil des Angebotes sind Tier- kontakte wie Fütterungen, beispiels- weise bei den Lamas. Das Angebot  „Begegnungen im  Hier und Jetzt für Menschen mit Demenz“  richtet sich exklusiv an Einrichtungen, die demente oder eingeschränkte Personen betreuen,  es können sechs Personen mit je einer Begleitperson teilnehmen. Es stehen Rollstühle, Rollatoren und Bollerwagen zum Ausleihen zur Verfügung. Das Angebot im Überblick •  Führungsart: Tagesführung•  Dauer: ca. 120 Minuten•  Termine: montags bis freitags   um 10:00 Uhr •  Teilnehmer: max. 6 Personen +  6 Betreuer*innen •  Preis: 150,00 € (inkl. Zooeintritt)•  Buchung: 0381 / 2082-179 oder  service@zoo-rostock.de Eine Reise bis in die Tropen und zu-rück an einem Abend – das geht nur im Zoo Rostock! Wenn alle Tages- gäste bereits gegangen sind, beginnt  Ihre  „Nächtliche Tropenexpedition“   durch das Darwineum. Erleben Sie  echtes Dschungelfeeling und fühlen  Sie sich wie im Urlaub. In der Dämmerung sind ganz andere Gerüche und Geräusche erlebbar als am Tage, wie zum Beispiel das Pfeiffroschkonzert in der Tropen- halle. Danach warten exklusive Ein-blicke hinter die Kulissen der Aqua-ristik und Terraristik im Darwineum. Zudem geht es auf eine Reise durch vergangene Erdzeitalter, auf der die Entstehung und Entwicklung des Lebens auf der Erde anschaulich beleuchtet wird. Ein Erlebnis mit Tiefgang! Das Angebot im Überblick •  Führungsart: Abendführung•  Dauer: ca. 150 Minuten•  Termine: montags bis sonntags •  Teilnehmer: max. 15 Personen  ab 12 Jahren •  Preis: 290,00 € pauschal bis 10  Pers., ab 11 Pers. 29,00 € / Pers.  •  Buchung: 0381 / 2082-179 oder  service@zoo-rostock.de Du liebst Tiere und willst wissen, wie der Alltag in der Tierpflege aus- sieht? Dann bist du bei uns genau richtig! Schülerinnen und Schüler  ab Klasse 5 erhalten spannende Ein- blicke in den Beruf des Tierpflegers im Zoo Rostock. Auf der interaktiven  Führung  „Berufsorientierung Tier-  pfleger“ wird der Ausbildungsberuf  vorgestellt, es gibt die Möglichkeit, Fragen zu stellen und vor Ort mit-zuerleben, was genau bei diesem Beruf eigentlich passiert.  Währenddessen wird aktiv auf der Tieranlage mitgearbeitet und selbst Hand angelegt mit Schubkarre und  Schaufel. So lernt es sich am besten, wie der Arbeitstag abläuft. Entdecke deinen Traumberuf – hier im Zoo Rostock! Das Angebot im Überblick •  Führungsart: aktive Führung•  Dauer: ca. 90 Minuten•  Termine: montags bis freitags •  Teilnehmer: max. 1 Schulklasse   + 1 Betreuer*in •  Preis: 6,00 € / Person (zzgl. Zoo-  eintritt •  Buchung: 0381 / 2082-179 oder  service@zoo-rostock.de UMWELTBILDUNG Ob für ein junges Publikum oder älteres Semester, für einen besonderen Anlass oder eine bestimmte Klassenstufe – für jede Anforderung kreiert unser Umweltbildungsteam die passenden Angebote. So findet jeder, der den Zoo besucht, genau die richtige Begleitung. Lesen Sie anhand unserer Highlights, wie bunt und vielfältig unser Bildungsprogramm ist: Wie fühlt sich eigentlich ein Lama an? Bei der  Demenzführung ebenso wie bei vielen anderen  Bildungsangeboten ist das „Be-Greifen“ ein  wichtiges Element der emotionalen Wissens- vermittlung.


26 SERVICE Es begann 2013 mit dem Foto einer  Inkaseeschwalbe vom Rostocker Fotografen Holger Martens. Seit-dem ruft der Zoo Rostock jedes Jahr die Besucher*innen dazu auf, ihre Lieblingsbilder einzusenden.Der Fotowettbewerb steht dabei seit  2015 unter einem bestimmten Motto. Das erste Thema war „Fiete & Co. – Jungtiere im Zoo“, als der damals frische Eisbärennachwuchs für viel  Wirbel sorgte. Erstaunlicherweise ge- wann den Wettbewerb dann aber ein  Bild der Gepardenmutter mit ihrem Jungtier, fotografiert von Simon Pfitzke.Die weiteren Fotos des Jahres zeigten  botanische Besonderheiten im Zoo, Tiere am und im Wasser, lustige Tier- begegnungen, wilde Untermieter, das  Familienleben der Tiere, Botschafter  für den Artenschutz und gefiederte Zoobewohner.  2017 und 2023 mussten unsere Zoo-gäste besonders genau hinschauen, als es um „Kleine Tiere ganz groß“ ging oder darum, einen „Blick ins Terrarium“ zu werfen.Im letzten Jahr wurde es dann ein bisschen farblos – allerdings nicht im negativen Sinne. „Der Zoo in  Schwarz-Weiß“ war Herausforderung und Chance zu gleich. Es bot sich Platz für kreative, künstlerische Bildmotive sowie das Sammeln von Erfahrungen, wie die altbekannten Zootiere wohl ohne ihre typischen Farben aussehen und wirken. Wer dieses Thema am besten gemeistert hat, verkünden wir demnächst und stellen das Siegerbild dann wie ge-wohnt als Tafel im Zoo sowie in der Bildergalerie auf unserer Webseite aus.Dann entscheidet sich auch, welche Tiergruppe oder welches Motto in diesem Jahr im Fokus stehen wird.  Bleiben Sie gespannt und machen Sie mit, wir freuen uns auf Ihre foto-grafischen Lieblinge!        « »    zoo-rostock.de/fotowettbewerb FOTOGRAFIERT:  TIERISCH GUT  FOTO DES JAHRES Oben rechts: Siegerfoto 2016 von Sabine Krekel zeigt eine Dahlie.  Mitte oben: Siegerfoto 2015 von Simon Pfitzke der Geparden. Mitte: Siegerbild 2022 von Susann Trommler des Zwergflusspferdes.  Mitte unten: Siegerfoto 2017 von Dittmar Brandt eines Erdbeer- fröschchens. |  Unten links: Das Foto, mit dem alles begann, die  Inkaseeschwalbe von Holger Martens. |  Unten rechts: Siegerfoto 2018  von Franziska Bruhn der Eisbären.


27 TIER- / BAUGESCHEHEN holen, die als Bärin aus der Rostocker  Zuchtlinie genetisch überrepräsen-tiert ist und nicht züchten darf. Als Sozialpartnerin für Noria kam sie aber gut in Frage. Ähnlich ist es nun auch bei unseren Löwen. Nach dem Tod von Löwin Zima im letzten Jahr trat der Zoo in Kontakt mit dem EEP für Afri-kanische Löwen, um einen Partner  für Löwin Zimbala zu finden. Mit ihren 17 Jahren ist sie aus der Zucht ausgeschlossen. Somit ist die Schwierigkeit nicht, ein genetisch passendes Tier zu finden, sondern eines, das vom Alter und Charakter her passt. Dies gestaltet sich derzeit noch als Herausforderung. Solange bekommt sie umso mehr Aufmerk-samkeit und Beschäftigungsmög-lichkeiten durch unsere Tierpflege-rinnen.     « Für diverse in Rostock gehaltene  Tierarten gibt es Europäische Erhal-tungszuchtprogramme (EEP). Diese regeln vor allem die Zucht und ge-ben Empfehlungen, welche Tiere    genetisch zusammenpassen und wie viele Tiere überhaupt gezüchtet werden sollen. Allerdings gibt das EEP durchaus auch Empfehlungen  für Tiere, die temporär oder dauer- haft nicht zur Zucht eingesetzt werden sollen. Um dies zu koor-dinieren, teilt jeder Zoo dem EEP- Koordinator seine Wünsche für das Folgejahr mit. Dieser prüft dann, wie diese am besten umgesetzt    werden können. So lief es bei uns zum Beispiel mit Eisbärin Lili. Es wurde Gesellschaft für Noria benötigt, da Sizzel noch mit ihren Jungtieren zusammen war. Das EEP empfahl uns, Lili zu   Während für Eisbärin Noria mit Lili eine geeignete Sozialpartnerin gefunden wurde, ist Löwin Zimbala noch „auf der Suche“. ZUSAMMENARBEIT MIT EEP LAAANGE LEITUNG In einer zukunftsweisenden Maß-nahme zur Sicherstellung einer zu-verlässigen Trinkwasserversorgung  wurde der erste Abschnitt der Sa-nierung der Trinkwasserleitungen im Zoo Rostock erfolgreich abge-schlossen. Es wurden rund 1.000 Meter alte Trinkwasserleitungen in den Dimensionen DN 32 bis DN 250,  also zwischen 3 und 25 Zentimetern   Durchmesser, ersetzt. Durch den Aus- tausch veralteter Rohrabschnitte wird das Risiko von Leckagen und Rohrbrüchen reduziert, was die zu-verlässige Trinkwasserversorgung sichert.Die Sanierung erfolgte mittels mo-dernem Rohrvortrieb, einer fort-schrittlichen Technik, die Unter- brechungen minimiert, Straßen-    und Baulärm reduziert und zu-gleich den Baum- und Umwelt-schutz berücksichtigt. Dies ermög-licht eine schrittweise Verlegung unter Vermeidung großflächiger    Bodenschürfungen, wodurch Grün- flächen, Baumstandorte und empfind- liche Ökosysteme besser geschützt  bleiben. Vor Beginn der Arbeiten wurden Standorte von Bäumen, Alt-strukturen und wertvollen Grün- flächen kartiert. Wo notwendig, wurden Umleitungs- und Baulösun- gen gewählt, die Wurzelschutz,    Biodiversität und lokale Baumge-sundheit respektieren.Die gewonnenen Erfahrungen flie-ßen in weitere Projekte ein, um die Trinkwasserversorgung robuster zu  gestalten, ohne den Baumbestand  und Grünflächen zu beeinträchtigen.  In diesem Jahr werden weitere Ab-schnitte geprüft und ausgetauscht, um Verlässlichkeit und Umwelt- standards fortlaufend zu erhöhen.   « Leitungssanierung durch Rohrvortrieb.


28 AUGEN- AUF  MODERN HÖHE & TIER- GERECHT Einem Zwergflusspferd aus der Nähe  in die Augen schauen, einen Pinguin  füttern oder erfahren, wie Quallen gezüchtet werden, sind besondere Erlebnisse, die wir den Zoogästen ermöglichen. Um die bestehenden  Angebote zu modernisieren und noch  besser an die Bedürfnisse der Tiere,  Tierpflege und Besucher*innen an-zupassen, wurden die von uns an-gebotenen Tierbegegnungen über-arbeitet. So gibt es ab sofort auch für  „Wassertier“-Begeisterte die Möglich- keit, in den Meereswelten des Polari- ums die Stierkopfhaie „Amy“, „Pointy“  und „Hank“ oder die Rundstechrochen „Patty“ und „Pancake“ zu treffen. Auch eine Begegnung mit den be- liebten Kattas mit ihrem charakteris- tischen Ringelschwanz ist wieder möglich. Dies ist ein reines Sommer- angebot, bei dem Besuchende mit der Tierpflege die Außenanlage der  Tiere betreten. Auch Klassiker wie die  Tierbegegnungen mit den Eisbären oder Galapagos-Riesenschildkröten werden weitergeführt. Ab Juli wird  es auch wieder Tierbegegnungen bei den Robben geben. Hier zeigt das Tier- pflege-Team den Backstage-Bereich:  Im Stall kann aus der Nähe ein See- bär oder Seehund beobachtet werden. Den Termin für Ihre exklusive Begeg- nung mit Ihrem Lieblingstier können  Sie direkt online buchen. Die Kletterstrukturen auf der großen  Anlage der Orang-Utans sind zur selben Zeit gebaut worden wie auch das Darwineum. Nach 13 Jahren in-tensiver täglicher Nutzung durch die Tiere und feucht-warmem Klima   Auch die regelmäßig stattfindenden  Tierzeiten, bei denen unsere Pfleger* innen ihre Tiere vorstellen, Spannen- des erzählen oder ihre Schützlinge  mit Futter oder Spielzeugen beschäf- tigen, wurden neu erarbeitet. Seit der Eröffnung der neuen Robben-anlage gibt es hier wieder regelmä-ßig öffentliche Trainingseinheiten zum Zuschauen, bei denen die Tier-pflege erläutert, was sie da eigent-lich macht und warum das wichtig  ist. Zusätzlich gibt es Präsentationen bei jahreszeitlich passenden Tier-arten. So liegt der Fokus in der Ne-bensaison z.B. auf Rentier, Polar-fuchs, Schneeeule oder Seeadler. Darüber hinaus können Sie auch Fütterungen in den Tierhäusern, wie im Aquarium und Darwineum  erleben und zeitgleich die Chance zum Aufwärmen nutzen. In der    Hauptsaison werden verstärkt wär-meliebende Tiere vorgestellt, wie    beispielsweise die Zwergflusspferde, Wildhunde und Vögel der Seevogel- Voliere oder der Stelzvogelwiese. Darüber hinaus gibt es viele weitere  Angebote, bei denen man etwas über  die weniger bekannten Arten des Ros- tocker Zoos lernen kann, zum Beispiel  über die Karakaras, die Fische des Aquariums oder die Kurzkopfgleit- beutler (Sugar glider genannt).       « einer Tropenhalle war das Holz morsch und brüchig. Mit der Unter- stützung des langjährigen Koopera- tionspartners WIRO konnten neue  Klettermöglichkeiten für die Orang- Utan-Gruppe geschaffen werden. Nun haben sie mehr erhöhte Liege-strukturen und neben den vielen Ästen auch neue Seile, an denen sie sich entlanghangeln können.  Die Gebäude der Cameliden-Equiden- Anlagen stammen aus den 70er Jahren und sind nun an der Reihe, überarbeitet zu werden. Mit dem ersten Stallgebäude wurde bereits 2022 begonnen. Hier wurde das Dach erneuert und die Zwischen-decke entfernt. Im letzten Jahr wurde dann das Gebäude mit dem Sozialtrakt und der Quarantäne- einrichtung in Angriff genommen. Hier sollen die Bedingungen für die Mitarbeitenden durch einen ver-größerten Aufenthaltsraum und neue Sanitäranlagen verbessert werden. Diese sorgen auch für op-timalere Bedingungen für den Fall einer Quarantäne. Die Tierbereiche  dieses Gebäudes werden als nächstes saniert. Die Renovierungsarbeiten im Alt- weltaffen- oder auch Husaren- Wanderu-Haus wurden auch gleich genutzt, um die Kletterstrukturen  und den Bodengrund auszutauschen.  Hier wurde ein neues Produkt aus Weide ausprobiert. Dieses ist durch die schnell nachwachsende Eigen-schaft von Weide sowie dem Anbau und der Herstellung in Dänemark sehr nachhaltig.     « Auf „Tuchfühlung“ bei den Rochen gehen. SERVICE / BAUGESCHEHEN


29 4 FRAGEN AN UNSERE  PREMIUMPARTNER Zuletzt im Zoo war ich … ... bei den Orang-Utans, wir haben dort das neue „Wohnzimmer“ un-serer Patentiere eingerichtet.Meine Lieblingstiere … ... sind die Menschenaffen, vor allem  die Orang-Utans. Trotz ihrer Größe  und Stärke sind sie meistens sehr sanftmütig, dafür muss man sie einfach mögen.Biologie war früher mein Lieblingsfach Das stimmt, ich bin sehr natur- und  tierverbunden, also ja. Mein Stecken- pferd aber – und das war schon  immer so – sind die Zahlen. Dürfte ich für einen Tag Tierpfleger sein … ... wäre ich bei den Robben, mein Wunschrevier.  Zuletzt im Zoo war ich … bei den Eisbären, unseren majestätischen Paten- tieren. Besonders gut im Zoo gefällt mir aber eindeutig auch das Darwi-neum. Das ist nicht nur ein schöner Ort, sondern er schafft auch die Mög-lichkeit, junge Menschen für einen respektvollen Umgang mit der Natur  zu sensibilisieren. Das finde ich äußerst wertvoll. Meine Lieblingstiere … sind die Eisbären, sie beeindrucken doch durch ihre imposante Erscheinung. Aber auch Rentiere und Elche haben für mich einen hohen Stellenwert. Sie erinnern mich an meine Zeit bei Scandlines. Biologie war früher mein Lieblingsfach Eher nicht, ich interessierte mich mehr für Chemie und Mathe, das lag aber vielleicht auch an den Lehrern. Auch mein Abi war „biologiefrei“ – ich habe Elektromonteur mit Abitur gelernt.Dürfte ich für einen Tag Tierpfleger sein … würde ich auf keinen Fall zu großen Raubtieren wollen. Unter Berücksichtigung der Risiken ginge  ich lieber zu den Pinguinen. Zuletzt im Zoo war ich … ... bei unseren Patentieren, den    Orang-Utans und Roten Pandas. Bei einem Besuch schaue ich aber immer auch gern bei den See- hunden vorbei. Mein Lieblingstier … ... ist definitiv das Faultier. Mehr Gelassenheit geht nicht! Biologie war früher mein Lieblingsfach Naja, ich war eher der Chemiker.  Woran ich mich aber gut erinnere ist ausgerechnet das Endoplasma-tische Retikulum. Dürfte ich für einen Tag Tierpfleger sein … ... würde ich bei den Roten Pandas arbeiten. Ralf Zimlich  Vorsitzender der  Geschäftsführung  « Dr. Gernot Tesch  Geschäftsführer                   » Ingo Hübner Operativer  Geschäftsführer » Wann waren Sie zuletzt im Zoo? Welche sind Ihre Lieblingstiere? War Biologie früher Ihr Lieblingsfach? Und wenn Sie für einen Tag Tierpfleger sein dürften, wo würden Sie dann gern arbeiten?Nachgefragt bei WIRO Wohnen in Rostock, ROSTOCK PORT, LOTTO TOTO M-V, Stadtwerken und OstseeSparkasse. PORTRAIT


30 PORTRAIT Zuletzt im Zoo war ich … bei den Robben. Die  Anlage ist mir besonders in Erinnerung geblieben.  Es gibt jedoch viele spannende Bereiche – ich mag insgesamt die Vielfalt und Weitläufigkeit des Rostocker Zoos.Meine Lieblingstiere …  sind die Afrikanischen Wildhunde. Ich war schon als Kind fasziniert von Dokumentationen über die afrikanische Tierwelt. Biologie war früher mein Lieblingsfach Definitiv. Biologie und Sachkunde zählten neben Musik zu meinen absoluten Lieblingsfächern. Diese  Leidenschaft – Zusammenhänge in der Natur sowie  ihre natürlichen Prozesse analysieren und verstehen  zu können – ist mir bist heute erhalten geblieben. Dürfte ich für einen Tag Tierpfleger sein … ... würde ich diesen wohl bei den Zwergflusspferden  oder den Humboldtpinguinen verbringen. Zuletzt im Zoo war ich … im Darwineum, dort  haben wir den Gorillas, unseren Patentieren, einen  Besuch abgestattet.Meine Lieblingstiere … sind auch die Gorillas, ich  sehe zu gern, wie aktiv die Gruppe um Silberrücken Assumbo ist. Biologie war früher mein Lieblingsfach Stimmt, aber wenn ich darüber nachdenke, dann mochte ich alle Naturwissenschaften gerne.Dürfte ich für einen Tag Tierpfleger sein … ... würde ich genau dorthin gehen, wo wir auch als Paten oft zu Gast sein dürfen: bei den Gorillas. Da wir oft Futter vorbeibringen und darüber mit den Pflegern ins Gespräch kommen, weiß ich schon  einiges, was die Gorillas mögen und vertragen. Ich bringe also einige Vorkenntnisse mit. Elisabeth Aßmann Geschäftsführerin Oliver Brünnich Vorstandsvorsitzender » » Zuletzt im Zoo war ich … ... mit meiner Familie, spontan er-innere ich mich gerne an die Erd-männchen und die Eisbären.Meine Lieblingstiere … ... sind die Geparden. Ich bin ein „Katzenfreund“, diese Tiere faszi-nieren mich. Biologie war früher mein Lieblingsfach An Biologie habe ich nur wenige, aber eigentlich gute Erinnerungen.  Von den Naturwissenschaften habe  ich mich im Abitur aber mehr der Physik zugewandt, weil dort mehr Mathematik enthalten war. Dürfte ich für einen Tag Tierpfleger sein … ... dann würde ich mich für die neue Robbenanlage entscheiden.  Zuletzt im Zoo war ich … … bei den Erdmännchen. Aber in bester Erinnerung habe ich unsere  Abendveranstaltungen im Darwi- neum. Die abendliche Ruhe ist ein- fach magisch. Meine Lieblingstiere … ... sind die Robben. Ich war schon so  oft dort, sogar im Becken. Wie schnell  sich die Tiere bewegen und doch sanft den Fisch aus den Händen „entführen“, das ist faszinierend.  Biologie war früher mein Lieblingsfach Nein – ich war und bin Fan der lo-gischen Fächer. Auch weil man da weniger lernen musste.Dürfte ich für einen Tag Tierpfleger sein … ... s.o., ich ginge zu den Robben. Bernd Brummermann  Vorstandsvorsitzender « Karsten  Pannwitt Vorstandsmitglied   »


31 IMPRESSUM FOTOS Judith Bahr (18)Ralf Barg (11)Dittmar Brandt (26)Carina Braun (U2, 09, 10, 12, 16, 18, 19)Franziska Bruhn (26)Matthias Drübbisch (U2, 04-06, 08-14, 19-25, 27, 28, 30, 31)Peter Fiedler (U2)Anika Flanderka (10)Kerstin Genilke (18)Kay Heumüller (04, 27)Lukas Hoffmann (18)Manuel Kiep (18)Joachim Kloock (U2, 03, 04, 07, 15, 20, 29, 30)Susie Knoll (30)Sabine Krekel (26)Adrián Limón (21)Holger Martens (26)Rico Martin (09)Simon Pfitzke (26)Jana Prätorius (19)pxMEDIA.de GmbH (17)Michelle Reichelt (08, 18)Katrin Reimer (23)Maria Schierstedt (27)Katrin Schüler (15, 16)Nora Schult (23)Maria Seemann (19)Susann Trommler (26)Alexander Vasiliev (24)ZGAP (05)Zoo-Archiv (10)Rostocker Zooverein (U2) HERAUSGEBER & FÜR DEN INHALT VERANTWORTLICH  Zoologischer Garten Rostock gGmbH DRUCK & FERTIGUNG  Saxoprint GmbH STAND März 2026 ILLUSTRATIONEN Artur Bormann (Titel, 07, U4) Anna Kurth (24, U4)Bruno Lummerzheim (16)Kevin Wonterowski (22) TEXTE Foto vlnr.: Dr. Jens Bohn, Christian Franke, Anika Flanderka,  Carina Braun,  Katrin Schüler, Daniela Lahn, Jonas Homburg; Kay Heumüller,  Constanze Steinke VIELEN DANK   FÜR DIE UNTERSTÜTZUNG! UNSERE PREMIUMPARTNER FÜR NATUR- UND ARTENSCHUTZ: GOLDPARTNER: SILBERPARTNER: BRONZEPARTNER: WEITERE  PARTNER:


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